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Kinder- und Jugendheilkunde 6. Oktober 2016

Behavioural biomarkers of typical Rett syndrome: moving towards early identification

The dynamic course of Rett syndrome (RTT) is still said to begin with a period of apparently normal development although there is mounting evidence that individuals with RTT show behavioural peculiarities and abnormalities during their infancy. Their spontaneous general movements are abnormal from birth onwards. Normal cooing vocalisation and canonical babbling (if at all required) are interspersed with abnormalities such as proto-vowel and proto-consonant alternations produced on ingressive airstream, breathy voice characteristics, and pressed or high-pitched vocalisations. The gestural repertoire is limited. Certain developmental motor and speech-language milestones are not at all acquired or show a significant delay. Besides abnormal blinking, repetitive and/or long lasting tongue protrusion, and bizarre smiling, there are already the first body and/or hand stereotypies during the first year of life. We are currently on a promising way to define a specific set of behavioural biomarkers pinpointing RTT.

Zusammenfassung

Die vorherrschende Lehrbuchmeinung über die Pathogenese des Rett-Syndroms (RTT) ist immer noch so, dass die frühe Entwicklung annähernd normal verläuft, obwohl Ergebnisse aus Elterninterviews, -fragebögen, aber auch aus Videoanalysen belegen, dass Patientinnen mit RTT bereits im Säuglingsalter auffällig sind. Ihre Spontanbewegungen („general movements“) sind nicht altersadäquat und qualitativ abnormal; ihre frühen Vokalisationen (z. B. das Gurren und das kanonische Lallen) sind zumindest intermittierend auffällig mit alternierenden Protovokalen und Protokonsonanten bei einwärts strömender Luft, hauchiger, gepresster oder hoher Stimme; das Repertoire an kommunikativen Gesten ist limitiert; bestimmte motorische, soziokommunikative und sprachliche Meilensteine werden nicht oder nur mit großer Verzögerung erworben. Neben einseitigem Blinzeln, wiederholter und lang anhaltender Zungenprotrusion sowie bizarrem Lächeln kommt es bereits im ersten Lebensjahr zum Auftreten von Stereotypien des Körpers oder der Hände. Mit diesen Befunden nähern wir uns derzeit der Definierung eines spezifischen Spektrums an frühen Auffälligkeiten, die typisch für das RTT sein könnten.

Prof. Dr. Christa Einspieler, Michael Freilinger, Peter Marschik, Wiener Medizinische Wochenschrift 11/12/2016

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