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Ist es eine Pneumonie? Ultraschall kann die Diagnose sichern.
 
Kinder- und Jugendheilkunde 4. Februar 2013

Schallen oder röntgen?

Besteht bei einem Kind der Verdacht auf Pneumonie, kann die Erkrankung mit hoher Sicherheit per Ultraschall bestätigt werden.

Typische Ultraschallbefunde einer Lungenentzündung – konsolidierte Parenchymabschnitte und ein ausgeprägtes Bronchoaerogramm – wurden schon vor mehr als 25 Jahren bei erkrankten Kindern beschrieben. Jetzt bestätigt eine Studie, dass die Sonografie eine wertvolle Ergänzung der körperlichen Untersuchung darstellt. Klinikärzte waren bereits nach einem einstündigen Training in der Lage, Pneumonien bei Kindern und Jugendlichen schnell und mit hoher Treffsicherheit zu erkennen.     

An der Studie waren 200 Kinder und Jugendliche (mittleres Alter: 3 Jahre) beteiligt, bei denen der Verdacht auf Pneumonie bestand. Röntgenologisch bestätigte sich der Verdacht bei 36 Studienteilnehmern (18%). Per Ultraschall wurde bei 49 Patienten (24,5%) eine Pneumonie diagnostiziert.

Insgesamt hatte der Ultraschall eine Sensitivität von 86 Prozent und eine Spezifität von 89 Prozent. Wenn nur Patienten mit Lungenkonsolidierungen über 1cm berücksichtigt wurden, betrug die Spezifität – bei unveränderter Sensitivität – sogar 96 Prozent.

Shah VP et al.: Arch Pediatr Adolesc Med. 2012;():1-7; doi:10.1001/2013.jamapediatrics.107

springermedizin.de, Ärzte Woche 6/2013

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