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Kinder- und Jugendheilkunde 6. November 2015

Auswirkungen von Schadstoffen der Außenluft auf den kindlichen Respirationstrakt

Die Exposition gegenüber konventionellen Schadstoffen in der Außenluft (NO2, PM10, SO2) hat in den vergangenen Jahrzehnten in Westeuropa durch Anstrengungen der Europäischen Union, Industrie- und Verkehrsemissionen zu reduzieren, mit Ausnahme der Ozonbelastung tendenziell abgenommen. Neuere epidemiologische Studien nutzen zunehmend die Technik geografischer EDV basierter Informationssysteme zur genaueren räumlichen und zeitlichen Expositionsabschätzung und zeigen negative Effekte ultrafeiner Partikel und elementarem Carbon auf den kindlichen Respirationstrakt. Kinder, die neben stark befahrenen Verkehrswegen aufwachsen, sind hier besonders betroffen. Die Auswirkungen umfassen sowohl respiratorische Symptome als auch eine Störung des Lungenwachstums. Die pränatale, intrauterine Belastung mit PM10 scheint zu Störungen der Lungenfunktion bei neugeborenen Kindern zu führen. Die Bedeutung von anderen organischen Verbindungen wie Phtalate, die in zahlreichen Kunststoffen vorkommen, oder Bisphenole ist derzeit unklar, erste Studien zeigen Einschränkungen der Lungenfunktion bei Kindern.

Summary

The exposure against common air pollutants such as NO2, PM10 and SO2 has decreased in the last decades due to efforts of the EC to reduce emissions of industrial or traffic related origins. However, ozone exposure demonstrates an upward trend. New epidemiologic studies use geographical information systems for a more precise special and temporal categorisation of exposure. They show adverse effects of ultrafine particles as well as elemental carbon on the respiratory system of children. Children growing up next to busy traffic routes are most affected. Adverse effects include respiratory symptoms as well as a delay in lung growth. Intrauterine exposure against PM10 seems to effect lung function in new borns. There is a lack of data about other organic substances widely used in synthetic materials in the outdoor air such as phthalates or bisphenols, some studies show detrimental effects.

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