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Neonatologie 1. Juli 2008

Das neonatale Gerinnungssystem und die Vitamin K Mangelblutung – eine kurze Übersicht

Die vorliegende Übersicht versucht einen Bogen zu spannen von der Blutgerinnung und den Gerinnungsfaktoren des Neugeborenen über die Rolle des Vitamin K in der Gerinnung hin zu den verschiedenen Formen der Vitamin K Mangelblutung des Neugeborenen sowie deren Prophylaxe und Therapie. Gerinnungsfaktoren überschreiten nicht die Plazentabarriere, sondern werden vom Fetus gebildet. Bei der Geburt sind die Faktoren des Vitamin K-abhängigen Prothrombinkomplexes (II, VII, IX und X) sowie die Kontaktfaktoren XI und XII auf etwa 50 % des Erwachsenen-Normalwertes reduziert. Die Faktoren V, VIII, XIII und Fibrinogen dagegen liegen in ähnlicher Konzentration wie beim Erwachsenen vor. Die antikoagulatorischen Proteine wie Antithrombin, Protein C und Protein S sind signifikant erniedrigt. Plasminogen ist um etwa 50 % erniedrigt. Die Plättchen liegen im Erwachsenen-Normalbereich, sind jedoch hyporeaktiv. Die Konzentration des von Willebrand Faktors, der große Multimere aufweist, ist erhöht. Die Eigenschaften und die Funktionen von Vitamin K werden ebenso besprochen, wie der Bedarf und die Plasmakonzentrationen des Neugeborenen. Bei Darstellung der Vitamin K Mangelblutung wird die "alte" Nomenklatur beibehalten: frühe Form, klassische Form und späte Form. Für die Vitamin K Prophylaxe wird ein kurzer historischer Rückblick gegeben, anschließend werden die Vitamin K Plasmaspiegel nach gebräuchlichen Dosierungen beschrieben und schließlich wird die für Österreich empfohlene Prophylaxe wiedergegeben. Die für andere Länder gültigen Empfehlungen sind in einer Tabelle zusammengefaßt. Den Schluß stellt eine kurze Darstellung der Therapie der Vitamin K Mangelblutung dar.

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