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Kinder- und Jugendheilkunde 12. August 2013

Kinder wachsen rasant

Für ein gesundes Leben kommt es auf die richtige Zusammensetzung der Nahrung an.

Für ein gesundes Wachstum benötigen Kinder reichlich Energie, aber auch die richtigen Nährstoffe. So braucht der kindliche Organismus zum Beispiel für die Bildung stabiler, kräftiger Knochen ausreichend Calcium und Phosphor. Der Mineralstoff Eisen wird für die Bildung des roten Blutfarbstoffs und für das Wachstum von Muskeln benötigt. Das natürliche Spurenelement Jod eine reibungslose Arbeit der Schilddrüse ermöglicht und ist daher ebenfalls für Gesundheit und Wachstum unentbehrlich und die Rolle einer Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen ist unbestritten - die ausreichende Zufuhr sollte durch eine ausgewogene Ernährung abgedeckt werden.

Allerdings: Fertigmahlzeiten und einseitige Ernährung sowie Fast Food können immer wieder zu Mangelzuständen führen. Eine Reihe von Studien zeigt, dass Omega 3 Fettsäuren nicht nur für das Herzkreislaufsystem von gesundheitlichen Nutzen sind, sondern auch für den Stoffwechsel.

Mehrfach ungesättigte langkettige Omega-Fettsäuren sind essenzielle Bausteine des zentralen Nervensystems, die vom Körper nicht synthetisiert werden können. Der Organismus ist somit auf eine ausreichende Zufuhr von außen angewiesen, um eine ungestörte Entwicklung und Ausreifung des zentralen Nervensystems zu gewährleisten und die Aufrechterhaltung der neuronalen Integrität sicher zu stellen.

Umgekehrt können Mangelzustände von mehrfach ungesättigten Fettsäuren weitreichende Konsequenzen auf neurokognitive Funktionen haben. Omega 3 Fettsäuren spielen auf diesem Weg offenbar bei Aufmerksamkeitsdefiziten (ADHS) und Hyperaktivitätsstörungen eine wichtige Rolle.

So konnte gezeigt werden, dass Omega-3-Fettsäuren das im Gehirn verfügbare Dopamin erhöhen und damit wie die gängigen Stimulantien wirken, die zur Behandlung von ADHS eingesetzt werden. Die wissenschaftliche Diskussion geht derzeit davon aus, dass ein Mangel an essenziellen Fettsäuren in der frühen Kindheit besonders problematisch ist und rückt das ADHS im Vorschulalter daher vermehrt ins Zentrum der Betrachtung.

Omega-Fettsäuren - vielseitig wirksam

Klinische Nachweise für den Nutzen einer ausgewogenen Omega-Fettsäurenversorgung umfassen auch Besserungen bei Lern- und Verhaltensstörungen. Der Stoffwechsel der Hirn-Nervenbahnen bei Störungen der Aufmerksamkeit wird positiv beeinflusst.

Eine australische Studie konnte zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren schon im Säuglingsalter Allergien verhindern können. Diese erste Studie über die Verabreichung von Omega-3-Fettsäuren an Babys zeigte allerdings, dass die Erhöhung des Niveaus an Omega-3-Fettsäuren im Blut der Säuglinge im Vergleich zur Dosierung im Fischöl relativ gering ausfiel, was an der Verabreichungsmethode, an der Bioverfügbarkeit oder auch an der Absorption gelegen haben könnte.

Daher lautet der Vorschlag der australischen Forscher zumindest für stillende Mütter, selbst eine hohe Konzentration an DHA und EPA einzunehmen, um diese Omega-3-Fettsäuren effizienter über die Muttermilch weiterzugeben.

 

Quellen: http://www.omega-3-fettsaeuren.eu/studien.html

Prescott, Susan, l., et al., „Fish oil supplementation in early infancy modulates developing infant immune responses“, Clinical and Experimental Allergy, Volume 42, Number 8, Pages 1206-1216, doi: 10.1111/j.1365-2222.2012.04031.x

Springermedizin.at/ki, Apotheker Plus 6/2013

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