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Lange Latenzzeit als Charakteristikum "importierter Malaria" bei Kindern in einem städtischen Krankenhaus in Wien

Malaria ist noch immer die wichtigste parasitäre Infektionskrankheit. 2010 gab es rund 216 Millionen Neuerkrankungen weltweit, 91 Prozent davon wurden von Plasmodium falciparum verursacht.Die meisten Fälle traten in Afrika (81 Prozent), gefolgt von Südostasien (13 Prozent) auf. 2010 verstarben 655.000 Menschen an Malaria, wobei es sichb ei 86 Prozent um Kinder unter fünf Jahren handelte.

Als importierte Malaria bezeichnet man eine im Ausland akquirierte Infektion, die im Heimatland zur Erkrankung führt.

Abstract der auf SpringerLink im Volltext befindlichen Originalarbeit (siehe Link unten):

GRUNDLAGEN: Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit und wichtigste parasitäre Infektionskrankheit der Welt. In Zeiten hoher Reisetätigkeit und Migration ist auch in Mitteleuropa mit Malariaerkrankungen auch bei Kindern und Jugendlichen zu rechnen.

METHODIK: Wir berichten über 4 Malariafälle, welche an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des Donauspitals, eines Schwerpunktkrankenhauses in Wien, diagnostiziert und behandelt wurden.

ERGEBNISSE: In allen Fällen war die Latenz- bzw. Inkubationszeit mit bis zu einem Jahr sehr lange, was die Diagnose einer Malaria zunächst als unwahrscheinlich erscheinen ließ.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Angesichts langer Latenz- bzw. Inkubationszeiten und nicht immer verlässlich erhebbarer Anamnesen muss bei allen Kindern nach Auslandsaufenthalten in malariagefährdeten Gebieten, auch wenn diese schon lange zurückliegen, an eine Malariaerkrankung gedacht werden, um raschestmöglich die Diagnose zu stellen und die Therapie einzuleiten.

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