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Abb 2: Univ.-Prof. Dr. Arnold Pollak moderierte.

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Abb. 3 Prof. Dr. Jacob V. Aranda referierte.

 
Kinder- und Jugendheilkunde 16. Dezember 2012

Update Neonatologie

Frühgeborene standen im Mittelpunkt des Symposiums, das im November in Wien stattfand.

Chiesi Pharmaceuticals bringt mit seinen beiden Produkten Curosurf® und Peyona® nicht nur zwei starker Player in die Therapie von Frühgeborenen ein. Chiesi Pharmaceuticals kooperiert auch mit der Medizinischen Universität Wien und sponsert unabhängige Fortbildung für Neonatologen und Pflegepersonal in der Neonatologie.

Den hohen Stellenwert dieser Fortbildungen bewies das von Chiesi Pharmaceuticals initiierte eintägige Symposium „Update Neonatologie – news from the world", das heuer zum zweiten Mal in Wien abgehalten wurde. Mit dabei waren zwei weltbekannte Top-Experten – Prof. Aranda und Prof. Ramanathan –, die zum ersten Mal einen Vortrag in Österreich hielten. Über 100 Teilnehmer bestätigten das rege Interesse an dem umfangreichen Thema Neonatologie.

Coffeincitrat – ein starkes Mittel

„Eine der am besten untersuchten Substanzen in der Neonatologie ist Coffeincitrat", betonte Professor Dr. Jacob V. Aranda, Professor and Director of Neonatology and the NIH New York Pediatric Development Pharmacological Research Consortium, State University of New York Downstate Medical Center, Brooklyn, New York, USA, and Professor of Pediatrics, Pharmacology & Pharmaceutical Sciences, Wayne State Univ. School of Medicine and College of Pharmacy, Children’s Hospital of Michigan, USA.

Coffeincitrat reduziert die Intubation (29.1 vs 30wk, p <0.001); den Bedarf an positive airway pressure (31.0 vs 32 weeks ,p <0.001), die Dauer der zusätzlichen Sauerstoffgabe (33.6 vs 35.1 weeks; p <0.001); und den Bedarf antenataler Steroide (14.4% vs 20.2% p<0.001) (Schmidt et al N Engl J Med 2006;354:2112-21).

An Langzeiteffekten fänden sich laut Aranda im Vergleich zu Placebo eine geringere Mortalität oder Behinderung, eine geringere Rate von kognitiver Beeinträchtigung und von schwerer Retinopathie von Frühgeborenen (ROP). Schmidt et al N Engl J Med 2007;357:1893-1902 als Referenz

„Nach 30 Jahren klinischer Anwendung kann gesagt werden", schließt Aranda, „dass Coffeincitrat vermutlich das sicherste und kostengünstigste Medikament bei Neugeborenen darstellt."

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Abb 1: Das Symposium "Update Neonatologie" fand im Museumsquartier  in Wien statt.

Moderne Beatmung

Bei den allermeisten frühgeborenen Kindern ist eine Beatmung nicht zu vermeiden. Der immer noch am häufigsten verwendete Modus ist die druckkontrollierte Beatmung. „Wir wissen jedoch heute, dass Schäden an der Lunge nicht durch hohen Druck, sondern durch große Volumina verursacht werden", sagt Prof. Rangasamy Ramanathan, Professor für Pädiatrie, LAC+USC Medical Center & Children’s Hospital Los Angeles, University of Southern California, Los Angeles, Kalifornien, USA. Die volumenkontrollierte Beatmung stellt daher die am besten geeignete Beatmungsform für Frühgeborene dar. Mit Mikroprozessor-basierten Beatmungsgeräten gelingt heute eine erfolgreiche Beatmung schon kleinster Babys.

Sicheres Überleben garantiert

Beeindruckende Daten betreffend das Outcome sehr früh geborener Kinder kann die Abteilung für Neonatologie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien vorweisen, die von deren stv. Leiterin Univ.-Prof. Dr. Angelika Berger vorgestellt wurden: „2011 haben wir mit einer Überlebensrate von 89 Prozent bei Frühgeborenen der SSW 24–26 das allerbeste Ergebnis erzielt. Die Überlebensrate im Vermont Oxford Netzwerk liegt im Vergleich dazu bei diesen Kindern bei knapp über 70 Prozent."

Quelle: Originalpublikation Sonderheft CLINICUM 2012, MMA Verlag. Fotocredit Barbara Krobath

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