zur Navigation zum Inhalt
Foto: Andrea Hahn
Abb. 1: Ätherische Öle können als Vielstoffgemische zahlreiche günstige Effekte auslösen, so auch in der Prävention und Therapie von Erkältungskrankheiten.
 
Komplementärmedizin 8. Jänner 2009

Erwärmende Öle für die kalte Jahreszeit

Ob akut verkühlt oder chronisch abwehrgeschwächt, die Aromatherapie besitzt „Mittel und Wege“ zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung, Stärkung und Heilung

Die Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten stellt für die Aromatherapie nicht nur eine sehr effiziente sondern auch eine sehr genüssliche Anwendung dar. Hauptverantwortlich dafür sind sowohl die zahlreichen ätherischen Öle mit ihren wunderbaren Düften als auch die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten.

In der Lungenheilkunde wie auch im HNO-Bereich besitzt eine der zahlreichen praktischen Anwendungen von ätherischen Ölen eine ganz besondere Bedeutung: die Inhalation. Wenn sehr empfindsamen Menschen und Menschenaltern besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird, dann ist die Inhalation von ätherischen Ölen eine sichere und zuverlässige Vorbeugung oder Behandlung von bronchopulmonalen Krankheitsbildern. Ätherische Öle können dabei als Vielstoffgemische viele günstige Effekte auslösen: antiinflammatorisch, antiobstruktiv, mukolytisch, antiviral, antibakteriell, antituberkulös, antimykotisch, Epithel regenerierend.

Die Verwendung von aromatischen Inhalationen wurde bereits 1982 von Cohen und Dressler untersucht. Sie konnten beobachten, dass sich durch die Inhalation von Eucalyptus globulus, α-Pinen, Eucalyptol, Kampfer und Menthol wichtige Parameter der Lungenfunktion, zum Beispiel die forcierte Vitalkapazität, das forcierte exspiratorische Volumen und die Kurve des alveolären Plateaus, signifikant verbesserten. Ferley und Mitarbeiter verwendeten 1989 bei insgesamt 182 stationären Patienten ätherische Öle wie zum Beispiel Pfefferminze, Gewürznelke, Thymian, Zimt, Zitrone, Majoran, Niaouli, Kiefer, Rosmarin und Lavendel erfolgreich als Inhalation gegen Bronchitis. Die günstigen Effekte von ätherischen Ölen bei Bronchitis beschränken sich aber nicht nur auf die Expektoration, sondern zusätzlich auf ihre antiviralen und antibakteriellen Wirkungen. Für die unterstützende Behandlung von Atemwegsinfektionen werden zusätzlich oft Inhalationen mit Weihrauch (Boswellia carterii) und Waldkiefer (Pinus sylvestris) verwendet.

In Studien von Charron (1997), Spear (1999) und Lockhart (2000) kamen Speiklavendel, Weihrauch und Lavendel, zum Beispiel als Inhalation, aber auch als 3-prozentige Mischung für eine Einreibung auf Brust und Rücken, zum Einsatz. Die geprüften klinischen Krankheitsbilder von Sinusitis über Asthma bis hin zur chronischen Bronchitis zeigten bei den meisten Patienten signifikante Verbesserungen. Zusätzlich konnten Stimmung, Schlafqualität und Lebensqualität gehoben werden. Gleichzeitig war eine deutliche Einsparung an Antibiotika zu beobachten.

In einer Studie von Pitcher (2001) erhielten zwanzig Patienten mit chronischer Sinusitis, von denen fünf Teilnehmer zusätzlich an Asthma litten, einmal täglich eine Inhalation mit unverdünnter Pfefferminze (Mentha piperita) über zehn Minuten sowie während der Nacht einen Wattebausch mit zwei Tropfen Pfefferminze. Die nasale Blockade, der Geruchssinn und der Schleimfluss in den Nasen-Rachenraum besserten sich deutlich. Die Anwendungsfrequenz von befreienden Nasentropfen nahm im Gegenzug ab. Bei späteren Sinusitis-Episoden griffen alle Teilnehmer wieder gerne zum Fläschchen mit Pfefferminze.

Inhalationen mit einer Mischung aus Eucalyptus globulus, Ravensara aromatica, Pinus sylvestris und Mentha piperita zeigten in einer kleinen kontrollierten Studie von Machon (2001) an acht Patienten in der Verumgruppe – drei Patienten bildeten die Kontrollgruppe – innerhalb von fünf Tagen eine freie Nasenpassage und ein klares Nasensekret. Die Inhalationen wurden dreimal täglich für zehn Minuten durchgeführt. In der Kontrollgruppe blieb hingegen die Nase blockiert und das Sekret grün.

Ätherische Öle bei Atemwegserkrankungen

  • Antimikrobielle Wirkung: Ravintsara, Manuka, Teebaum, E. citriodora, E. staigeriana, Thymian Ct. Linalool/Thujanol, Melissa officinalis, Palmarosa, Zitrone, Oregano, Myrrhe
  • Rhinitis-/Sinusitis-Öle: Basilikum, Zitrone, Eukalyptus, Rosmarin, Salbei, Weißtanne, Thymian, Speiklavendel, Zeder, Gewürznelke, Benzoe, Styrax, Cajeput
  • Angina tonsillaris-Öle: Bergamotte, Teebaum, Manuka, Cajeput, Zitrone, Salbei, Lavendel, Rosengeranie, Sandelholz
  • Antientzündliche Wirkung: Kamille blau, Schafgarbe, Rose, Palmarosa, fettes Argan- oder Sanddornöl, Weihrauch
  • Reizhusten-Öle: Niaouli, Zitronen-Eukalyptus, Eucalyptus staigeriana, Petit Grain, Rosmarin Ct. Verbenon, Römische Kamille, Basilikum, Fenchel, Anis, Benzoe, Styrax, Myrrhe
  • Regenerationsfördernde Wirkung: Kamille römisch, Lavendel fein, Melisse, Neroli, Bergamotte, Orange, Mandarine, Myrte, Petit Grain, Myrte (Myrtus communis Ct. Myrtenylacetat)
  • Durchblutung und Versorgung der Atemwege fördernde Wirkung: Rosmarin, Lorbeer, Niaouli, Cajeput, Schwarzer Pfeffer, Ingwer, Lavendel fein
  • Schleimlösende und expektorative Wirkung: Niaouli, Cajeput, Eukalyptus, Weihrauch, Myrte, Ravintsara, fettes und ätherisches Schwarzkümmelöl, Weißtanne, Ysop, Alant, Pfefferminze, Rosmarin Ct. Cineol, Waldkiefer
  • Anti-katarrhalische-Öle: Eucalyptus radiata, Eucalyptus globulus, Eucalyptus staigeriana, Rosmarin Ct. Verbenon/Borneon, Pfefferminze, Niaouli, Cajeput, Ysop (Hyssopus officinalis var. decumbens, Thymus vulgaris, Speiklavendel, Schopflavendel, Salbei, Fenchel, Waldkiefer (Föhre), Zeder, Weihrauch, Alant, ätherisches Schwarzkümmelöl, Benzoe, Styrax
  • Broncholytische Wirkung: Mandarine rot, Zypresse, Ysop, Zeder, Weihrauch, ätherisches Schwarzkümmelöl
  • Atemfunktion unterstützende Wirkung: Rosmarin, Kampfer, Silbertanne, Pfefferminze

Gebräuchliche Formen der Ölanwendungen zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten

  • Duftlampe
  • Inhalationen
  • Einreibungen auf Brust, Rücken und Füßen / Brustsalbe
  • Streichungen in Lymphknotenbe- reichen
  • Feuchte Kompressen / Wickel
  • Warme Ölkompressen / Wickel
  • Fußbäder
  • Sauna

Kleine Auswahl ätherischer Atemwegsöle

Cajeput (Melaleuca leucadendra): Erkältungs- und Schmerzöl

Charakteristik: immergrüner, bis zu 25 m hoher Baum, schmale, graugrüne, ledrige Blätter; Herkunftsorte: Nordaustralien, Indien, Philippinen, Malaysia und Molukken; Wasserdampfdestillation der Blätter und kleinen Zweigspitzen; 100 kg ergeben 1 kg Öl; gelbliches bis hellgrünliches ätherisches Öl duftet sanft und fruchtig nach einem Hauch von Eukalyptus und Nelke

Inhaltsstoffe: Oxide 50 – 65% (v.a. 1,8-Cineol), Monoterpene 25 – 40% (v.a. Pinene), Monoterpenole 6 – 15% (v.a. α-Terpineol), Sesquiterpene 3 – 5%, Sesquiterpenole bis 3 %

Wirkspektrum: antiseptisch, antibakteriell, stark antiviral, hustenreizmildernd, schleimlösend, auswurffördernd, durchblutungsfördernd auf die Atemwege, stark abwehrsteigernd, fiebersenkend, schmerzlindernd auf Nerven und Muskulatur, belebend, nervenstärkend, konzen- trationsfördernd

Anwendungsbereiche: Erkältungskrankheiten, Sinusitis, Bronchitis, Fieber, Neuritis, Schmerzen, Herpes labialis, Herpes zoster, Herpes genitalis, Muskelkater, rheumatische Beschwerden, Gicht, Ar- thritis

Nebenwirkungen: keine bekannt

Eukalyptus (Eucalyptus citriodora, Eucalyptus staigeriana)

Dieses sehr milde Öl zeichnet sich durch seinen zitronenartigen Duft aus und eignet sich hervorragend bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten, vor allem bei Kindern. Durch seine beruhigenden Inhaltsstoffe sind Anwendungen auch am Abend oder Wickel über Nacht empfehlenswert. Auch in punkto Raumluftreinigung und Insektenabwehr steht es dem Öl von Eucalyptus globulus um nichts nach.

Kontraindikationen: bei richtiger Anwendung keine bekannt

Eukalyptus (Eucalyptus globulus)

Sein Duft ist bekannt von Zahnpasten und Mitteln gegen Erkältungskrankheiten. Das Öl wird zur Raumluftreinigung und bei akuten Erkältungskrankheiten eingesetzt. Es besitzt eine stark antibakterielle (insbesondere gegen Staphylococcus aureus, Streptokokken, Pneumokokken) und aufputschende Wirkung. Bei Kindern und älteren Menschen sollten andere Eukalyptusarten (z. B. E. radiata, E. staigeriana, E. citriodora) eingesetzt werden.

Kontraindikationen: empfindliche Haut, Kinder mit spastischen Atemwegserkrankungen, Kinder unter sechs Jahren, Asthmatiker

Eukalyptus (Eucalyptus radiata)

Diese Eukalyptusart ist milder und weniger hautreizend als Eucalyptus globulus. Sein Wirkungsspektrum ist allerdings sehr ähnlich. Außerdem kann es prophylaktisch und längere Zeit bei chronischen Erkältungskrankheiten eingesetzt werden.

Kontraindikationen: Säuglinge, Kinder mit spastischen Atemwegserkrankungen, Asthmatiker

Gewürznelke (Syzygium aromaticum): „Blüten der Götter“

Charakteristik: großer, schlanker, bis zu 20 m hoher, stark belaubter, immergrüner Baum, ledrige, eiförmige Blätter; Herkunftsorte: Indonesien, Madagaskar, Tansanien, Sri Lanka und Malaysia; Wasserdampfdestillation der getrockneten Blütenknospen; ätherisches Öl ist gelblich und duftet kräftig würzig

Inhaltsstoffe: Eugenol 70 – 80 %, aromatische Ester 10 – 18 % (v. a. Eugenylacetat), Sesquiterpene 5 – 15 % (v. a. β-Caryophyllen), Monoterpene 2 %, Monoterpenole 1 %, Sesquiterpenoxide 1 %

Wirkspektrum: stark antibakteriell, antiviral, antimykotisch, entzündungshemmend, erwärmend, durchblutungsfördernd, entkrampfend, schmerzstillend, anästhesierend, immunstimulierend, tonisierend, uterustonisierend, verdauungsfördernd, anregend, stärkend, stimmungsaufhellend

Anwendungsbereiche: Erkältungskrankheiten, Bronchitis, Angina, Stomatitis, Zahnschmerzen, Verdauungsprobleme, Myogelosen, Arthritis, Gelenkschmerzen, rheumatische Beschwerden, Asthenie, Menstruationsbeschwerden, Geburtsvorbereitung

Nebenwirkungen: mögliche hepatotoxische Wirkung bei längerer oraler Einnahme, bei niedriger Dosierung äußerliche Anwendungen gute Verträglichkeit und geringes Allergisierungspotenzial, haut- und schleimhautreizend in konzentrierter Form, keine Anwendung in der Schwangerschaft wegen Tonisierung des Uterus (Ausnahme: sehr niedrige Dosierung)

Ingwer (Zingiber officinalis): die sanfte Essenz der scharfen Wurzel

Charakteristik: schilfartige Staude, bis zu 1,20 m hoch, orchideenähnliche Blüten; Herkunftsorte: tropisches Asien; Wasserdampfdestillation der Wurzeln (Rhizome); das hellgelbe ätherische Öl duftet würzig-fruchtig

Inhaltsstoffe: Sesquiterpene 60 – 65 % (v. a. Zingiberen), Monoterpene 15 – 20 % (v. a. Camphen, Limonen), Sesquiterpenole 2 – 3 % (v.a. Zingiberol), Monoterpenole 2 – 3 %, Monoterpenaldehyde 1 – 2 %, Oxide 2 %, Monoterpenketone in Spuren

Wirkspektrum: entzündungshemmend, antiviral, auswurffördernd, schmerzstillend, tonisierend, hautpflegend, stimmungsaufhellend, entspannend, aphrodisierend

Anwendungsbereiche: Bronchitis, neurovegetative Dystonie, Darmkrämpfe, prämenstruelles und klimakterisches Syndrom, Hautpflege, Stress, Libido- verlust

Nebenwirkungen: keine bekannt

Kampfer (Cinnamomum camphora)

Charakteristik: Der Kampferbaum ist ein immergrüner, bis zu 50 m hoch wachsender Baum, dessen aufrechter Stamm sich weiter oben in viele Äste knorrig verzweigt. Die in Büscheln stehenden, kleinen weißen Blüten duften süßlich-aromatisch. Aus dem Holz der 50 bis 60 Jahre alten Bäume wird natürlicher D-Kampfer (Japan-Kampfer) und das viel für industrielle Zwecke genutzte Kampferbaumöl gewonnen.

Inhaltsstoffe: Monoterpenketone 40 – 50 % (v.a. (+)-Borneon, Piperiton), Oxide 20 – 30 % (v. a. 1,8-Cineol, Linalool- oxid), Phenylether bis 18 % (v. a. Eugenolmethylether, Safrol), Sesquiterpenole in Spuren (α-Bisabolol, β-Bisabolol, t-Cardinol, Cubenol, Epicubenol), Sesquiterpene in Spuren (Chamazulen)

Wirkspektrum: stark stimulierend, stark analgetisch, antirheumatisch, hyperämisierend, mukolytisch, antiseptisch, aquaretisch

 

Anwendungsbereiche: Bronchitis, Asthenie, Muskelschmerzen, Neuralgien, Rheumatismus

Nebenwirkungen: keine Anwendung bei Babys, Kleinkindern, Schwangeren und Epileptikern sowie bei gleichzeitiger homöopathischer Konstitutionsbehandlung; Safrol und seine Metaboliten wirken hepatotoxisch (Borneokampfer [Dryobalanops camphora] = nicht toxisch)

Latschenkiefer (Pinus mugo)

Charakteristik: immergrüner Nadelbaum, paarweise angeordnete, bis 5 cm lange Nadeln; Herkunftsort: Alpenregion; Wasserdampfdestillation aus Nadeln und Zweigspitzen; farbloses ätherisches Öl duftet frisch nach Wald

Inhaltsstoffe: Monoterpene 75 – 85 % (v. a. Pinene bis 35 %, δ-3-Caren 18 %, [-]-Limonen), Ester 4 – 10 % (v. a. Bornylacetat), Sesquiterpene 2 – 5 %

Wirkspektrum: kortisonähnlich, entzündungshemmend, antiallergisch, schmerzstillend, krampflösend, kreislaufanregend, stärkt Nerven und Psyche

Anwendungsbereiche: Bronchitis, allergische Rhinitis, Gelenkentzündungen, Muskelschmerzen, Erschöpfungszustände, Rekonvaleszenz

Nebenwirkungen: keine in physiologischer Dosierung

Thymian Ct. Linalool (Thymus vulgaris Ct. Linalool)

Diese sehr milde Thymian-Sorte ist sowohl für Schwangere als auch für Kleinkinder geeignet. Seine Haupteinsatzgebiete sind Atemwegserkrankungen, vor allem Bronchitis, und Pilzinfektionen. Aufgrund seiner stark antibakteriellen Wirkung kann Thymian Ct. Linalool auch als Antibiotikum eingesetzt werden. Anwendung für Erwachsene: 1 bis 2 x täglich 1 Tr. Thymian Ct. Linalool oral auf einem TL Honig in 250 ml Wasser aufgelöst, schnell einnehmen (max. 3 Tage lang). Bitte beachten Sie die Dosierung – weniger ist mehr in der Aromatherapie!

Hauptwirkungen: antibakteriell, antimykotisch, antiviral, aphrodisisch, immunmodulatorisch, neurotonisch, uterotonisch

Anwendungen: Blasenentzündung, Bronchitis, Erkältungskrankheiten, Erschöpfung, Gastritis, Harnwegsinfekte, Mundschleimhauterkrankungen, Pilzinfektionen, Scheidenentzündung, Infektionen im Urogenitaltrakt

Kontraindikationen: Bei richtiger Dosierung keine bekannt

Thymian (Thymus vulgaris Ct. Thymol): ausgezeichnetes Antiseptikum

Charakteristik: Zwergstrauch mit vierkantigen Stängeln und kleinen Blättern, ährenförmiger Blütenstand mit rosa, blasspurpurnen oder weißen Blüten, Blütezeit Mai bis Juli; Herkunftsorte Südfrankreich, Spanien, Marokko, Türkei und Nordamerika; Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes, 120 kg ergeben 1 kg Öl; ätherisches Öl ist rötlich und duftet scharf-würzig

Inhaltsstoffe: Monoterpenphenole 30 – 55 % (v.a. Thymol), Monoterpene 20 – 40 % (v. a. P-Cymen), Monoterpenole 3 – 10 % (v.a. Linalool), Sesquiterpene 2 – 5 %, Oxide 2 % (1,8-Cineol)

Wirkspektrum: antibakteriell, antimykotisch, stark antiseptisch, entzündungshemmend, immunstimulierend, schleimlösend, auswurffördernd, bronchospasmolytisch, durchblutungsfördernd, blutdruckanregend, erwärmend, verdauungsfördernd, appetitanregend, schmerzstillend, anästhesierend, tonisierend, mobilisierend, stärkend

Anwendungsbereiche: Erkältungskrankheiten, Bronchitis, Pilzinfektionen, Blasenentzündung, Muskelverspannungen, Gelenkschmerzen, Arthrose, Asthenie

Nebenwirkungen: Vorsicht bei Schwangeren, Kleinkindern und Menschen mit empfindlicher Haut, bei purer Anwendung Haut und Schleimhaut reizend, sehr effektiv bereits in niedriger Dosierung, bei längerer oraler Einnahme möglicherweise hepatotoxisch

Quellen für „Erwärmende Öle für die kalte Jahreszeit“ (mit bestem Dank)

  • Ingrid Karner: Ausbildungsunterlagen zur/m ärztlich geprüften AromapraktikerIn, 2007/2008
  • Monika Werner / Ruth von Braunschweig: Praxis Aromatherapie, Haug-Verlag, 2006
  • Eliane Zimmermann: Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe, Sonntag Verlag, 2006
  • Shirley Price / Len Price: Aromatherapie – Praxishandbuch für Pflege- und Gesundheitsberufe, Verlag Hans Huber (Jürgen Trott-Tschepe), 2003
  • Maria Lis-Balchin: Aromatherapy Science, Pharmaceutical Press, 2006
  • Forum Essenzia: diverse Seminarunterlagen, 2004 – 2006
  • Unterlagen der Firma Feeling
  • The International Journal of Clinical Aromatherapy, diverse Ausgaben

 

 

 

 

 

 

 

 

Korrespondenz: Dr. Wolfgang Steflitsch Ärztlicher Leiter HIVmobil Lungenfacharzt, Otto Wagner Spital, Wien Präsident der ÖGwA Vorstandsmitglied des Dachverbandes österreichischer ÄrztInnen für Ganzheitsmedizin Klinischer Aromatherapeut Fußreflexzonentherapeut Tel: 0664/220 57 33 E-Mail:

Fazit für die Praxis
Unter Aromatherapie versteht man die kontrollierte Anwendung von ätherischen Ölen, um durch ihren positiven Einfluss Gesundheit zu fördern, Beschwerden zu lindern, Krankheiten zu behandeln und Rehabilitation und Rekonvaleszenz zu forcieren. Die Aromatherapie kann sowohl als eigenständige Therapieform wie auch als komplementärmedizinische Methode angewandt werden.

Zur Vorbeugung, Behandlung und in der Rekonvaleszenz von Erkältungskrankheiten bieten viele „erwärmende ätherische Öle“ in zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten ihre vielfältigen nützlichen und lindernden Effekte an. Ob akut verkühlt oder chronisch abwehrgeschwächt, die Aromatherapie besitzt „Mittel und Wege“ zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung, Stärkung und Heilung.
Foto: Andrea Hahn

Abb. 1: Ätherische Öle können als Vielstoffgemische zahlreiche günstige Effekte auslösen, so auch in der Prävention und Therapie von Erkältungskrankheiten.

Foto: Andrea Hahn

Abb. 2: Thymian

Foto: Aromapflegehandbuch, Bärbl Buchmayr, Evelyn Deutsch, Marlene Fink; 2007; Verlag Grasl

Abb. 3: Unter Aromatherapie versteht man die kontrollierte Anwendung von ätherischen Ölen – als eigenständige Therapieform und auch als komplementärmedizinische Methode

Dr. Wolfgang Steflitsch, Wien, komplementärmedizin 4/2008

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben