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Abb. 1: Mag. Georg Ziniel, Geschäftsführer des ÖBIG, hielt den Einführungsvortrag und brachte neben umfangreichem Datenmaterial auch gute Laune mit.

Abb2-Fliedl

Abb. 2: Primarius Dr. Rainer Fliedl zeigte engagiert, welchen Stellenwert die Kinder- und Jugendpsychiatrie haben sollte. 

 

 
Kinder- und Jugendheilkunde 16. Oktober 2012

"Das Kind zuerst"

Bericht von der 6. Jahrestagung der Politischen Kindermedizin

Die heurige Jahrestagung der PKM widmete sich unter dem Titel „Das Kind zuerst“ Problemen der kinder- und jugendmedizinischen Primärversorgung in Österreich. Damit wurde erstmals ein seit langem brennendes und trotzdem unbearbeitetes Thema aufgegriffen: Eltern sind unzufrieden mit der Erreichbarkeit von niedergelassenen Pädiatern, mit langen Wartezeiten, die Pädiater selbst sind unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen und den Honorarsystemen, Spitäler sind unzufrieden ob der überquellenden Ambulanzen und mit den dafür unzureichenden Ressourcen, es fehlt an klaren Kompetenzaufteilungen und Qualitätskriterien.

Abb3-Hofmarcher

Abb. 3: Links: MMag. Maria Hofmarcher, Gesundheitsökonomin; rechts: Dr.Christoph Klein, Stv. Generaldirektor des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger

Erstmals fand die Jahrestagung der PKM nicht in Salzburg statt, sondern die Organisatoren folgten der zum gleichen Termin in Klagenfurt festgelegten Veranstaltung des BM für Gesundheit zum Jahrestag der „Kindergesundheitsstrategie“ und verschränkten das Programm mit der ministeriellen Tagung, sodass eine Teilnahme an beiden Veranstaltungen möglich war. Das wurde von den Teilnehmern der 6. Jahrestagung auch genutzt.

Die Teilnehmerzahl war trotz des für viele deutlich schlechter erreichbaren Veranstaltungsortes im gewohnten Rahmen. Es gab eine dichte Arbeitsatmosphäre und viele Beiträge mit Neuigkeitswert, konzentrierte, konstruktive Diskussionen und ein äußerst kompetentes Teilnehmerfeld.

Abb4-Kerbl

Abb. 4: Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl begrüßte am Runden Tisch (von rechts): Dr. Veronika Wolschlager, BMG, Dr. Elke Jäger-Roman, Präsidentin der European Confederation of Primary Care Paediatricians, Dr. Dietmar Baumgartner, Fachgruppenobmann der Kinder- und Jugendärzte. (Nicht im Bild, jedoch Teilnehmer des Gesprächs am Runden Tisch: MMag. Maria Hofmarcher, Dr. Christoph Klein)

Das Thema wurde in drei Blöcken dargestellt: 

  • „Fakten, Daten, Probleme im Überblick“ mit einem äußerst engagierten Einführungsbeitrag von Mag. Georg Ziniel, Geschäftsführer des ÖBIG (Abb. 1) und Beiträgen aus der Sicht der Allgemeinmedizin, der niedergelassenen Pädiater, der Spitalsambulanzen und der Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • „Kindermedizinische Primärversorgung im internationalen Vergleich“ mit hochkarätigen Beiträgen von Dr. Elke Jäger-Roman, Berlin, Präsidentin der European Confederation of Primary Care Paediatricians, Prof. Dr. Jochen H.H. Ehrich, Hannover, der sich wegen einer akuten Verhinderung von Prof. Franz Waldhauser vertreten lassen musste, und MMag.a. Maria M. Hofmarcher, Gesundheitsökonomin
  • „Modelle und Alternativen” mit Positivbeispielen aus den verschiedensten Versorgungsebenen.

 

Schließlich leitete der Präsident der ÖGKJ, Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl, in gewohnt pointierter Art eine Round Table-Diskussion mit dem Titel „Alles, sofort und kostenlos ?!?“, an der neben Jäger-Roman und Hofmarcher noch der Fachgruppenobmann Dr. Dietmar Baumgartner, Dr. Christoph Klein, Stv. Generaldirektor des Hauptverbandes der österr. Sozialversicherungsträger und Dr. Veronika Wolschlager, Projektleiterin „Kindergesundheitsstrategie“ im BMG, teilnahmen.

Zum Inhalt darf vorweggenommen werden, dass die Beiträge einen großen Informationsgehalt und hohe Qualität hatten - sie werden daher Anfang 2013 in einem Supplement der „Pädiatrie und Pädologie“ erscheinen und damit allen Lesern zugänglich sein. Für besonders Eilige stehen die meisten Präsentationen bereits jetzt auf www.polkm.org zur Verfügung.

www.polkm.org

Dr. Rudolf Püspök, Pädiatrie & Pädologie 6/2012

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