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Kinder- und Jugendheilkunde 9. September 2014

Wege (in) der Kinder- und Jugendmedizin

Die 52. Jahrestagung der ÖGKJ fin - det heuer in Wien statt. Veranstaltungsort ist das Hörsaalzentrum der Med-UniWien am AKH. Unser Motto bei der Planung dieser Tagung war eine Anregung des Zukunftsforschers Matthias Horx „To simplify and to connect“ – in Bezug auf die Patientenbetreuung und, in Anlehnung an die universitäre Trias, in Bezug auf Forschung und Lehre.

Wege kranker Kinder und Jugendlicher

Wege verbinden: Daraus ergab sich unser Schwerpunktthema "Wege (in) der Kinder- und Jugendmedizin“. Bei der Präsentation krankheitstypischer Wege durch die Arbeitsgruppen der ÖGKJ in großen Plenarsitzungen wird das betroffene Kind mit seiner Familie in den Mittelpunkt gestellt, ebenso wie bei der Reflexion über schwierige Entscheidungsfindungen. Das Thema der Wege findet sich auch in den Sitzungen der Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie bzw. der Gesellschaft für Prä- und Perinatale Medizin, die wir zu unserer Tagung eingeladen haben.

Wissenschaft

Wir freuen uns, den diesjährigen PreisträgerInnen der ÖGKJ die Möglichkeit geben zu können, ihre wissenschaftlichen Arbeiten in den "Wissenschaftlichen Highlights" zu präsentieren. Posterwalks wird es keine geben - alle AutorInnen von wissenschaftlichen Abstracts werden in insgesamt 18 fokussierten Sitzungen - so genannten "Oral Abstract Presentations" ihre Ergebnisse in Kurzvorträgen vorstellen und diskutieren.

Lehre für Studierende und Elternedukation

Die Curriculumreform des Medizinstudiums hat auch Auswirkungen auf die Ausbildung zukünftiger KinderärztInnen. Daher haben wir einen Round Table zur pädiatrischen Lehre im gesamt - österreichischen Kontext geplant - im Sinne der verstärkten Kooperation der Universitäten und um bereits im Studium das für unser Fach Relevante zu übermitteln. Gute Information reduziert Angst und Unsicherheit. Es ist sehr erfreulich, dass nun österreichweit eine Gesetzesgrundlage vorliegt, die Pflegepersonen zur Elternedukation legitimiert. Dieser positiven Entwicklung wird mit einer vom Berufsverband der Kinderkrankenpflege organisierten Sitzung Rechnung getragen. Die 18. Herbsttagung der Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpfleger findet zeitgleich im AKH statt.

Wege der Kinder-und Jugendmedizin

Das Tagungsthema inkludiert auch die Wege unseres Faches, der Kinder- und Jugendmedizin, das Berufsbild des Kinderarztes bzw. der Kinderärztin, unser soziales Engagement und unsere zukünftigen Zielsetzungen im Kontext der Diversität unserer Gesellschaft. Warum entscheiden sich junge Kolleginnen und Kollegen für die Ausbildung in unserem Fach? Es sei die Breite des Fachs, das Ganzheitliche, der Blick in die Zukunft. Vor allem aber sei es die Freude, die Freude an der meist positiven Grundhaltung des Kindes und an der direkten Kommunikation ohne jegliche Umschweife in der Arzt- Patientenbeziehung. Außerdem: Kinderärztin/Kinderarzt zu sein sei ein Privileg. Ist es das tatsächlich? Informelle Gespräche mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Erwachsenenmedizin machen uns bewusst, dass dieses für die Zukunft notwendige „To simplify and to connect“ in der Kinder- und Jugendmedizin vergleichsweise gut funktioniert. Es gibt viele interdisziplinäre Kooperationen und multiprofessionelle Betreuungsmodelle. Und auch wenn die geglückte Kommunikation mit Eltern manchmal eine Herausforderung ist, so können wir als Kinderärztin/Kinderarzt doch meist eine positive Arzt- Elternbeziehung um das Kind herum aufbauen. Wahrscheinlich ist die Erklärung dafür ganz einfach: Es ist das Kind selbst, das uns allen vieles ermöglicht. Denn das Kind, um dessen Betreuung es in der Kindermedizin geht, ist letztlich direkt-indirekt auch der Mediator zwischen denen, die es betreuen. Vielleicht sind wir –so gesehen – doch privilegiert.

Eine schöne Tagung wünschen Ihnen: Arnold Pollak & Ulrike Salzer-Muhar

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