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Kinder- und Jugendheilkunde 26. Jänner 2012

Psychotherapie für Kinder: Nachfrage -Boom in NÖ

Gerade jetzt in der stressigen Prüfungszeit vor den Semesterferien ist die Nachfrage bei den psychotherapeutischen Angeboten beim NÖ Hilfswerk noch höher. "Wir haben derzeit viel mehr Anfragen als finanzierte Betreuungsplätze. 100 Kinder stehen derzeit auf der Warteliste", bekräftigt Elke Fuchs, Geschäftsbereichsleiterin von "Kinder, Jugend und Familie". Tendenz steigend. Im Vergleich zum Jahr 2010 hat sich die Anzahl der Kinder auf der Warteliste verdoppelt. "Wir sind in Kooperation mit der NÖ Gebietskrankenkasse und der BVA bestrebt, für alle Kinder einen finanzierten Therapieplatz zu bekommen", sagt Elke Fuchs.


Scheidung, Leistungsdruck, Armut

Depressionen zählen zu den meistverbreiteten psychischen Krankheiten in Österreich. Immer mehr leiden auch Kinder und Jugendliche an seelischen Störungen und depressiven Verstimmungen. Allein im NÖ Hilfswerk arbeiten insgesamt 50 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten jährlich 7000 Stunden mit Kindern und Jugendlichen. Die Ursachen sind vielfältig: Hohe Scheidungsraten, soziale Armut und hoher Leistungsdruck in der Schule sind nur einige davon.


Abklärung bei Verhaltensänderungen

Einschneidende Erlebnisse wie Erkrankungen in der Familie, ein Wohnortwechsel, ein Schulwechsel oder der Tod eines Haustieres können im Leben von Kinder und Jugendlichen tiefe Spuren hinterlassen. Psychotherapie hilft aber nicht nur bei traumatischen Erlebnissen, sondern bei den unterschiedlichsten Problemen. Wenn schulische Leistungen abfallen, wenn sich das Verhalten merkbar verändert oder wenn sich das Kind immer mehr zurückzieht, sollten die Eltern auf jeden Fall diagnostische Abklärung in Anspruch nehmen. Das NÖ Hilfswerk bietet auch dazu Hilfe für die Betroffenen an. Ziel ist es, die Entwicklung des Kindes zu fördern und die psychische Gesundheit zu stabilisieren.


Außerdem sucht das NÖ Hilfswerk immer nach Spendern und Gönnern, um noch mehr Kindern und Jugendlichen helfen zu können.

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