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Fotos (3): Herz-Jesu Krankenhaus
Ableitungen von Körperfunktionen während einer Schlafepoche im Schlaflabor.

Prof. Dr. Reinhold Kerbl, Vorstand der Abteilung für Kinder und Jugendliche am LKH Leoben.

Dr. Katharina Mühlbacher leitet das Schlaflabor im Herz-Jesu-Krankenhaus in Wien

 
Kinder- und Jugendheilkunde 21. Februar 2012

Schnarchende Kinder

Auch sehr junge Menschen können bereits nächtliche Atemaussetzer haben.

Gefahren des Obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms (OSAS), aber auch Informationen über dessen Diagnose und Therapie wurden Ende Jänner am 1. Schlafmedizinischen Symposium im Wiener Herz-Jesu-Krankenhaus präsentiert.

 

Die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche in der Behandlung der Schlafapnoe wurde am 28. Jänner im Herz-Jesu-Krankenhaus betont.

Neue Erkenntnisse brachte der Vortrag von Prof. Dr. Reinhold Kerbl, Leiter der Abteilung für Kinder und Jugendliche am Landeskrankenhaus Leoben: „Zehn Prozent aller Kinder schnarchen, davon haben 20 Prozent ein behandlungsbedürftiges OSAS.“ Diesen zwei Prozent der Kinder kann nur im Schlaflabor eine verlässliche Diagnose gestellt werden – eine Voraussetzung für eine effiziente Behandlung.

„Der Bedeutung und Diagnose von OSAS in der Kinder- und Jugendmedizin wurde bisher nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt“, sagte Dr. Katharina Mühlbacher, Pneumologin und zuständig für das Schlaflabor im Herz-Jesu-Krankenhaus, wo der Schwerpunkt auf der Abklärung von Atemaussetzern im Schlaf mittels Polysomnographie liegt.

Je nach Ausprägungsgrad der Schlaf- und Atemstörung lässt sich die Lebensqualität des Patienten mittels einfacher Therapie, vom Medikament bis hin zur Atemmaske, rasch dramatisch verbessern. Das Krankenhaus teilt mit, dass durch die Kapazitäten seines Schlaflabors die Wartezeiten für Patienten gering gehalten werden können.

Quelle: Herz-Jesu-Krankenhaus.

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