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Kinder- und Jugendheilkunde 1. Jänner 2008

Mobiltelefone: Ist das Risiko für Kinder größer?

In den vergangenen Jahren hat die Benutzung von Mobiltelefonen durch Kinder immer mehr zugenommen, wobei der Nutzungsbeginn immer früher erfolgt. Dies führte zu Befürchtungen, dass Kinder einem höheren Risiko ausgesetzt sein könnten und ihnen die Benützung daher sogar verboten werden sollte. Empfehlungen von angesehenen nationalen und internationalen Komitees sind widersprüchlich und daher insgesamt für besorgte Eltern und Ärzte mehr verwirrend als hilfreich, aber dies kann erklärt werden. Es wird gezeigt, dass die unterschiedlichen Meinungen von derselben Datenlage abgeleitet werden und die unterschiedliche Art widerspiegeln, wie mit Unsicherheiten des Wissens umgegangen wird. Nach den Einschätzungen der internationalen Komitees und dem gesicherten Wissen über die Entwicklung von Kindern kann geschlossen werden, dass die bestehenden Grenzwerte einen ausreichenden Schutz gewährleisten. Im Vergleich zu den Erwachsenen sind jedoch Kinder je nach ihrem Alter einem relativ höheren potentiellen Risiko ausgesetzt. Wenn daher Erwachsenen empfohlen wird, ihre Exposition zu minimieren, so ist das für Kinder umso mehr gerechtfertigt. Ein Zirkelschluss muss jedoch vermieden werden: Die in der Ungewissheit begründete Vorsorge darf nicht als Beweis für das Bestehen eines realen Risikos missverstanden werden.

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