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Stillen erhöht das Risiko für Allergien gegen Nüsse

Bei Zufütterung in den ersten sechs Lebensmonaten ist die Gefahr geringer.

Kinder, die in ihren ersten Lebensmonaten nur gestillt werden, haben einer australischen Studie zufolge ein erhöhtes Risiko, später an einer Allergie gegen Nüsse zu leiden. Die Untersuchung stütze die These, dass das Stillen allein keine schützende Wirkung vor einer Nussallergie habe, sondern vermutlich sogar ursächlich dafür sein könne, sagte der australische Wissenschaftler Marjan Kljakovic, dessen Studie am Donnerstag im "International Journal of Pediatrics" veröffentlicht wurde. Zahlreiche Studien hätten bereits auf einen solchen Zusammenhang hingewiesen.

Für die Studie wurden in Australien die Eltern von 15.000 Kindern an 110 Schulen befragt. Demnach war das Risiko einer Nussallergie bei Kindern, die in den ersten sechs Monaten nur gestillt wurden, anderthalb Mal höher als bei Kindern, die schon früher andere Nahrung und Flüssigkeiten erhielten. Den Forschern zufolge sind Allergien gegen Nüsse für die meisten der tödlichen allergischen Reaktionen verantwortlich. Deshalb sei es wichtig zu verstehen, welchen Einfluss die Ernährung dabei spielen könnte, sagte Kljakovic.

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