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Kinder- und Jugendheilkunde 16. Dezember 2012

Kleinkindernährung und Vitamin D

Neue Erkenntnisse weisen auf verschiedene präventive Wirkungen von Vitamin D hin. Daraus folgend wurden aktuell die Zufuhrempfehlungen für Vitamin D erhöht. Die Vitamin D-Versorgung von Kleinkindern ist jedoch defizitär. Eine neue Studie zeigt, dass eine angereicherte Kindermilch zur sicheren Versorgung beitragen kann.

Vitamin D und seine Bedeutung für die Gesundheit des Menschen haben in den letzten Jahren erhöhte Aufmerksamkeit in der Wissenschaft erfahren. Neben dem bedeutenden Einfluss auf den Knochenstoffwechsel rücken zunehmend neuere Erkenntnisse über mögliche präventive Effekte von Vitamin D in den Fokus. Chronische Vitamin D-Mangelzustände werden mit einem erhöhten Risiko unter anderem für das Auftreten von verschiedenen Karzinomen, Autoimmunerkrankungen sowie Diabetes mellitus Typ I und II in Verbindung gebracht. Besorgniserregend ist daher die unzureichende Versorgungslage von Kindern mit Vitamin D. Die Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts zeigten für die Altersgruppe drei bis sechs Jahre eine deutliche Unterversorgung an Vitamin D. „Für Österreich existieren leider keine Daten", so Prof. Dr. Karl Zwiauer, Vorsitzender der Ernährungskommission der ÖGKJ. „Aufgrund ähnlicher Ernährungsgewohnheiten kann man aber davon ausgehen, dass die unzureichende Versorgungssituation beim Vitamin D auch auf österreichische Kleinkinder zutrifft", so Zwiauer. In Anbetracht der Versorgungslage und der potenziellen Risiken eines Vitamin D-Mangels haben die Fachgesellschaften für Ernährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuell die Schätzwerte für eine angemessene Vitamin D-Zufuhr für Kinder und Jugendliche nach dem ersten Lebensjahr von 5µg/Tag auf 20µg/Tag vervierfacht. Das Erreichen dieser neuen Zufuhrempfehlungen muss bedingt durch eine mangelhafte endogene Synthese in der Haut aufgrund der geografischen Gegebenheiten, der Sonnenschutzempfehlungen und der geringen Auswahl an Vitamin D reichen Lebensmitteln als unrealistisch eingestuft werden. Im Rahmen einer Interventionsstudie konnte nun bei Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren gezeigt werden, dass der Konsum einer mit Vitamin D angereicherten Kindermilch verglichen mit fettarmer Kuhmilch in den Wintermonaten zu einer besseren Versorgung mit Vitamin D beitragen kann. Auch in den Sommermonaten erwies sich der Konsum der angereicherten Milch als sicher, das heißt es kam zu keiner Überversorgung mit Vitamin D.

Die in der Studie eingesetzte Kindermilch mit einer Konzentration von 2,9µg Vitamin D/100ml ist als HiPP Kindermilch Combiotik® 2+ erhältlich.

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Abb 1: Die Nährstoffzufuhr von Vitamin D bei Kleinkindern ist alles andere als ausreichend.

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Abb 2: Signifikant bessere Vitamin D Versorgung mit HiPP Kindermilch vs. Kuhmilch im Winterhalbjahr

(c) beide Bilder: HiPP GmbH & Co. Vertrieb KG

HiPP bietet mit seiner Kindermilch Combiotik® 2+ damit als erster Hersteller eine Kindermilch an, deren Nutzen in einer Studie nachgewiesen wurde: die Vitamin D-Versorgung von Kleinkindern kann damit insbesondere in den Wintermonaten wirkungsvoll unterstützt werden. Daneben entspricht das Produkt mit seiner verbesserten Rezeptur auch den Forderungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und des Bundesinstituts für Riskobewertung (BfR) an eine Kleinkindmilch. Mit dieser bisher einzigartigen Zusammensetzung zeigt HiPP einmal mehr seine Kompetenz im Milchnahrungssektor – für eine gesunde Entwicklung des Kindes.

Vitamin D – das Sonnenvitamin mit der großen Versorgungslücke bei Kindern

Vitamin D wird in der Haut mit Hilfe von UVB-Licht aus seiner Vorstufen gebildet und über Leber und Nieren in seine aktive Form umgewandelt. Bei optimaler Sonneneinstrahlung werden über diesen Weg etwa 90 Prozent des notwendigen Bedarfs gebildet. Nur etwa 10 Prozent werden exogen über die Nahrung aufgenommen.

Die Versorgungslage in Deutschland ist allerdings alles andere als ausreichend, speziell bei Kindern. Die Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts belegen für die Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen eine deutliche Unterversorgung. So lagen die Werte des 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D) im Serum im Mittel bei lediglich 17,6 ng/ml. Als wünschenswert werden Werte von mindestens 20 ng/ml angegeben. Die Daten für österreichische Kleinkinder sind vermutlich ähnlich einzustufen.

Vitamin D-Mangel – folgenschwerer als bisher vermutet?

Eine Unterversorgung an Vitamin D kann nach neueren Erkenntnissen schwerwiegende Folgen haben. Neben dem bedeutenden Einfluss auf den Knochenstoffwechsel rücken zunehmend auch präventive Effekte von Vitamin D in den Fokus. Die Zahl der Publikationen, in denen chronische Vitamin D-Mangelzustände mit einem erhöhten Risiko unter anderem für das Auftreten von verschiedenen Karzinomen, Autoimmunerkrankungen sowie Diabetes mellitus Typ I und II in Verbindung gebracht werden, steigt stetig an. In Anbetracht der Versorgungslage und der potenziellen Risiken eines Vitamin D-Mangels haben die Fachgesellschaften für Ernährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuell die Schätzwerte für eine angemessene Vitamin D-Zufuhr für Kinder und Jugendliche nach dem ersten Lebensjahr von 5µg/Tag auf 20µg/Tag vervierfacht. Auch die DGKJ hat in einer aktuellen Stellungnahme eine Erhöhung der Zufuhrempfehlungen ab dem zweiten Lebensjahr bei unzureichender Sonnenexposition auf 15µg/Tag empfohlen.

Wie kann die Vitamin D-Versorgung verbessert werden?

Das Erreichen dieser neuen Zufuhrempfehlungen muss bedingt durch eine mangelhafte endogene Synthese in der Haut aufgrund der geografischen Gegebenheiten, der Sonnenschutzempfehlungen und der geringen Auswahl an Vitamin D-reichen Lebensmitteln als unrealistisch eingestuft werden. Die Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten reicht für eine ausreichende endogene Synthese nicht aus, da die Sonnenstrahlen in einem flacheren Winkel einfallen und die für die Synthese notwendigen UVB-Strahlen von der Atmosphäre herausgefiltert werden. In den sonnigen Sommermonaten dagegen sind Kleinkinder oft mit Sonnenschutzprodukten eingecremt. Bereits die Verwendung von Lichtschutzfaktor acht verringert die endogene Synthese von Vitamin D um ca. 95 Prozent. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts USMedia Research gehen 84% der Kleinkinder nur eingecremt in die Sonne . So kommt es nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer zu einer unzureichenden endogenen Vitamin D-Synthese. Auch über die Ernährung ist kein Ausgleich zu schaffen, da nur wenige Lebensmittel wie Leber, Lebertran oder fetter Seefisch das Vitamin in nennenswerter Menge enthalten. Damit stößt man bei Kleinkindern auf wenig Akzeptanz. Die Anreicherung eines essenziellen Bestandteils der Kinderernährung, wie zum Beispiel der Milch, scheint daher ein guter Ansatz zur Verbesserung des Vitamin D-Status zu sein.

Aktuelle Studie zeigt: Kindermilch verbessert die Vitamin D-Versorgung

Im Rahmen einer prospektiven, randomisierten und doppel-blind kontrollierten Interventionsstudie mit initial 92 Kindern wurde überprüft, ob eine speziell angereicherte Kindermilch in den Wintermonaten zu einer Verbesserung der Versorgung mit Vitamin D beitragen und ob die Anreicherung über das gesamte Jahr hinweg als sicher angesehen werden kann.

Dazu erhielten Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren über zehn Monate entweder eine mit Vitamin D angereicherte Kindermilch (2,85 µg/100ml) oder eine fettarme Kuhmilch mit natürlichem Vitamin D-Gehalt (0,03 µg/100ml). Ziel war die Aufnahme von 400 I.E. Vitamin D in der Interventionsgruppe und 40 I.E. in der Kontrollgruppe, berechnet auf eine Tagestrinkmenge von 350 ml. Die Vitamin D-Versorgung unterschied sich zu Beginn der Studie in den beiden Gruppen nicht (21,2 vs. 21,8 ng/ml 25(OH)D). Nach der fünfmonatigen Winterperiode waren die Kinder der Kindermilch-Gruppe signifikant besser mit Vitamin D versorgt. Ihre Vitamin D-Spiegel lagen im wünschenswerten Bereich (25,7 ng/ml 25(OH)D). Die Kinder der Kontrollgruppe fielen dagegen in den Bereich des subklinischen Mangels ab (15,3 ng/ml 25(OH)D). Dieser signifikante Unterschied war zu beobachten, obwohl in beiden Gruppen im Mittel nur 70 Prozent der geforderten Trinkmenge konsumiert worden waren. Während der fünfmonatigen Sommerperiode erhöhte sich die 25(OH)D-Serumkonzentration in der Interventionsgruppe nur noch marginal auf 29,1 ng/ml. Es kommt demnach also nicht zu einer überschießenden Versorgung von Vitamin D durch Kindermilch im Sommer, wenn die Eigensynthese von Vitamin D über die Haut gesteigert ist. „Die Studie dokumentiert damit erstmals, dass eine Vitamin D-angereicherte Kindermilch den häufig zu beobachtenden Abfall der Vitamin D-Versorgung im Winter vorbeugen kann und auch in den Sommermonaten sicher ist", so Dr. Thomas Lamberti, niedergelassener Pädiater aus Mühlheim/Ruhr und einer der an der Studie beteiligten Kinderärzte bei der Vorstellung der Studie auf dem Österreichischen Kinderärztekongress am 27. September 2012 in Salzburg.

Das HiPP-Kindermilchsortiment – weil Milch für Kinder wichtig ist

Kleinkinder ab zwei Jahren können jetzt von der neuen HiPP Combiotik® Kindermilch 2+ mit verbesserter Rezeptur profitieren. Die Milch enthält extra viel Vitamin D und ist darüber hinaus auch mit Eisen und Jod angereichert. Um 50 Prozent reduziert ist dagegen der Eiweißgehalt im Vergleich zu Kuhmilch. Ansonsten orientiert sich das Produkt an den Inhaltsstoffen einer fettarmen Kuhmilch. Damit entspricht es den Empfehlungen der DGKJ und des BfR für eine Kleinkindmilch und kann dazu beitragen, Ernährungsdefizite bei Kleinkindern auszugleichen.

Als erster Hersteller bietet HiPP jetzt auch eine lactosefreie Kindermilch ab einem Jahr an. HiPP Combiotik® Kindermilch Lactosefrei ist streng lactosereduziert (Lactosegehalt <0,1g je 100ml) und damit selbst bei ausgeprägter Lactose-Unverträglichkeit sehr gut bekömmlich. Damit brauchen auch Kleinkinder mit einer Lactoseintoleranz nicht auf die wertvollen Inhaltsstoffe einer Kleinkindmilch nicht zu verzichten.

Weiterhin im Sortiment sind auch die HiPP Kindermilchen ab dem 12. Monat in Bio-Qualität. Die HiPP BIO Kindermilch sowie die HiPP Combiotik® Kindermilch enthalten alle, für das gesunde Wachstum notwendigen Nährstoffe in altersgerechter Zusammensetzung: Besonders wertvoll sind neben Calcium und Vitamin D auch essentielle Omega-3 Fettsäuren aus Rapsöl für Gehirn und Nervenzellen.

Die HiPP Combiotik® Kindermilch enthält darüber hinaus eine Kombination aus natürlichen Milchsäurekulturen (Lactobazillen), sowie natürliche Ballaststoffe, die - täglich getrunken - zu einer gesunden Darmflora beitragen. 

Kontakt:
Dr. Markus Brüngel
Leitung Wissenschaftliches Marketing
HIPP GmbH & Co. Vertrieb KG
Georg-Hipp-Straße 7
85276 Pfaffenhofen
Tel.: +49 (0) 8441 / 757-294
E-Mail:
Informationen: www.hipp-fachkreise.at

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