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Kinder- und Jugendheilkunde 4. Oktober 2012

Weltweiter Rückgang der Kindersterblichkeit

UNO-Kinderhilfswerk UNICEF: Seit 1990 konnte ein Minus von 41 Prozent erreicht werden.

Ein aktuell veröffentlichter UNICEF-Bericht zeigt große Fortschritte im Kampf gegen die Kindersterblichkeit in dieser Welt. Starben 1990 noch mehr als zwölf Millionen Kinder unter fünf Jahren, waren es 2011 6,9 Millionen. Das entspricht einem Rückgang von 41 Prozent.

Die weltweite Kindersterblichkeit ist den Angaben zufolge von 87 Todesfällen auf 1.000 Lebendgeburten (1990) auf 51 im Jahr 2011 gesunken Trotz dieser Fortschritte bei Kindern unter fünf Jahren werde aber das Millenniumsziel, die Kindersterblichkeit bis 2015 um zwei Drittel zu senken, verfehlt, hieß es.

Der Rückgang der Kindersterblichkeit konnte weltweit beobachtet werden. Sowohl in armen Ländern wie Bangladesch, Liberia oder Ruanda, solchen mit mittlerem Einkommen wie Brasilien oder Türkei als auch in Ländern wie dem Oman ging die Sterblichkeit um mehr als zwei Drittel zurück. Jedoch sterben auf der Welt noch immer jeden Tag 19.000 Kinder unter fünf Jahren. 80 Prozent dieser Todesfälle konzentrieren sich auf Südasien und den afrikanischen Kontinent südlich der Sahara.

Die Hälfte der Todesfälle ereignete sich in fünf Ländern: An der Spitze liegt Indien mit 24 Prozent vor Nigeria mit elf Prozent. Danach folgen die Demokratische Republik Kongo, Pakistan und China. Ein Drittel der Todesfälle ist auf Unterernährung zurückzuführen. Lungenentzündungen und Durchfall sind der Ursprung für 30 Prozent der Todesfälle bei Kindern.

Infektionen treffen überproportional die arme und verletzliche Bevölkerung, die sich nicht behandeln lassen kann und auch keinen Zugang zu Prävention hat. Diese Todesfälle wären laut UNICEF fast alle vermeidbar. „Um Leben zu retten, brauchen wir Impfstoffe, eine angemessene Ernährung und medizinische Hilfe“, sagte UNICEF-Generalsekretär Anthony Lake. Die internationale Gemeinschaft verfüge über die Technologien und das Wissen. Die Herausforderung sei, diese auch jedem Kind zur Verfügung zu stellen.

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