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Foto: BYU PHOTO 2011 / photo@byu.edu
Die Kinder von Prof. Dr. Bruce Bailey Ezrie (l.) und Dallin (r.) dürfen zu Hause Videogames spielen, bei denen sie stehen und zappeln müssen.
 

Zappeln vor dem Bildschirm

Körperliche Aktivität durch bewegungsgesteuerte Videospiele.

Wenn Kinder absolut nicht dazu zu bringen sind, sich körperlich zu bewegen, dann sind Konsolenspiele, die über Bewegungen gesteuert werden, vielleicht ein Ausweg. Wie amerikanische Forscher berichten, verbrennen Kinder dabei durchaus Kalorienmengen, die sich sehen lassen können.

 

„Frühere Untersuchungen sahen die ‚Exergames‘ als gleichwertig zu sitzenden Tätigkeiten“, sagt Studiendautor Prof. Dr. Bruce Bailey von der Brigham Young University. „Wir wollten sehen, ob sich mit dieser Art von Videospielen die körperliche Fitness von Kindern verbessern lässt, und wir glauben, es geht.“ Die Forscher werteten sechs bewegungsgesteuerte Spiele verschiedener Hersteller aus und stellten fest, dass Kinder bei einigen ordentlich ins Schwitzen kamen. 20 Minuten Boxen mit der Nintendo Wii® entsprachen einem flotten Fußmarsch von rund anderthalb Kilometern. Beim Golfspiel hingegen werden naturgemäß weniger Kalorien verbraucht. Es ist vorstellbar, dass übergewichtige Kinder so etwas mehr Spaß an Bewegung bekommen, nicht zu unterschätzen sei, wie schlau die Kids sind: „Wenn sie keine Lust haben, sich zu bewegen, dann finden sie heraus, wie sich das Spiel mit einem Minimum an Bewegung spielen lässt.“

 

Bailey, B. W.; McInnis, K.: Arch Pediatr Adolesc Med 2011; doi:10.1001/archpediatrics.2011.15

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