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Foto (3x): Labo’Life
Abb. 1: Homöopathisches Komplexmittel der Mikroimmuntherapie, Blister.

Abb. 3: Mikroimmuntherapie: Geöffnete Kapseln, deren Inhalt sind Globuli.

Abb. 2: Mikroimmuntherapie: Einnahme der Medikamente (schematische Darstellung).

 
Komplementärmedizin 13. Dezember 2010

Homöopathisch gegen HPV und Gebärmutterhalskrebs


Behandlungsmöglichkeiten der Mikroimmuntherapie. 

Die Mikroimmuntherapie bietet mit den homöopathischen Komplexmitteln 2L PAPI und 2L C1 
einen wirksamen und völlig nebenwirkungsfreien Behandlungsansatz sowohl bei reinen HPV-
Infektionen als auch bei diagnostizierten Zervixcarcinomen.


Ziel der Mikroimmuntherapie ist es dabei, den Organismus wieder zu seiner natürlichen und wirksamen Immunantwort zurückzuführen. Die Mikroimmuntherapie greift nicht störend in den Organismus ein, sondern weckt und trainiert seine Selbstheilungskräfte. Insofern ist die Mikroimmuntherapie eine Regulationstherapie.


Humanes Papilloma Virus 
und Zervixcarcinom


Die langjährige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Humanen Papilloma Virus (HPV) brachte dem Mediziner Prof. Dr. Harald zur Hausen im Jahr 2008 den Nobelpreis ein. Bereits 1976 publizierte er die Hypothese, dass Humane Papillomaviren nicht nur die Rolle als Warzenviren übernehmen, sondern auch an der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses beteiligt sein könnten. Als Beweis für die Virushypothese des Zervixcarcinoms begann zur Hausen nach genetischem Material von HPV-DNA in den Zellen des Zervixcarcinoms zu suchen. Bereits 1983, als Leiter des Deutschen Krebsforschungsinstituts (DKFZ) in Heidelberg, beschrieb er einen neuen onkogenen Typ HPV-16 und ein Jahr später den HPV-18 Typ. Weltweit wurden später in den Biopsien aller Zervixcarcinome diese beiden Typen zu ca. 70 Prozent gefunden. Inzwischen sind mehr als 100 HPV-Typen bekannt. Etwa 30 davon infizieren ausschließlich die Haut und Schleimhaut der Ano-Genitalregion.


Die genitalen HPV-Typen werden in zwei Gruppen eingeteilt, in die Low-Risk – sowie in die High-Risk Gruppe. Wie der Name schon sagt, befinden sich in der High-Risk-Gruppe die Typen 16 und 18 aber auch 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 66, 73 und 82.


In die Low-Risk-Gruppe sind die HPV-Typen 6 und 11 zu zählen, die als Auslöser für die Feigwarzen (Condyloma acuminata) im Genitalbereich anzusehen sind.


Die High-Risk-Gruppe ist nachweislich nicht nur an der Entstehung des Zervix Carcinoms beteiligt, sondern kann auch zur Entstehung von Carcinomen von Anus, Penis oder Vulva beitragen.


Einer der häufigsten Übertragungswege ist der ungeschützte Sexualverkehr. Die Infektionsrate bei den unter 30-jährigen Frauen liegt über 25 Prozent, wobei die Spontanheilung innerhalb einiger Monate bis zu zwei Jahren bei einer guten immunologischen Ausgangslage zu ca. 90 Prozent abgeschlossen sein kann. Ist dies nicht der Fall, können die Papillomaviren jahrelang so lange inaktiv bleiben, bis sich entsprechende Krankheitsbilder entwickeln. Dazu zählen:


  • gewöhnliche Hautwarzen des Typs 1, 2, 3 und 4

  • Plantarwarzen des HPV-Typs 1, 2 und 4

  • juvenile flache Warzen des Typs 2 und 10

  • die sogenannte Fleischerwarze des Typs 7

  • und Viruswarzen der Mundschleimhaut aus der Low-Risk-Gruppe Typ 13 und 32.


Von der Inaktivität zur Aktivität


In der Regel ruhen die HPV aus der High-Risk Gruppe zwischen 10 bis 
30 Jahre in den Epithelzellen. Letztendlich führen die Genprodukte des HPV, z. B. die Proteine E6 und E7, zu einer Hemmung des BTG2-Gens und somit zu einer Tumorsuppression.


Der programmierte Zelltod ist behindert und die Reparatur des DNA-Doppelstrangs des Humanen Papilloma Virus fällt aus. Beschleunigt wird der ganze Verlauf, wenn das Immunsystem die Kontrolle verliert und die regulatorischen T-Zellen sich vermehren. Nach Auffassung von zur Hausen (Zur Hausen H. Int. Cancer 2009; 125:1764–70) reicht die Virus­infektion nicht allein aus, um einen Tumor entstehen zu lassen. Erst wenn ein genetisch defektes Virus eine Zelle infiziert, deren Erbgut ebenfalls bestimmte Schäden aufweist, kann es zur Tumorentstehung kommen.


Prävention


Es ist zur Hausens Verdienst, dass er und seine Arbeitsgruppe die Grundlage der Entwicklung der HPV-Impfstoffe legte. Die Diskussion dieser Impfstoffe wird teilweise kontrovers geführt. Sinn jedoch ist, wie bei jeder Impfung, die Infektionsrate zu eliminieren bzw. wenigstens zu erniedrigen. Auch andere, wie z. B. Hygienemaßnahmen müssen dazu ergriffen werden. Im Fall der hier thematisierten HPV-Übertragung könnte weitgehend die Ansteckung vermieden werden, in dem die Möglichkeiten des Schutzes bei sexuellen Kontakten genutzt werden.


Therapiemöglichkeiten


Es stellt sich nicht nur die Frage der Vorbeugung, sondern auch der Behandlung. Eine spezifische Therapie gegen das Humane Papilloma Virus ist noch nicht bekannt. Chirurgische Maßnahmen und äußere Bepinselungen werden – wenn auch nur mit eingeschränktem Erfolg – durchgeführt. Sonstige immunologische Therapien, sowohl systemisch als auch lokaler Art, haben bisher keinen ausreichenden Erfolg gezeigt. Ganzheitsmediziner leiten ihre individuellen Therapien teils phytotherapeutisch, isopathisch, homöopathisch oder bioenergetisch ein, um eine erfolg­reiche Behandlung durchzuführen.


So ist das Wissen über die Pathophysiologie und über die Auswirkungen des HPV zwar fundiert vorhanden, doch die Therapie steht noch hinten an.


Mikroimmuntherapie


Positive Behandlungsergebnisse


Sicherlich von großem Interesse ist eine Studie des spanischen Fach­arztes für Gynäkologie, Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Dr. Diego Jaques (Madrid) über den Einsatz der Mikro­immuntherapie bei Infektionen mit dem Humanen Papilloma Virus (HPV). Dabei wurden 48 Patientinnen aller Serotypen (High-Risk, Low-Risk) mit einer HPV-Infektion oder einer HPV-Infektion mit Carcinom in situ über einen Zeitraum von vier Monaten in Abwesenheit von chemisch antiviralen Therapien mit der Mikro­immuntherapie behandelt. Es zeigt sich eindrucksvoll, wie ein wirksamer und dabei völlig nebenwirkungsfreier Behandlungsansatz sowohl bei reinen HPV-Infektionen als auch bei diagnostizierten Zervixcarcinomen zum Erfolg führt. (Nähere Informationen unter: http://www.3idi.org/All/pro/newsletter/news0708.html).


Die Ergebnisse dieser Studie unter­mauern die Resultate einer bereits 2002 bei einem wissenschaftlichen Kongress in Rom vorgestellten italienische Studie über den Einsatz der Mikroimmuntherapie bei HPV- Infektionen und Zervixcarcinomen in situ.


Erfolgversprechender Behandlungsansatz


Doch welche Mechanismen machen die Mikroimmuntherapie so leistungsstark und erfolgversprechend? Auf Grund welchen Konzeptes kann sie ohne Nebenwirkungen ange­wendet werden? Wie ist es möglich, dass eine Therapie in idealer Weise die wissenschaftliche Medizin mit der komplementären Medizin verbindet und dadurch grundlegende Mechanismen des Immunsystems positiv beeinflusst.


Konzept


Das geniale therapeutische Konzept mit breitem Wirkungsspektrum verbindet in idealer Weise Schulmedizin und ganzheitliche Gesetzmäßigkeiten. Dank der Fortschritte der experimentellen und klinischen Immunologie kann nachgewiesen werden, dass eine zunehmende Zahl von Erkrankungen auf eine Störung des Immunsystems zurückzuführen ist (Krebs, virale und bakterielle Erkrankungen, Allergien, Autoimmunerkrankungen).


Gleichzeitig werden in immer größerer Zahl neue immunkompetente Substanzen, sog. Zytokine (z. B. Interleukine = Botenstoffe) entdeckt. Zytokine in hoher Dosierung haben beträchtliche Nebenwirkungen und sind für den Körper unphysiologisch.


Das Immunsystem arbeitet unter natürlichen Bedingungen mit extrem niedrigen Konzentrationen von kurzlebigen Botenstoffen mehr oder weniger informativ. Die Mikroimmuntherapie macht sich dieses Wirkprinzip zu Nutze und setzt Immunbotenstoffe in homöopathischer Potenzierung und damit in äußerst niedriger Konzentration ein. Sie ahmt also die natürlichen Reaktionsabläufe im Organismus nach.


Zeitlich abgestufte Informationsübermittlung


Die kaskadenartigen, zeitlich versetzten Reaktionsabläufe des Immunsystems werden durch die sequenzielle Einnahme in Behandlungsserien von fünf oder zehn Tagen nachgeahmt. Hierzu sind die homöopathischen Kapseldosen durchnummeriert und farblich abgestuft.


Auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft


Die Mikroimmuntherapie beruht auf einer Modulation des Immunsystems mit dem Ziel, dessen Gleichgewicht und natürliche Reaktionsfähigkeit wieder herzustellen. Ihr Ansatz ist im Wesentlichen schulmedizinischer Art. Die aktuellsten wissenschaft­lichen Erkenntnisse der immunologischen Grundlagenforschung sind die Basis der Mikroimmuntherapie.


Sublinguale Einnahme


Die Verabreichung der Mikroimmuntherapie erfolgt sublingual, um die erste Auseinandersetzung mit dem Schleimhaut-Immunsystem bereits wirksam zu nutzen. So genannte Kapseldosen werden täglich ein- oder mehrmals zeitversetzt verabreicht. Durch die Tatsache, dass die Mikro­immuntherapie in eher peri-physiologischen Verdünnungsstufen eingesetzt wird, kann eine ungehinderte Kommunikation mit dem körper­eigenen Immunsystem erfolgen.


Keine Nebenwirkungen


Nebenwirkungen sind bislang für den Einsatz der Mikroimmuntherapie nicht bekannt. Theoretisch zeigt dies ein Text der europäische Gesetz­gebung aus dem Jahr 2001, der 
die Unschädlichkeit von Original-
substanzen in Verdünnung von mehr als 1:10.000 bestätigt.


Experimentelle Wirkung der Mikrodosierungen


Bereits im Jahr 1950 hat Rita Levi-Montalcini den Wachstumsfaktor NGF (Nerv Growth Factor) entdeckt und dafür den Nobelpreis 1958 erhalten. Sie wies nach, dass in vitro 1 Billionstel eines Gramms eine starke Zunahme von Nervenzellen bewirkt. Diese Entdeckung ist ebenso gut vereinbar mit der Wirkung der Mikroimmuntherapie.


Unbedenklichkeit der 
Medikamente


Alle Ausgangssubstanzen der eingesetzten homöopathischen Komplexmittel sind rein pflanzlichen Ursprungs. Sie werden in einem aufwändigen biotechnischen Verfahren gewonnen. Anschließend werden diese Wirkstoffe in einem Verdünnungs- und Dynamisierungsverfahren als homöopathische Globuli hergestellt. Dies gestattet eine Aufnahme über die Mundschleimhaut (die Globuli werden unter die Zunge gelegt). Immer mehr moderne Medikamente verwenden diese Applikationsform über die Schleimhäute. Sie ist sicher, einfach und effektiv. Die Herstellung der Arzneimittel erfolgt nach homöopathischen Prinzipien gemäß den geltenden europäischen Regeln. Dies gewährleistet eine risikoarme Therapie. Bisher sind für den Einsatz der Mikroimmuntherapie keine Nebenwirkungen bekannt.


Das immunologische Netzwerk


Das Immunsystem ist ein hoch komplexes und vernetztes System. Es besteht zum Einen aus dem angeborenen Immunsystem, mit Immunzellen wie Makrophagen, Monozyten und Granulozyten und zum Anderen aus dem erworbenen Immunsystem, mit den T-Zellen, den B-Zellen und den Natürlichen Killerzellen (NK).


Die verschiedenen Immunzellen kommunizieren untereinander mithilfe von Botenstoffen, den so genannten Zytokinen (Interleukine, Interferone, Wachstumsfaktoren und Chemokine).


Mikroimmuntherapie bei HPV


In diesen Kommunikationsprozess greift die Mikroimmuntherapie ein. Sie nutzt das intelligente immunolo­gische Netzwerk für die Anwendung der Arndt-Schultz Regel. In der Mikro­immuntherapie werden immunologische Informationsstoffe wie Zytokine und andere immunwirksame Substanzen nicht substantiell eingesetzt, sondern in entsprechenden Verdünnungen. Je nach Anforderung der immunologischen Ausgangslage sorgen nachweislich die Verdünnungen nach der Arndt-Schultz Regel für eine stimulierende, modulierende oder suppressive immunologische Wirkung. Ziel ist es durch eine Art Anschubhilfe die körpereigene Selbstregulierung das immunologische Netzwerkes wieder für die erfolgreiche Ausrichtung in Gang zu bringen. Dabei wird die Auseinandersetzung mit pathogenen Erregern und anderen immunologischen Störmechanismen hilfreich unterstützt. Über den zusätzlichen Einsatz von homöopathisch potenzierten SNS (spezifische Nukleinsäuren) ist es nachweislich möglich, viral infizierte Zellen in ihrer Zellreplikation zu hindern. Somit kann auch auf diesem Weg eine Verminderung viral infizierten Zellmaterials stattfinden. Ziel der Mikroimmuntherapie ist es auf der einen Seite das Immunsystem in seinen Schwachpunkten wieder zu stärken und auf der anderen Seite die Viruslast zu verringern.


Homöopathisches 
Komplex­mittel 2L PAPI


Diese Voraussetzungen erfüllt das Komplexmittel 2LPAPI der Firma Labo’Life mit einer homöopathischen immunologischen Magistralrezeptur bestehend aus folgenden Komponenten: IL 1 und 2 in hoher hemmender Verdünnung zum allgemeinen Immunausgleich zwischen TH 1 und TH 2, der durch das HPV verursachten lokalen Hyperreaktivität wirkt Interferon alpha in hoher, hemmender Verdünnung entgegen. Ciclosporin sowie eine spezifische Nucleinsäure ebenso in hoher hemmender Verdünnung dämmen die Virustoleranz ein. Eine weitere spezifische Nucleinsäure unterstützt nochmals die direkte Wirkung auf das HPV. Dieses Komplexmittel ist vor allem auf die Serotypen 6, 11, 16, 18, 31 und 33 ausgerichtet.


Die Behandlungsdauer mit 2L PAPI beträgt bei HPV – Infektionen 4 Monate. Selbstverständlich sollte der Partner mitbehandelt werden.


Vermeidung von Konisationen


Teilweise kann es auch vorkommen, dass Patientinnen die angeratene Konisation bei einem Befund des PAP IV A ablehnen. In diesem Fall sollte auf jeden Fall zu dem mikro­immuntherapeutischen Komplexmittel 2L PAPI gegen die HPV-Infektion ein zweites Komplexmittel der Mikroimmuntherapie 2L C1 speziell aus dem Bereich der Onkologie gegeben werden, um die immunologische Auseinandersetzung mit dem Tumorgeschehen verstärkt zu unterstützen.


Eine besondere Situation stellt der „wait and watch“-Zeitraum bei einem PAP 3 bzw 3D mit HPV Befund dar. In diesem Zeitraum werden kurzfristig gynäkologische Kontrolluntersuchungen vereinbart, um die weitere Entwicklung des Befundes zu beobachten und bei Verschlechterung dann operativ einzugreifen. Um nicht nur auf das Ergebnis der nächsten Untersuchung zu warten sollte diese Zeit therapeutisch effizient genutzt werden, indem die Mikroimmuntherapie eingesetzt wird. Daraufhin ergibt das Kontrollergebnis häufig eine niedrigere Stufe des PAP-Befundes. Dadurch kann oftmals der Patientin die anstehende Konisation erspart werden.

Fazit für die Praxis
Positive Erfahrungen mit der Mikroimmuntherapie

Auch aus meinem eigenen Patientengut konnten allein in den letzten 2 Jahren bei 10 Patientinnen nachweisbare positive gynäkologische Erfolge durch den Einsatz von 2L PAPI erzielt werden. Vereinzelt musste die Therapie bis auf einen Zeitraum von 8 Monaten fortgesetzt werden. Alle Indikationen, von den durch HPV verursachten Warzen bis hin zur HPV induzierten Krebserkrankung im Ano-Genitalbereich liegen im Bereich des weiteren Einsatzes des Komplexmittels.

Breites Therapiespektrum der Mikroimmuntherapie

Selbstverständlich ist es möglich mit dem Konzept der Mikroimmuntherapie Akuterkrankungen wie z. B. Entzündungen, Herpesinfektionen oder Allergien schnell und effizient zu behandeln. Aber auch chronische Erkrankungen, deren Kausalzusammenhänge häufig auch auf dem Boden von Virusbelastungen ruhen, so wie auch in dieser dargestellten Thematik, stellen eine bedeutende 

Indikation für die Mikroimmuntherapie dar

Von Dr. Petra Blum, komplementärmedizin 4/2010

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