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Neonatologie 1. Juli 2011

Frühgeburt: Der Einfluss auf die mütterliche Kontrollüberzeugung

In der vorliegenden Arbeit wurde erstmals die Kontrollüberzeugung von Krankheit und Gesundheit bei Müttern von Frühgeborenen untersucht und mit jener von Müttern Reifgeborener verglichen. Die mütterlichen Einschätzungen wurden auf drei Ebenen erhoben: Internale Ebene (der Krankheits- bzw. Gesundheitszustand ist von der Person selbst abhängig), sozial-externale Ebene (der Krankheits- bzw. Gesundheitszustand ist von anderen Personen abhängig) und sozial-fatalistische Ebene (der Krankheits- bzw. Gesundheitszustand ist von äußeren unkontrollierbaren Faktoren abhängig: Schicksal, Glück, Religion, … ). In der Studie nahmen 35 Mütter von Frühgeborenen (<32 SSW) und 35 Mütter von Reifgeborenen (≥37 SSW) teil, wobei die Datenerhebung innerhalb der ersten drei Tage nach der Geburt durchgeführt wurde. In der Kontrollüberzeugung von Krankheit und Gesundheit zeigte sich ein signifikanter Unterschied zwischen den Müttern von Früh- und Reifgeborenen im Bereich der sozial-fatalistische Ebene, während in den Bereichen der internalen und sozial-externalen Ebene keine signifikanten Unterschiede nachgewiesen werden konnten. Diese Einschätzung des Krankheits- bzw. Gesundheitszustandes von Müttern Frühgeborener, sollte in der mütterlichen Behandlung und Elternbetreuung miteinbezogen und berücksichtigt werden, um sowohl den unmittelbaren Kontaktaufbau zwischen Mutter und Kind zu unterstützen, als auch in weiterer Folge die zukünftige psychosoziale Entwicklung des zu früh geborenen Kindes zu gewährleisten.

Elisabeth Pichler-Stachl, Gerhard Pichler, Susanne Gramm, Heinz Zotter, Wilhelm Mueller, Berndt Urlesberger, Wiener klinische Wochenschrift 13/14/2011

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