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Kinder- und Jugendheilkunde 6. November 2015

Pädiatrische Heimbeatmung – practical approach

Außerklinische Beatmung stellt in der Kinderheilkunde einen Randbereich therapeutischer Konzepte dar. In Österreich nimmt der Anteil jener Kinder, die mit einer invasiven und nicht-invasiven Beatmung zu versorgen sind, deutlich zu, und auch die Herausforderungen, diese langfristig zu betreuen. Die Gruppe der neuromuskulären Erkrankungen machte die nahezu alleinige Indikationsgruppe aus. Früh- und Neugeborene mit fortbestehender respiratorischer Insuffizienz sind eine ansteigende Versorgungsgruppe und haben aufgrund zusätzlicher Komorbiditäten umfangreicheren Betreuungsbedarf. Kinder mit kongenitalen Dysmorphiesyndromen wurden häufig tracheotomiert, um den Atemweg zu sichern. Auch bei ihnen gewinnt die nicht-invasive Beatmung als Brücken- oder Langzeittherapie an Bedeutung. Kinder mit primären oder sekundären ZNS Erkrankungen leiden meist in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter an respiratorischen Komplikationen und schließlich an chronisch respiratorischer Insuffizienz. Hier kann die invasive oder nicht-invasive Beatmung eine deutliche Stabilisierung des Gesundheitszustandes und Verbesserung der Lebensqualität erzielen. Forschungsgeist, Erfahrung, entsprechende Betreuungsstrukturen und entsprechende Vernetzung machen Qualitäts- und Erfolgskriterien einer häuslichen Versorgung aus.

Abstract

Out-of-hospital ventilation represents only a marginal area of paediatric therapeutic concepts. In Austria, the proportion of children to be supplied with invasive and non-invasive ventilation increases significantly, together with the challenges of caring for their long-term demands. Neuromuscular diseases accounted for almost the sole indication group. Premature and newborn infants with persistent respiratory failures are an increasing group, needing more extensive care due to additional comorbidities. Children with congenital disorder have often been tracheotomised in order to secure their airway, and non-invasive ventilation as a bridge- or long-term therapy gains in importance more and more. Usually, infants with primary or secondary CNS disorders suffer from respiratory complications and eventually from chronic respiratory insufficiencies during adolescence or young adulthood. Here, invasive or non-invasive ventilation can contribute both to a significant stabilisation of health status and also quality of life. Spirit of research, experience, appropriate support structures, and appropriate networking constitute the most relevant quality- and success criteria for home care.

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