zur Navigation zum Inhalt
 
Kinder- und Jugendheilkunde 27. September 2011

Rotavirus: Impfung nützt Nichtgeimpften

Werden Säuglinge und Kleinkinder gegen Rotaviren geimpft, profitieren auch die Älteren. Langfristig senkt das die Kosten.

In den USA werden seit fünf Jahren Säuglinge und Kleinkinder gegen Rotaviren geimpft. Eine Studie der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hat nun ergeben: Nicht nur die Impflinge profitieren von der Schluckimpfung. Positive Effekte zeigen sich vielmehr auch bei nicht geimpften 5- bis 24-Jährigen. Bei ihnen sinkt nach den aktuellen Daten die Zahl der Klinikeinweisungen aufgrund von Rotavirus-Gastroenteritiden. Das relative Risiko im Vergleich zur Vor-Impfzeit beträgt in dieser Altersgruppe nur noch 35 Prozent. Das zeige, dass es bei den über 5-Jährigen eine bisher unterschätzte Krankheitslast durch Rotaviren gibt, folgern die US-Autoren.

Insgesamt seien durch die Rotavirus-Impfung 2008 über 66.000 Klinikeinweisungen wegen Gastroenteritiden verhindert worden, über 10.000 davon entfielen auf die Altersgruppe der nicht geimpften 5- bis 24-Jährigen.

Lopman B. A. et al.: Journal of Infectious Diseases 2011; 204: 980–6; doi:10.1093/infdis/jir492

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben