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Zika-Virus-Ausbruch in Lateinamerika

Der seit Frühling 2015 bestehende  Zika-Virus-Ausbruch  in  Lateinamerika setzt sich weiter fort. Die Infektion  wird durch Stechmücken übertragen.

Ausbreitung in Lateinamerika

Infektionen mit dem Zika-Virus wurden  Anfang 2015 erstmals in Brasilien registriert,  die  ersten  auf  dem  südamerikanischen  Festland  insgesamt.  Brasilien   ist am stärksten betroffen, das Virus hat  sich  jedoch  auch  in  andere  Länder  Lateinamerikas ausgebreitet: Kolumbien, El  Salvador,  Französisch-Guayana,  Guatemala,  Haiti,  Honduras,  Martinique,   Mexiko,  Panama,  Puerto  Rico,  Paraguay, Suriname und Venezuela melden  ebenfalls Fälle. Charakteristisch für eine  Infektion  ist  das  Auftreten  eines  knotig-fleckigen  Hautausschlages,  begleitet von Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie einer Bindehautentzündung. Eine Schutzimpfung gibt es nicht. Parallel   kommen   in   Brasilien,    schwerpunktmäßig  im  Nordosten  des  Landes,  seit  Mitte  2015  vermehrt  Kinder  mit  Mikroenzephalie  zur  Welt.  Dabei  handelt  es  sich  um  eine  Fehlbildung des Schädels, die gekennzeichnet  ist  durch  einen  verminderten  Kopfumfang. Die Erkrankung geht mit einer unterschiedlich  stark  ausgeprägten  geistigen   Behinderung   einher.   Ursache  von  Mikroenzephalie  können  genetische  Defekte  oder  fruchtschädigende  Einflüsse  während  der  Schwangerschaft  sein,  etwa  Alkoholmissbrauch   oder  Infektionen  bei  der  Mutter.  „Die  brasilianischen Behörden haben einen  Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus-Ausbruch  und  den  Fehlbildungen   bei Neugeborenen bestätigt“, sagt Professor  Dr.  med.  Tomas  Jelinek,  Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für  Reisemedizin.  „Wie  die  Erkrankungen   genau  zusammenhängen  wird  derzeit   untersucht und auch mögliche andere  Ursachen  der  Fehlbildungen  müssen   ausgeschlossen werden.“ In den Jahren  2010 bis 2014 wurden in Brasilien jährlich  zwischen  150  und  200  Kinder  mit   Mikroenzephalie  geboren.  Aktuell  vermeldet das brasilianische Gesundheitsministerium 3530 Verdachtsfälle von Mikroenzephalie  im  Zusammenhang  mit   dem  Zika-Ausbruch,  der  Anfang  2015   begonnen hat. Derzeit untersuchen die  Behörden  auch  einen  Zusammenhang   zwischen dem Zika-Virus-Ausbruch und  Fällen von Guillian-Barré-Syndrom. Insgesamt  ist  das  Zika-Virus  noch  wenig  erforscht  und  in  vielen  Aspekten  noch   nicht vollständig verstanden.

Empfehlung des CRM

„Wir   empfehlen   Schwangeren   und    Frauen  mit  aktuellem  Kinderwunsch   – also bei einer möglicher Schwangerschaft – derzeit von nicht notwendigen  Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Virus-Ausbrüchen abzusehen“, empfiehlt  Professor  Jelinek.  Ist  eine  Reise  unvermeidbar, sollten sie sich unbedingt bei  einem  Reisemediziner  zu  Vorsorgemaßnahmen beraten lassen.  Reisende in die betroffenen Regionen sollten sich sorgfältig vor Mücken- stichen schützen, da keine Impfung gegen das Virus existiert. Der Überträger  des  Zika-Virus,  Stechmücken  der  Gattung  Aedes,  ist  tagsüber  und  in  der  Dämmerung  aktiv.  Die  Mücke  überträgt  auch  Dengue-  und  Chikungunya-Fieber. Um Mücken fern zu halten,  empfiehlt  das  CRM  Centrum  für  Reisenden helle, möglichst geschlossene  Kleidung zu tragen und freie Hautstellen mit Repellents zu schützen.   

Zika

Quellen: http://portalsaude. saude.gov.br/ index.php/ o- ministerio/ principal/ secretarias/svs/ noticias- svs/ 21016- ministerio-  da- saude-  confirma- relacao-  entre-  virus- zika-  e- microcefalia http://www. paho.org/ hq/ index. php? option= com_topics& view= article&id=427& Itemid= 41484& lang=en http://portal saude. saude.gov.br/ index. php/ o- ministerio/ principal/ secretarias/ svs/ noticias- svs/ 21519- ministerio-da- saude- atualiza- casos- suspeitos-  de- microcefalia http://ecdc.europa. eu/ en/publica- tions/ Publications/ zika-  virus- americas- association-  with- microcephaly- rapid- risk- assessment.pd

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