zur Navigation zum Inhalt
© photos.com
Abb. 1: Tag für Tag werden hunderte Kinder weltweit Opfer von Kindesmisshandlung, Vernachlässigung und Missbrauch.
© photos.com

Abb. 2: Nicht unbedeutend ist neben der medizinischen Therapie die Lösung der belastenden psychosozialen Situation der betroffenen Familie.

© photos.com

Abb. 3: Das klinische Kinderschutzteam muss eng interdisziplinarisch zusammenarbeiten, um Gewalt am Kind schnell und sicher zu diagnostizieren, zu behandeln und im Weiteren zu verhindern.

 

Lost in Translation?

Kooperation im Kinderschutz

Tag für Tag werden hunderte Kinder weltweit Opfer von Kindesmisshandlung (KM), Vernachlässigung und Missbrauch (KMB). Die UNICEF geht von jährlich 3500 toten Kindern in den Industrienationen aus, welche an den Folgen von Misshandlung oder Missbrauch sterben mussten.

In Österreich werden jedes Jahr im Durchschnitt 785 Fälle von Gewalt am Kind bei der Polizei angezeigt. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Arten von Gewalttaten wurden zwischen 2003 und 2008 zwischen 86 Prozent und 100 Prozent dieser gemeldeten Fälle auch aufgeklärt. Über einen Zeitraum von 5 Jahren hatten wir in Österreich 66 Fälle von tödlichem Ausgang bei Kindesmisshandlung- oder missbrauch bei Kindern unter 15 Jahren zu verzeichnen. Wir müssen davon ausgehen, dass die Zahl der nichtgemeldeten Fälle um vieles höher ist – es wird geschätzt, dass jedes 10. Kind Opfer von KM und KMB wird. Der Alltag der Kinderchirurgen, Pädiater und Hausärzte zeigt dementsprechend zahlreiche Verdachtsmomente auf, in denen geschulte Ärzte Ungereimtheiten der Verletzungsmuster, verzögertes Aufsuchen des Arztes und nicht passende Unfallmechanismen erkennen.

Kinderschutzgruppen

Laut Gesetz sind Krankenanstalten mit Kinderabteilungen verpflichtet, Kinderschutzgruppen zur Verfügung zu stellen, deren Mitglieder einen Pädiater, Kinderchirurgen, Psychiater sowie Krankenpflegepersonal und Psychologen und/oder Psychotherapeuten inkludieren.

Im Team dieser Kinderschutzgruppen wird gemeinsam alles unternommen, um die jeweilige Situation der betroffenen Kinder richtig einzuschätzen und die notwendigen Schritte zu setzen. Nicht unbedeutend ist hier neben der medizinischen Therapie die Lösung der belastenden psychosozialen Situation der betroffenen Familie. Da Kindesmisshandlung nicht nur in den betroffenen Familien, sondern auch in den betreuenden Ärzten, Pflegern und Sozialarbeitern die unterschiedlichsten Reaktionen auslöst, wäre eine Einzelperson oft überfordert, die Entscheidungen über das jeweilige Procedere alleine zu treffen. Dies betont die Bedeutung des Kinderschutzteams – einer interdisziplinären Gemeinschaft aus Experten, welche den Stress des Einzelnen abfangen kann, sich gegenseitig emotional stützt und effektives Arbeiten ermöglicht.

Vom Kinderschutz zum Familienschutz

Die Kooperation mit den Familien und der Jugendwohlfahrt schließlich macht die Transformation vom Kinderschutz zum Familienschutz möglich. Mit ihr steht und fällt die Entscheidung, das Kind in der Familie zu lassen. Wenn eine gute Kooperation der Eltern besteht, kann das Kind, sofern es sich nicht um eine schwere Körperverletzung handelt, geschützt im gewohnten Umfeld gelassen werden. Dies ist nicht möglich bei fehlender Kooperation. Hier muss eine Anzeige erstellt und in der Mehrzahl der Fälle das Kind aus dem nicht mehr sicheren Familienverband genommen werden.

Österreichische Gesetzeslage

Die österreichische Gesetzeslage sieht in der Verschwiegenheits-, Anzeige- und Meldepflicht des § 54 Ärztegesetz 1998 i. d. F. BGBl. I Nr. 91/2002 vor, dass, wenn sich für den Arzt in Ausübung seines Berufes der Verdacht ergibt, dass durch eine gerichtlich strafbare Handlung der Tod oder die schwere Körperverletzung herbeigeführt wurde, er unverzüglich der Sicherheitsbehörde Anzeige erstatten muss.

Ergibt sich für den Arzt in Ausübung seines Berufes der Verdacht, dass ein Minderjähriger misshandelt, gequält, vernachlässigt oder sexuell missbraucht worden ist, so hat der Arzt Anzeige an die Sicherheitsbehörde zu erstatten. Richtet sich der Verdacht aber gegen einen nahen Angehörigen (§ 166 StGB), so kann die Anzeige so lange unterbleiben, als dies das Wohl des Minderjährigen erfordert und eine Zusammenarbeit mit dem Jugendwohlfahrtsträger und gegebenenfalls eine Einbeziehung einer Kinderschutzeinrichtung an einer Krankenanstalt erfolgt.

Dies setzt voraus, dass der Arzt stets weiß, ob das Wohl des Kindes noch gegeben ist und dieser Aufschub der Anzeige noch möglich ist.

Analyse: notwendige Kooperation

23 klinische Kinderschutzgruppen und 21 Kinderschutzgruppen österreichweit widmen sich der Diagnostik, Behandlung und Prävention von KM und KMB sowie der Aufklärung der Bevölkerung und Schulung des Fachpersonals. Und doch sind die tausenden Kinder, die jedes Jahr weltweit durch Misshandlungen in der Familie, in Institutionen oder Gemeinschaften sterben, eindeutiger Beweis, dass nach wie vor Verbesserungen in der Erkennung, Behandlung und Aufklärung nötig sind.

Wie sieht nun die notwendige Kooperation der KSG mit der Familie und der Jugendwohlfahrt (JWF) im Alltag aus?

Wir analysierten hierfür die Daten jener Kinder, welche zwischen 2004 und Mitte 2008 in unsere Kinderschutzgruppe aufgenommen wurden. Hinsichtlich der Kooperation der Familien während des stationären Aufenthaltes sowie bei den Nachkontrollen wurden Notizen der KSG-Protokolle betreffend Aussagen des Pflegepersonals, der Ärzte sowie der Psychologen und Sozialarbeiter ausgewertet. Routinemäßig ab 2006 wurde Kontakt aufgenommen mit den betreuenden Kinderärzten außerhalb unseres Spitals.

Wir Ärzte sind also im Falle einer nicht getätigten Anzeige verpflichtet, das Wohl der Kinder zu sichern bzw. sichergestellt zu wissen – um im Falle einer neuerlichen Kindesgefährdung die Anzeige nicht weiter hinauszuschieben. Hierfür müssten wir den weiteren Lebensweg der jungen Patienten auch über die medizinische Versorgung und Betreuung hinweg im Auge behalten. Die Kooperation mit der JWF ist gefragt. Fragebögen mit insgesamt 12 Fragen mit Unterfragen wurden an die beteiligten Sozialarbeiter geschickt. Diese Fragebögen beinhalteten sowohl objektivier- bare Fragen wie Vereinbarungen mit dem Jugendamt, Dauer und Anzahl der Hausbesuche und Änderungen der Familienkonstellation, als auch subjektivere Fragen wie jene der gefühlten Kooperation der betroffenen Familien mit den betreuenden Sozialarbeitern.

Eigene ErfahrungenIm genannten Zeitraum betreuten wir 57 Kinder in unserer Kinderschutzgruppe (23 Buben und 34 Mädchen). Das mediane Alter betrug 5. 9 Jahre (mw 6,1), das jüngste Kind war zwei Wochen alt, das älteste knappe 18 Jahre. Die Kooperation mit der Jugendwohlfahrt involvierte insgesamt 38 Sozialarbeiter von 13 Jugendwohlfahrtbehörden in drei Bundesländern.

Die Kooperation innerhalb des Spitals war anfangs zwar in mehreren Fällen von der speziellen emotionalen Situation der Familien geprägt, welche mit dem Verdacht auf Kindesmisshandlung konfrontiert wurden, funktionierte jedoch generell sehr gut. Während ihres stationären Aufenthaltes erhielten unsere kleinen und größeren Patienten eine Therapie ihrer Verletzungen sowie routinemäßig altersadäquate psychologische Betreuung. Dies wurde in jedem Fall auch den Familienangehörigen angeboten. In zwei Fällen mussten wir die Kooperation der Familie als belastet betrachten – in einem Fall sah der Familienvater die Involvierung der KSG als lästige Einmischung in seine Privatsphäre und verweigerte die Kooperation, im anderen Fall machte die Kindesmutter zum Zeitpunkt des stationären Aufenthaltes ihres Kindes eine psychische Krise durch und erhielt diesbezüglich das Angebot der psychotherapeutischen Betreuung, welches jedoch vehement abgelehnt wurde.

In allen bis auf einen Fall schickten wir eine offizielle Meldung an die Jugendwohlfahrt. Standardmäßig erfolgte dies sowohl bei Verdacht auf Kindesmisshandlung, - missbrauch oder -vernachlässigung, als auch bei ausgeprägten Stresssituationen in der Familie oder Hinweisen auf Überforderung in emotionaler, sozialer oder finanzieller Sicht. In einem Fall wurde der ursprüngliche Verdacht auf Kindesmisshandlung bereits bei der ersten Zusammenkunft der Kinderschutzgruppe ausgeschlossen, sodass von einer Meldung Abstand genommen wurde.

Verletzungsanzeigen an die Polizei wurden in neun Fällen getätigt, in den anderen Fällen konnten wir primär bei ausreichender Kooperation, gesichertem Kindeswohl und bestehendem Kontakt zur JWF auf eine Anzeige vorerst verzichten. Dies geschah im Einklang mit dem ÄG §54.

Poststationäre weitere medizinische Kontrollen wurden in 88 Prozent (n= 50) der Kinder eingehalten, bei vier Kindern kam die Familie jedoch verspätet oder nicht zum vereinbarten Termin. Hier erwies sich die Kooperation der jeweilig betreuenden niedergelassenen Pädiater als sehr wertvoll, da wir trotz versäumter klinischer Kontrolle eine weitere Kontrolle bei den Kollegen sicherstellen konnten.

Die betreuenden Sozialarbeiter beschrieben die Kooperation der Eltern als gut in 50 Prozent der Fälle (n = 13), als ambivalent in 15 Prozent (n = 4) und als schlecht in 19 Prozent (n = 5). Als nicht existent wurde sie bei 8 Prozent (n=2) deklariert. In weiteren 19 Prozent war diese Frage nicht beantwortet worden.

Die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Sozialarbeitern verlief angenehm und effizient. Bereits während der stationären Aufenthalte der Kinder wurde der Kontakt etabliert und notwendige Information ausgetauscht. Wenngleich dies auch aus Datenschutzgründen in manchen Fällen nur eingeschränkt möglich war, wurden alle notwendigen Daten im direkten Kontakt oft vor Ort im Spital ausgetauscht. Immer war der Erstkontakt von unserem klinikinternen diplomierten Sozialarbeiter hergestellt worden. Im Rahmen von Helferkonferenzen wurden gemeinsam mit den Vertretern der JWF bei sechs Familien Entscheidungen getroffen, in allen anderen Fällen wurden die Fälle innerhalb der Kinderschutzgruppe besprochen und zur weiteren Betreuung der JWF übergeben.

Von Seiten der JWF war nur in 53 der gemeldeten 56 Fälle eine weitere Betreuung und Unterstützung notwendig, hier differierten unsere Ansichten etwas. Allerdings erfuhren wir von dieser Differenz erst im Zuge der Nachuntersuchung, da ab dem Zeitpunkt der Entlassung bzw. ab dem Ende der ambulanten medizinischen Nachkontrollen nur noch in einem Fall eine enge Kooperation zur JWF bestand – in allen anderen Fällen waren die Ärzte nicht mehr weiter involviert und auch nicht mehr weiter in Kenntnis gesetzt worden.

Nachuntersuchung

Im Zuge der Nachuntersuchung waren 56 Fragebögen zu den jeweils betroffenen Sozialarbeitern ausgeschickt worden. Diese Fragebögen symbolisierten neben dem Interesse am weiteren Lebensweg und am Wohl des Kindes sicher auch zusätzliche Arbeit und „Papierkram“ für die Sozialarbeiter. Nichts desto weniger zeigten die ersten Rückmeldungen im Zuge von Telefonaten und Emails das rege Interesse der Mitarbeiter der JWF an der Kooperation mit der klinischen Kinderschutzgruppe.

Im Rahmen der weiteren Bearbeitung bzw. Beantwortung der ausgesendeten Fragebögen wurde aber das Datenschutzgesetz zu einer unüberwindbaren Grenze. Die Übermittlung personenbezogener Daten wurde gemäß § 1 iVm §§ 6,7 und 9 DSG 2000 als nicht zulässig betrachtet Nach mehreren Kontaktaufnahmen mit der Rechtsabteilung der Landesregierung Kärnten wurden schließlich 26 der 56 ausgesendeten Fragebögen anonymisiert zur weiteren Auswertung an uns retourniert, eine Zuordbarkeit zu den einzelnen ehemaligen Patienten wurde unterbunden.

Die differierende Interpretation der Gesetzeslage – die Pflicht des Arztes, die Anzeige nur so lange aufzuschieben, als das Wohl des Kindes gesichert ist, und die damit einhergehende Notwendigkeit des Wissens um den weiteren Verlauf des Familienlebens sowie das Recht auf Schutz der Privatsphäre und Sicherheit der Daten – waren zu einem unüberwindbaren Hindernis geworden und ließen sich auch über das folgende Jahr nicht angleichen. Die erfassten Daten konnten unsererseits für eine Studie über den generellen Effekt der Kinderschutzgruppe ausgewertet werden, doch über das Wohl des einzelnen Kindes konnten wir keine Aussage mehr treffen.

Zusammenfassung

Kooperation ist die Basis der funktionierenden Kinderschutzgruppe. Das klinische Kinderschutzteam, bestehend aus Fachärzten der Kinder- und Jugendchirurgie, der Kinder- und Jugendheilkunde, der Psychiatrie des Kindesalters sowie Pflegepersonal, Psychologen/ Psychotherapeuten und klinischen Sozialarbeitern muss eng interdisziplinarisch zusammenarbeiten, um Gewalt am Kind schnell und sicher zu diagnostizieren, zu behandeln und im Weiteren zu verhindern.

Gegen diese Gewalt am Kind sind weitere gesellschaftliche Subsysteme zuständig: das Rechtssystem, bestehend aus Polizei und Gericht und das Sozial- und Hilfssystem (Jugendwohlfahrt).

Wenn diese drei Pfeiler gemeinsam mit den betroffenen Familien eine gute Kooperationsbasis finden, ist Kinderschutz funktionierend. Um dies sicherzustellen, ist eine Verdeutlichung der Gesetzeslage betreffend Meldepflicht und Datenschutz immanent wichtig.

1 Abteilung für Kinder- und Jugendchirurgie, Klinikum Klagenfurt

2 Sozialarbeiter des Eltern- Kindzentrums, Klinikum Klagenfurt

Quellen:

Unicef (2003) A league table of child maltreatment deaths in rich nations, Unicef Innocent report card issue no 5 september 2003, http://www.unicef.at/news/artikel.asp?id=187

 

Statistics of National Security Authority Austria for the years 2003 to 2008

 

Fasching G.(2000) Tasks and goals of a child protection group. pädiat.prax 58: 371-381

 

§54 ÄG 1998 BGBl. I 122 / 2006, www.bka.riv.gv.at

 

§166 StGB, http://www.sbg.ac.at/ssk/docs/stgb/stgb125_168b.htm#166

 

Weitere Literatur beim Verfasser

Zur Person
Alja Gössler
ist seit 2006 im Klinikum Klagenfurt als Oberärztin für Kinder- und Jugendchirurgie tätig, wo sie die chirurgisch-gastroenterologische Spezialambulanz sowie die Ambulanz für kinderchirurigsch-plastische Chirurgie leitet. Sie promovierte 1998 an der Universität Wien, die Ausbildung zur Fachärztin für Kinder- und Jugendchirurgie absolvierte sie an der Universitätsklinik Graz sowie im KH Hallein, LKH Tulln und über mehrere Monate im Hospital San Gabriel in La Paz/ Bolivien. Seit 1999 ist sie aktives Mitglied einer Kinderschutzgruppe, von 2002- 2005 absolvierte sie die Ausbildung zum systemischen Coach mit Schwerpunkt Krisenintervention und Traumaverarbeitung. Derzeit ist sie in Karenz.
Tabelle 1 Fragebogen an die betreuenden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
Geschütztes Kind  
Name:  
Geburtsdatum:  
1. War das Kind bzw. die Familie dem JA vor dem Anlassfall bekannt?  
2. Welche Art der Kontaktaufnahme/ - aufrechterhaltung hat stattgefunden?
a. Welche Maßnahmen hat der Jugendwohlfahrtsträger zum Schutz des/der Kindes/Kinder bzw. zur Veränderung der fam. und soz. Situation gesetzt?
telefonische Kontaktaufnahme ?
b. Hausbesuch - wenn ja, einmalig oder mehrmalig?
c. Familienintensivbetreuung?
d. weitere/ andere? Wenn ja, welche?
 
3. Wie lange hielt die Betreuung durch das JA an?  
4. Wurde das Kind fremduntergebracht?
a. aufgrund einer Vereinbarung mit den Eltern?
b. oder aufgrund eines Gerichtsbeschlusses?
 
5. Kam es zu einer Wegweisung innerhalb der Familie?  
6. Kam es zu einer Gerichtsverhandlung?
a. Wenn ja, ist der Ausgang bekannt?
b. Wie ist die Verhandlung ausgegangen?
 
7. Sind weitere Geschwisterkinder in Betreuung gewesen?  
8. Wurden die Maßnahmen von der Familie angenommen oder kam es zu einem Abbruch einer Maßnahme (z. B. der FIB)?  
9. Befindet sich die Familie noch in ihrem Sprengel?
a. Wenn nein, wurde die Familie nach dem Umzug vom zuständigen JA weiter betreut?
 
10. Ist die Konstellation der Familie gleich geblieben?  
JA: Jugendamt / FIB: FamilienIntensivBetreuung  
Fazit für die Praxis
Klinischer Kinderschutz endet nicht mit der Entlassung des misshandelten oder missbrauchten Kindes. Gerade in jenen Fällen, in denen das Kinderschutzteam beschlossen hat, nicht anzuzeigen, ist eine gut fundierte weitere Kooperation nach außen – mit den betroffenen niedergelassenen Kollegen und Sozialarbeitern – für das Wohl des Kindes und seine weitere Sicherheit bedeutsam. Der aufrechterhaltene Kontakt mit allen Betreuenden wird erfahrungsmäßig gerne aufgenommen und hilft, trotz der unterschiedlich interpretierten Gesetzeslage, wenigstens eine Zeit lang, Kenntnis über das Wohl und die Sicherheit des Kindes sicherzustellen. Eine Verdeutlichung der Gesetzeslage betreffend Meldepflicht und Datenschutz ist jedoch immanent wichtig.

Alja Goessler1, Karlheinz Bonfert2, Günther Fasching1, Pädiatrie & Pädologie 2/2011

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben