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Kinder- und Jugendheilkunde 9. September 2014

Kinderärzte machen mobil - der Erzähler

Woher kommen die schönen Geschichten und was bewirken sie? 


Wir unterhielten uns wieder mit Folke Tegetthoff , Märchendichter, Erzähler, Konzeptionist und Mitbegründer der Aktion.

Wir sprachen vor einem Jahr über die Aktion. Wie lief es für Sie?
Besser als erwartet! Die für mein ganzes Team schönste Zahl ist die, dass wir in den rund acht Monaten „Kinderärzte machen mobil“ Aktion gemeinsam mit unseren Partnern Eltern UND Kindern rund 450.000 Minuten* gemeinsame Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit schen - ken konnten – auf diese Zahl sind wir sehr stolz und sie sagt wohl alles!!!

Hatten Sie Rückmeldungen?
Sogar sehr viele! Wir waren und sind in ständigem Kontakt mit den Kinderärzten und Ärztinnen. Im März haben wir ALLE Kinderärzte angerufen, um den Status zu erheben, und konnten da auch sehr viel nützliche Informationen für die Weiterführung gewinnen. Im Juni erhielten alle Kinderärzte und Ärztinnen eine Postkarte mit den Informationen zu unserer großen österreichweiten Plakataktion.

Können sie unseren Lesern erzählen, was es mit dieser Plakataktion auf sich hat?
Was den Mitarbeitern der geschichtenbox da gelungen ist, ist nicht nur eine perfekte Unterstützung der gesamten Aktion, nicht nur eine, wie wir meinen, höchst positive Imagekampagne für die (Kinder-) Ärzteschaft, sondern ist auch zum allerersten Mal eine flächendeckende, österreichweite Kampagne zum Thema Vorlesen. Insgesamt 5.000 großflächige Plakate (auf Plakatwänden an den Straßen) werden in ganz Österreich plakatiert. Mit drei unterschiedlichen Sujets, bei denen es um die von allen Beteiligten angestrebte Bewusstseinsbildung geht, aber auch die Kinderärzte sehr positiv „beworben“ werden.

Hat die Aktion Eltern dazu verstärkt angeregt, ihren Kindern vorzulesen oder Geschichten zu erzählen?
Den sehr vielen, ausschließlich positiven Reaktionen der Eltern nach zu schließen, kann diese Frage eindeutig mit JA beantwortet werden. Wir haben gemeinsam etwas losgetreten, was bisher einfach nicht wahrgenommen worden war. Und das war ja genau der Grund der Kooperation: Wir lagen richtig, als wir sagten, nur der Kinderarzt, die Kinderärztin hat die Kompetenz und das Vertrauen, diese wichtige Botschaft zu verbreiten.

Wird das Konzept der Aktion für das zweite Jahr beibehalten oder gibt es Änderungen?
Wir arbeiten bereits an der Evaluierung und werden sicher sowohl die Form (Wertkarten und Broschüren) überarbeiten, als auch die Verteilung an und durch die Kinderärzte und Ärztinnen optimieren. Wir hoffen natürlich sehr, dass das Familienministerium die Aktion weiterhin unterstützt und es uns gelingt, einen Sponsor zu finden, um unseren Partnern diese wertvolle Aktion weiterhin kostenlos anbieten zu können.

Was ist die geschichtenbox.com?
Sie ist das perfekte und zeitgemäße Werkzeug, um allen, die mit Kindern zu tun haben, von Eltern bis zu Schulen, von Tagesmüttern bis zu Kindergärten, schnell und einfach Zugang zu qualitätsvollen, zeitgenössischen Geschichten zu ermöglichen. Es kann aus über 4000 Vorlesegeschichten gewählt werden, die man sich automatisch an den gewünschten Tagen per E-Mail zusenden lassen kann. Detaillierte Informationen finden Sie unter www.geschichtenbox.com.

Ist die Geschichtenbox für den User nur eine Entnahmestelle, oder kann man in die Geschichtenbox auch "einfüllen"?
Theoretisch ja – wesentliches Merkmal der geschichtenbox.com ist jedoch, dass wir an sich nur Geschichten von publizierten Autoren zur Verfügung stellen, die von unseren zwei Pädagoginnen geprüft und kategorisiert werden. Aber wenn die Geschichten unseren (hohen) Ansprüchen genügen, können es auch durchaus „Amateur“ Geschichten sein...

Was wünschen Sie sich für die Aktion „Kinderärzte machen mobil“?
Von den Kinderärzten und Ärztinnen wünschen wir uns, dass wirklich ALLE die Intentionen und die Wichtigkeit der Aktion verstehen – der Prozentsatz ist bereits sehr hoch – und damit die Wertigkeit und Nachhaltigkeit dieser präventiven Maßnahme erkennen. Und von den Eltern wünschen wir uns, dass sie dieses „Geschenk“ – im wahrsten Sinn des Wortes – zu schätzen wissen und erkennen, dass sie damit ihren Kindern etwas sehr Wichtiges für die Zukunft mitgeben.

Vielen Dank! Dr. R. Höhl

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