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Modell von Streptococcus pneumoniae
 
Kinder- und Jugendheilkunde 25. November 2013

Das Keimspektrum bei stationär aufgenommenen Kindern und Jugendlichen mit Community Acquired Pneumonia

Eine Untersuchung über drei Jahre in einem Schwerpunktkrankenhaus in Wien, Österreich.

Grundlagen - Es gibt keine aktuellen Daten über Epidemiologie und Morbidität von Kindern und Jugendlichen mit „Community Acquired Pneumonia“ (CAP) aus Wien, Österreich.

Ziel: Das Ziel der Studie war, Daten über Epidemiologie und Morbidität von Kindern zu gewinnen, die wegen CAP in einem Tertiärspital stationär aufgenommen waren.

Methodik: Während dreier Wintersaisonen wurden Kinder und Jugendliche in die Studie aufgenommen, die wegen CAP stationär waren. Im Rahmen der klinischen Routine wurden Tests auf Viren und Bakterien gemacht. Blutkulturen wurden abgenommen und mit Hilfe eines PCR Panels wurden respiratorische Viren, Mykoplasmen und Chlamydien gesucht. Symptome und Entzündungsparameter wurden dokumentiert.

Ergebnisse: Von 279 Kindern und Jugendlichen mit CAP wurde bei 190 (68 %) ein auslösendes Agens gefunden. Viren wurden bei 107 Patienten (57 %), Bakterien bei 58 (30 %) nachgewiesen, Koinfektionen bei 20 Patienten (10 %), Mykoplasmen oder Chlamydien in 16 (8 %) Fällen. Bei sieben Patienten war die Blutkultur positiv. C-reaktives Protein (CRP) war bei Kindern mit positivem Pneumokokken-Antigentest signifikant höher als bei jenen mit viralen Infekten und/oder Koinfektion. Klinische Parameter unterschieden sich nicht signifikant. Chlamydia pneumoniae und Mycoplasma pneumoniae wurden nur bei Kindern und Jugendlichen über 5 Jahre diagnostiziert.

Schlussfolgerungen: Die Suche nach Keimen bei CAP kann im klinischen Routinebetrieb eine hohe Ausbeute bringen. Blutkulturen sind kaum hilfreich, aber die molekulare Testung auf Viren lässt häufig eine Diagnose stellen.

Herbert Kurz, Hubert Göpfrich, Klaus Huber, Walter Krugluger, Friederike Asbott, Leila Wabnegger, Petra Apfalter, Christian Sebesta, Wiener klinische Wochenschrift 21/22/2013

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