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Foto: Buenos Dias/photos.com
Eltern sind mit der Auswahl des passenden Schuhs oft überfordert.
 

Babys erste Schuhe: Sieben Irrtümer der Eltern

Ratgeber für den ersten Schuhkauf zum Download.

Passende Kinderschuhe zu finden ist für Eltern wahrlich nicht immer einfach. Österreichische Forscher räumen nun mit den sieben häufigsten Irrtümern auf: Sie haben einen Leitfaden für den Kauf von Kinderschuhen erstellt.

 

Ein österreichisches Forschungsteam rund um den Salzburger Dr. Wieland Kinz führte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein Kinderfuß-Messtage durch und kam dabei zu dem Ergebnis, dass im Durchschnitt mehr als die Hälfte der Kinder zu kurze Schuhe tragen. Mit einer neuen Broschüre, die sich an die Eltern richtet, wird mit den wichtigsten Irrtümern und Ammenmärchen aufgeräumt:

Irrtum 1: „Babys brauchen möglichst früh Schuhe, um zum Laufen zu lernen.“ Wahr ist: Sie lernen auch ohne Schuhe laufen! Erst bei selbstständigen Schritten, Verletzungsgefahr oder Kälte ist es Zeit für das erste Paar.

Irrtum 2: „Die ersten Schuhe müssen fest und stützend sein.“ Wahr ist: Je härter Schuhe sind, desto mehr werden Füße eingeschränkt. Für eine gesunde Entwicklung müssen sie sich frei bewegen können.

Irrtum 3: „ Passende Schuhe sollen gleich lang sein wie die Füße.“ Wahr ist: Passende Kinderschuhe sollten zwölf bis 17 Millimeter länger als die Füße sein. Nur 8,5 Prozent aller Eltern wissen das.

Irrtum 4: „Auf die angegebenen Schuhgrößen kann man sich verlassen.“ Wahr ist: 90 Prozent der Kinderschuhe sind Mogelpackungen. Wo z.B. 23 draufsteht, ist meistens nur 21 „drinnen“. Tipp: Immer Füße und Innenlänge der Schuhe messen.

Irrtum 5: „Nur ja keine gebrauchten Kinderschuhe für mein Kind.“ Wahr ist: Wenn die Gebrauchten passen und nicht einseitig abgelaufen sind, spricht nichts dagegen! Und es spart Geld und Rohstoffe. Bis heute haben Eltern dabei aber ein schlechtes Gewissen. Zu Unrecht.

Irrtum 6: „Kinder spüren selbst genau, ob die Schuhe passen.“ Wahr ist: Kinder bezeichnen zu kurze Schuhe meistens als „passend“. Das hat das Forschungsteam anhand einer ausgeklügelten „Schuh-Test-Straße“ bewiesen.

Irrtum 7: „Teure Kinderschuhe sind meistens besser als billige.“ Wahr ist: Ein hoher Preis ist keine Garantie für Qualität. Und eine Analyse der Schuhgrößen hat gezeigt, dass teure Schuhe keinesfalls exakter gearbeitet sind.

 

www.kinderfuesse.com

Foto: Buenos Dias/photos.com

Eltern sind mit der Auswahl des passenden Schuhs oft überfordert.

APAmed/PH, Ärzte Woche

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