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Foto: photos.com
Allergiegefährdete Babys sollten vorsichtshalber nicht ins Hallenbad.
 
Kinder- und Jugendheilkunde 15. Februar 2011

Asthmagefahr durch Babyschwimmen

Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) warnt: Für Kinder unter zwei Jahren mit familiärer Allergievorbelastung kann der Aufenthalt im Hallenbad ungünstig sein. Möglicherweise können Reaktionsprodukte des Chlors zur Entwicklung von Asthma beitragen.

Vor allem Trichloramin ist als asthmaauslösende Substanz in Verdacht. Trichloramin entsteht, wenn Chlor im Beckenwasser mit dem Harnstoff in Kontakt kommt, den die Badenden über Urin, Kosmetika, Schweiß oder Hautschuppen ins Wasser bringen. Diese Substanz verursacht den typischen Hallenbadgeruch („Chlorgeruch“). Bei Messungen des UBA sind Werte bis zu 18,8 mg/m3 Luft im Hallenbad gefunden worden, weit über den von der WHO empfohlenen Richtwerten, was auf eine unzureichende Wasseraufbereitung hinweist. In neun von zehn Fällen lagen die Werte unter 0,34 mg/m3. Studien ergaben eine signifikante Korrelation zwischen dem Zeitpunkt des ersten Schwimmens vor dem zweiten Lebensjahr und einem Abfall des Clara-Zell-Proteins im Blutserum, das, wenn es wiederholt auftritt, das Asthmarisiko erhöhen dürfte.

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