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Komplementärmedizin 11. September 2008

Ayurvedische Kräutermittel oft voller Schadstoffe

Eine Analyse von per Internet erworbenen ayurvedischen Kräutermitteln ergab, dass in jedem fünften Präparat giftige Substanzen wie Blei, Quecksilber oder Arsen in zum Teil drastischen Konzentrationen stecken. Von den rund 200 Produkten, die die Forscher der Universität Boston bei verschiedenen Internetanbietern bestellten, enthielten etwa 21 Prozent Metalle. Sämtliche Metallkonzentrationen dieser Waren überschritten jene Werte, bei denen eine Einnahme als unbedenklich gilt. Dies galt übrigens unabhängig davon, ob die Händler in den USA saßen oder in Indien.
Besonders stark belastet waren die sogenannten Rasa-Shastra-Präparate, bei denen Kräuter mit Metallen vermischt werden. Gerade bei diesen Waren überschritt eine Tagesdosis den Grenzwert oft um das 100- bis 10.000-Fache, wie die Forscher um Dr. Robert Saper vom Boston Medical Center im „Journal of the American Medical Association“ berichten; aber auch rein pflanzliche Mittel waren häufig stark belastet.
„Die Sicherheit der Öffentlichkeit sollte höchste Priorität haben“, fordert Dr. Robert Saper folglich. „Kräuter und Präparate, die viel Blei, Quecksilber und Arsen enthalten, sollten weder im Internet noch sonst wo erhältlich sein.“ (JAMA 2008; 300, 915-923).

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