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Kinder- und Jugendheilkunde 14. Dezember 2015

Lärm auf Neugeborenen-Intensivstationen

Interventionen verbessern physiologische Parameter

Hintergrund: Im Jahr 2013 lag die Rate der Frühgeborenen in Österreich bei 8,2%. Durch den Einsatz von modernen technischen Geräten auf der Neugeborenen-Intensivstation (NICU) kann den Frühgeborenen die schützende Gebärmutter ersetzt werden. Lärm kann in dieser Phase folgenschwere Auswirkungen auf die Entwicklung des Frühgeborenen haben. Auch wenn es in den vergangenen Jahren auf NICU zu einer deutlichen Lärmreduktion gekommen ist, so kann noch nicht von einem ruhigen Umfeld gesprochen werden.

Ziel: Ziel dieser Arbeit war es, aufzuzeigen, ob Schulungsprogramme über Lärmreduktion für Fachpersonal auf NICU zu einer Verminderung des Lärmpegels führen können. Außerdem soll eruiert werden, ob das Tragen von Ohrschützern zu einer Verbesserung der physiologischen Parameter bei Frühgeborenen führen kann.

Methodik: Zwischen Juli 2014 und Februar 2015 wurde einerseits in der virtuellen Bibliothek der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol und andererseits in den Datenbanken PubMed sowie CINAHL und Academic Search Elite über die Suchoberfläche EBSCO-Host gesucht. Zusätzlich wurden das Directory of Open Access Journals über die UMIT-Bibliothek und Google Scholar zur Auffindung geeigneter Literatur verwendet.

Ergebnisse: Schulungsprogramme zur Lärmreduktion führen, in regelmäßigen Abständen gehalten, zu einer Veränderung im Verhalten des Fachpersonals und einem besseren Bewusstsein für Lärmquellen und Lärmauswirkungen. Das Tragen von Ohrschützern verbessert bei den Frühgeborenen physiologische Parameter wie Gemütszustände, motorische Reaktionen, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz deutlich.

Schlussfolgerung: Kontinuierliche Schulungsprogramme sollten ein fixer Bestandteil auf der NICU sein. Das Tragen von Ohrschützern führt großteils zu einer Verbesserung der motorischen Reaktionen, der respiratorischen Parameter und der Herzfrequenz der Frühgeborenen.

Abstract

Background: In 2013, the preterm birth rate in Austria was at 8.2%. Through the use of modern technical equipment in the neonatal intensive care unit (NICU) the protective womb can be replaced for preterm infants. Noise can have serious consequences for the development of preterm infants at this stage. Although in recent years a significant noise reduction on NICU can be noted, it is too early to speak of a quiet environment.

Objective: The objective of this study was to identify whether training programs on noise reduction for qualified staff on NICU can lead to a reduction of noise levels. Furthermore the aim was to determine whether wearing of earmuffs can lead to an improvement in the physiological parameters of premature infants.

Method: Between July 2014 and February 2015 a literature research was conducted in the virtual library of the University and State Library of Tyrol and in the databases PubMed and CINAHL and Academic Search Elite via the search interface EBSCO host. In addition, the Directory of Open Access Journals at the UMIT Library and Google Scholar were used for identifying useful literature.

Results: Periodically held training programs for noise reduction lead to a change in the behavior of the professional staff and a better awareness of noise sources and noise effects. Wearing earmuffs improved significantly physiological parameters in the preterm infants such as emotional states, motor responses, respiratory rate, oxygen saturation and heart rate.

Conclusions: Continuous training programs should be an integral part of the NICU. Wearing earmuffs leads to an improvement in the motor responses, the respiratory parameters and heart rate of premature infants.

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