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Masernschutz hängt von der Einstellung des Arztes ab

Ansicht der Eltern fällt im Vergleich weniger ins Gewicht.

Die Einstellung eines Arztes zu Impfungen hat wesentlichen Einfluss darauf, ob seine Patienten die empfohlenen Masern-Impfungen bekommen oder nicht. Das hat eine Studie in Münster ergeben.

 

Für ihre Studie haben Dr. Axel Iseke und seine Kollegen vom Gesundheitsamt in Münster für die Stadt Daten der Landesimpfkampagne Masern 2007/2008 (Nordrhein-Westfalens) mit Daten der Schuleingangsuntersuchungen aus dem Schuljahr 2002/2003 miteinander verglichen. Das berichtet der deutsche Impfbrief online.

Die Impfraten bei der Einschulung hatten sich in dem Fünf-Jahreszeitraum deutlich verbessert: Von 87 auf 97 Prozent für die erste und von 19 auf 86 Prozent für die zweite Masernimpfung, die für den kompletten Schutz notwendig ist.

Die Einstellung des betreuenden niedergelassenen Arztes habe einen entscheidenden Einfluss darauf gehabt, ob die in der Einschulungsuntersuchung vor zehn Jahren aufgezeigten Impflücken bei einem Kind geschlossen wurden oder nicht, berichtet Iseke.

Bei der späteren Datenerfassung waren von den Kindern, die von „Vielimpfern“ betreut wurden, etwa 90 Prozent zweimal gegen Masern geimpft worden. Bei Kindern, die von „Wenigimpfern“ betreut wurden, hatten zu diesem Termin nur 43 Prozent den kompletten Schutz.

Die Einstellung des Arztes hatte nach der Untersuchung einen deutlich stärkeren Einfluss auf den Impfstatus der betreuten Kinder als andere Variablen wie zum Beispiel Migrationshintergrund, Einstellung der Eltern zu Impfungen oder soziale Ressourcen der Familie.

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