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Neonatologie 22. November 2007

Verbessert Frühchen-Apnoe

Methylxanthin-Therapie kann die Folgen von Apnoe bei Frühgeborenen lindern und so die Häufigkeit von Behinderungen bei vorzeitig geborenen Kindern reduzieren (NEJM 2007, 357:1893-1902). Die Forscher sammelten die Daten von 1.900 Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht von 500 bis 1.250 Gramm. Die kleinen Patienten erhielten nach der Geburt randomisiert entweder Koffeintherapie oder Placebo. Die Therapie wurde innerhalb von zehn Tagen nach der Geburt begonnen und dauerte dann etwa bis zur 35. Woche (nach den letzten Menses vor der Gravidität gezählt).
Der primäre Outcome (Tod, Zerebralparese, kognitive Verlangsamung, Taubheit oder Erblindung) war in der Koffeingruppe signifikant seltener zu beobachten (40 Prozent mit Koffein vs. 46 Prozent ohne Koffein). Auch bei isolierter Betrachtung der Zerebralparese-Fälle zeigte sich eine signifikante Reduktion. Die Vorteile von Methylxanthintherapie überwiegen demnach jegliche Nachteile und Risiken bis zwei Jahre nach einer verfrühten Geburt, wie die Autoren betonen.

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