zur Navigation zum Inhalt
 
Kinder- und Jugendheilkunde 19. Jänner 2011

Allergen-spezifische Immuntherapie bei Kindern und Jugendlichen

Fakten und häufig gestellte Fragen (FAQs)

Abstrakt

Die Allergen-spezifische Immuntherapie (SIT) ist in ihren verschiedenen Anwendungsformen die wichtigste therapeutische Intervention bei IgE-vermittelten Allergien im Kindes- und Erwachsenenalter. Trotz der klaren generellen Indikationsstellung ist ihr Einsatz vor allem bei Kindern durch die unterschiedlichen Charakteristika der einzelnen Präparate, die Besonderheiten des pädiatrischen Patientenkollektivs sowie die variable Verfügbarkeit in verschiedenen Ländern beeinträchtigt. IgE-mediierte allergische Erkrankun- gen betreffen etwa 20 Prozent der Bevölkerung und manifestieren sich oft in den ersten Lebensjahren. Der Einsatz der SIT sollte daher bereits früh im Erkrankungsprozess erwogen werden.

Diese Übersichtsarbeit beschäftigt sich mit den häufig gestellten Fragen von Eltern, Patienten und Ärzten und soll die Möglichkeiten sowie die Einschränkungen der Allergen-spezifischen Immuntherapie bei Kindern und Jugendlichen beleuchten.

Abkürzungen:

SIT: Allergen-spezifische Immuntherapie

SCIT: subkutane Allergen-spezifische Immuntherapie

SLIT: sublinguale Allergen-spezifische Immuntherapie

Einleitung

Das Konzept der allergenspezifischen Immuntherapie (SIT) in der Behandlung allergischer Erkrankungen ist über hundert Jahre alt. In den letzten Jahrzehnten kam es zu einem oft überwältigenden Anstieg an wissenschaftlichen Daten, neuen Behandlungsansätzen und häufig wechselnden Empfehlungen und Leitfäden. Bei pädiatrischen Patienten wird die Entschei- dung für oder gegen eine SIT weiters durch zusätzliche praktische Fragen, wie der Wahl des richtigen Präparats und der geeigneten Applikationsart beziehungsweise dem besten Alter zu Therapiebeginn, kompliziert. Die vorliegende Übersichtsarbeit orientiert sich an den am häufigsten von Eltern, Patienten und Spezialisten gestellten Fragen (frequently asked questions, FAQs) [131].

Frequently asked questions (FAQs) zu allergenspezifischer Immuntherapie

  1. Indikationen. Wann sollte eine SIT erwogen werden?
  2. Kontraindikationen. Wann ist eine SIT nicht anwendbar?
  3. Führt die SIT zu einer Heilung der Allergie?
  4. Können alle IgE-mediierten Allergieformen durch eine SIT behandelt werden? Können Allergien gegen alle Allergene durch eine SIT behandelt werden?
  5. Ist SIT eine sichere Therapie? Wie häufig sind Nebenwirkungen?
  6. Ist der Mechanismus der SIT bekannt? Gibt es Biomarker, die das Ansprechen auf die SIT vorhersagen können?
  7. Sollte eine der Applikationsarten (subkutan versus sublingual) bei Kindern bevorzugt werden?
  8. Gibt es andere Einschränkungen im Einsatz von SIT bei Kindern als bei Erwachsenen? Kann oder sollte SIT schon im Vorschulalter eingesetzt werden?
  9. Wer sollte eine SIT bei Kindern durchführen?
  10. Welche Arten von SIT-Präparaten sind verfügbar?

1. Indikationen. Wann sollte eine SIT erwogen werden?

Allergischer Rhinitis, Konjunktivitis, episodisches oder mild-persistierendes Asthma bronchiale sowie Insektengiftallergie sind klare Indikationsstellungen für eine SIT im Kindesalter, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Nachweis von IgE-mediierter Sensibilisierung (Prick-Test und/oder spezifisches IgE) und klarer Assoziation der klinischen Symptome mit Allergen- exposition.
  • Vorhandensein eines hochwertigen, standardisierten Allergenextrakts.
  • Nachweis von Sicherheit und Wirksamkeit des angewandten Allergenextrakts durch klinische Studien.
  • Nicht ausreichend wirksame oder nicht durchführbare Vermeidungsmaß- nahmen.

Insektenstichallergien können in sehr jungem Alter auftreten. Kann eine SIT in jedem Alter begonnen werden?

Ja. Zwischen 0.8 und 5 % der Gesamtbevölkerung leiden an systemischen allergischen Reaktionen auf Wespen- oder Bienengift [52; 118]. SCIT ist in diesen Fällen die einzig bekannte wirksame Therapieoption. SIT ist bei Insektengiftallergien wirksamer als bei inhalativen Allergien. SIT auf Wespengift ist effektiver als auf Bienengift [87; 139; 141], mit einer nachgewiesenen Wirkung in 75-95 % aller Patienten. Der Langzeit-Effekt von Bienen- und Wespen-SIT wurde insbesondere bei Kindern auch nach Beendigung der Therapie nachgewiesen. Schnell- sowie ultra-schnell Therapieschemata, also die rasche bzw. sehr rasche Aufdosierung des Allergenextrakts, können bei Kindern und Jugendlichen risikoarm angewandt werden.

Als Indikation für eine SIT gilt eine zumindest moderate systemische Reaktion auf einen Bienen- oder Wespenstich (z. B. generalisierte Hautreaktionen), sowie der Nachweis einer IgE-vermittelten Reaktion (Prick Test oder Messung von spezifischem IgE). Die Beschränkung auf moderate und schwere Formen wird aufgrund von selbstlimitierenden Verläufen bei einem Teil der milden Insektengiftallergien empfohlen [51; 52].

Wiederholte Insektenstichprovokationen zur Evaluierung des Bedarfs einer SIT sind hingegen umstritten [114; 119]. Die klinische Anwendung ist unter anderem durch die limitierte Verfügbarkeit von Bienen und Wespen begrenzt. Insektengiftprovokationen zu diagnostischen Zwecken werden nicht empfohlen [103; 150].

Kann SIT bei Atopischer Dermatitis eingesetzt werden?

Ja. Bei Erwachsenen und Kindern mit relevanter Haustaubmilbenallergie kann SIT den Ekzem-Schweregrad (SCORAD) und Juckreiz-Score reduzieren [23; 50; 73; 86; 95; 108; 148; 152]. Weniger Daten liegen diesbezüglich für Sensibilisierungen gegen Gräserpollen oder Katzenhaare vor. Es gibt daher derzeit keine generelle Empfehlung für einen breiten Einsatz einer SIT bei atopischer Dermatitis. Andererseits stellt eine atopische Dermatitis keine Kontraindikation für den Einsatz einer SIT bei Hausstaubmilbensensibilisierung/-allergie dar [151].

2. Kontraindikationen. Wann kann SIT nicht eingesetzt werden?

Kontraindikationen für eine SIT im Kindes- wie im Erwachsenenalter sind:

  • Unkontrolliertes Asthma bronchiale
  • Schwere kardiovaskuläre Erkrankungen, Behandlung mit Beta-Blockern.
  • Schwere Immundefizienz oder Autoimmunerkrankung
  • Maligne Erkrankungen
  • Mangelnde Compliance

3. Führt die SIT zu einer Heilung der Allergie?

Nein. Obwohl die Evidenzlage eindeutig für eine Verbesserung von Quality-of-Life Scores sowie eine Reduktion von Medikations- (um 30-45 %) und klinischer Scores (um 45-60 %) spricht [2; 16; 25; 27; 30; 68; 69; 80; 81; 97; 153], zeigen klinische Daten in Kindern und Erwachsenen keine echte Heilung der Allergie. Eltern sollten vor dem Beginn einer SIT über diesen Umstand aufgeklärt werden.

4. Können alle IgE-mediierten Allergieformen durch eine SIT behandelt werden?

Nein. SIT zeigte sich am wirksamsten bei allergischer Rhinitis, allergischer Konjunktivitis, mild-persistierendem Asthma bronchiale und Insektengiftallergien [2; 17; 25; 27; 30; 39; 68; 80; 81; 97; 153]. Für Kinder und Erwachsene mit Nahrungsmittelallergie, Medikamentenallergie oder schwerem persistierenden Asthma bronchiale ist SIT aufgrund von Bedenken hinsichtlich Sicherheit oder Effizienz derzeit nicht empfohlen [13; 26; 28; 48; 56; 60; 63; 76; 91; 112; 122; 126; 127].

Können Allergien auf alle Allergene durch eine SIT behandelt werden?

Nein. Das Spektrum an Allergien, die mit einer SIT behandelt werden können, ist durch das Vorhandensein von standardisierten Allergenextrakten limitiert. Zugelassene SIT-Präparate sind erhältlich für Baumpollen, Gräserpollen, Insektengifte und Hausstaubmilbe. Für Tierhaare, Schimmelpilze und Latex sind SIT-Präparate am Markt erhältlich [11; 12; 55; 74; 132; 133], jedoch kaum Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit in Kindern vorhanden. Daher sind diese Produkte von den meisten allergologischen Gesellschaften nicht empfohlen [2; 16; 25; 27; 30; 68; 69; 80; 81; 97; 153].

5. Ist SIT sicher? Was sind häufige Nebenwirkungen?

SIT wird als eine sichere Therapie angesehen, Nebenwirkungen können jedoch auftreten. Bei der subkutanen Immuntherapie sind dies vorwiegend Lokalreaktionen an der Injektionsstelle (Schmerzen, Schwellung und Rötung) und seltener milde systemische Reaktionen (Rhinitis und Konjunktivitis sowie Exanthem). Die Häufigkeit dieser leichten Nebenwirkungen variiert zwischen 0.5 und 47 % [129].

Bei der sublingualen Immuntherapie treten lokale Nebenwirkungen wie Schwellung und Juckreiz in den ersten Behandlungswochen vor allem bei den hochdosierten Präparaten auf. Patienten und Eltern müssen über diese lokalen Reaktionen aufgeklärt werden, weiters sollte die erste Dosis unter medizinischer Aufsicht erfolgen [20].

Schwere, lebensbedrohliche systemische Nebenwirkungen treten unter SCIT sehr selten und unter SLIT fast nie auf [22; 82; 113]. Laut Angaben des Paul Ehrlich Instituts (1991-2000) war die Inzidenz von schweren Nebenwirkungen 0.002-0.0076 % bei SIT mit nicht-modifizierten Allergenextrakten und 0.0005-0.01 % bei chemisch modifizierten Allergenextrakten [78]. Dennoch sollte aufgrund des Restrisikos einer potentiell lebensbedrohlichen systemischen Reaktion eine SCIT nur unter medizinischer Aufsicht durchgeführt und das medizinische Personal hinsichtlich der Behandlung eines solchen Notfalls geschult werden (Details s. FAQ 9).

6. Ist der Mechanismus der SIT bekannt?

Zahlreiche immunologische Veränderungen sind im Verlauf einer erfolgreichen SIT beobachtet worden. Allerdings kennt man derzeit keinen singulären Marker, der bereits vor Beginn der Therapie den Effekt einer SIT vorhersagen oder garantieren könnte. Es wurden Auswirkungen auf T-Lymphozyten, B-Lymphozyten, Monozyten [100; 101], basophile Granulozyten, eosinophile Granulozyten und Mastzellen [24] beschrieben. Die wichtigsten Effekte auf T- und B-Lymphozyten sind:

T-Lymphozyten

  • ‚Switch‘ von dem bei allergischen Erkrankungen vorwiegend auftretenden TH2-Zytokinprofil in Richtung einer IFNγ-dominierten TH1-Antwort [10; 43; 65; 120]. Dieser Switch wurde jedoch nicht in allen Studien beobachtet [46; 136; 145]
  • Aktivierung von regulatorischen T Zellen (Treg) mit Produktion von IL10 und TGFβ und somit Förderung der Toleranzinduktion [3; 6; 10; 64; 75; 92; 117]
  • Verminderte Aktivierbarkeit von T-Zellen auf Allergenstimulation [14; 42; 67; 83; 90].

B-Lymphozyten

  • Induktion der Produktion von allergenspezifischem IgG (vorwiegend IgG4) [3; 49; 64; 146]. Allergenspezifisches IgG4 scheint durch IL10 induziert zu werden und gilt als protektiv hinsichtlich Allergien.
  • Verminderung der Produktion von allergenspezifischem IgE bei älteren Patienten [5; 49; 72; 143].

Gibt es Biomarker, die das Ansprechen auf die SIT vorhersagen können?

Nein. Keiner der im obigen Absatz zusammengefassten immunologischen Veränderungen wurden durchgehend bei allen SIT-Produkten oder in allen klinischen Untersuchungen beobachtet. Daher kann derzeit der klinische Erfolg beim einzelnen Patienten nicht durch einen oder mehrere Biomarker vorhergesagt werden.

7. Sollte eine der Applikationsarten (subkutan versus sublingual) in Kindern bevorzugt werden?

Aufgrund des Mangels an vergleichenden Studien an Kindern kann diese Frage nicht eindeutig beantwortet werden. Zahlreiche klinische Studien belegen Sicherheit und Wirksamkeit der einzelnen SIT-Applikationsarten in Kindern. Allerdings gibt es weiterhin keine systematischen Gegenüberstellungen von subkutaner (SCIT) versus sublingualer (SLIT) Immuntherapie in Kindern [39]. Individuelle Faktoren stehen daher bei der Wahl der Applikationsform im Vordergrund. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Indikation:

Saisonale allergische Rhinitis: Generell ist die SLIT in der Therapie der saisonalen allergischen Rhinitis als effektiv beschrieben worden [20; 32; 59; 142; 147], allerdings existieren auch Studien, in denen kein positiver Effekt gefunden wurde [21; 109; 111]. Die weitaus ältere subkutane Applikationsform SCIT ist vor allem an Erwachsenen und Jugendlichen untersucht worden. Daten an Kindern sind begrenzt, manche Autoren bezweifeln sogar gänzlich den Effekt von SCIT in dieser Altersgruppe [38; 45; 88; 109; 149].

Asthma bronchiale: Für beide Applikationsarten (SCIT und SLIT) gibt es nur mangelhafte Evidenz für eine eindeutige Wirksamkeit bei Kindern [20; 96; 128].

Ganzjährige/Perenniale Allergien: Für Allergien auf ganzjährige Allergene, wie Hausstaubmilbe, Katzen- und Hundehaare gibt es keine konsistenten Daten hinsichtlich der Wirksamkeit der SIT. Eine SIT kann allerdings in Erwägung gezogen werden [53; 70], wenn eine Sensibilisierung/Allergie auf Katze oder Schimmelpilze besteht, eine komplette Allergenvermeidung nicht möglich ist und ein standardisiertes Produkt erhältlich ist [38; 57] .

8. Gibt es Einschränkungen im Einsatz von SIT bei Kindern verglichen mit Erwachsenen?

Bei Erwachsenen wie bei Kindern wurden Sicherheit und Wirksamkeit von zahlreichen SIT-Präparaten in Studien belegt. Allerdings war es in der Vergangenheit üblich, Daten aus erwachsenen Patientenkollektiven auf Kinder und Jugendliche zu extrapolieren.

Diese Vorgehensweise hat sich mittlerweile in der Pädiatrie bei vielen Medikamenten als nicht akzeptabel herausgestellt. Die Europäische Union hat dieses wesentliche Thema erkannt und fördert eine neue Gesetzgebung, welche vor der Zulassung aller auch in der Pädiatrie einsetzbaren Medikamente eigene Untersuchungen an Kindern verlangt (EC No. 1901&1902/2006) [1].

Eine Limitierung der Anwendung von SIT in Kindern ergibt sich daher aus der Tatsache, dass nicht alle erhältlichen SIT-Produkte an Kindern untersucht wurden und nicht klar ist, ob die empfohlenen Dosierungen für Erwachsene auf Kinder extrapoliert werden können.

Abgesehen davon gelten für den Einsatz von SIT bei Kindern dieselben Einschränkungen wie bei Erwachsenen (siehe FAQ1). Kinder könnten sogar von zusätzlichen positiven Effekten der SIT profitieren, etwa der Prävention von Neusensibilisierung oder der Vermeidung von Krankheitsprogredienz von allergischer Rhinitis zu Bronchialasthma.

Kann oder sollte SIT schon im Vorschulalter (vor dem 5. Lebensjahr) begonnen werden?

Ja. Zwar ist die Datenlage zu diesem Thema nicht eindeutig, da viele klinische Studien zu Wirksamkeit und Sicherheit nur in Kindern über 5 Jahren durchgeführt wurden [16; 18], allerdings könnten gerade jüngere Kinder von den erwähnten zusätzlichen präventiven Effekten einer SIT profitieren [61; 88]. Nicht-plazebokontrollierte Studien in mono- und oligosensibilisierten Kindern zeigten eine Verhinderung von weiteren Sensibilisierungen durch SCIT [33; 41; 58; 94; 106] und SLIT [34; 79; 104]. Aus diesem Grund empfehlen viele allergologischen Gesellschaften eine frühe Behandlung mit SIT. Es bleibt jedoch zu erwähnen, dass diese neue Indikation der SIT als tertiäre Präventionsmaßnahme bei sensibilisierten/allergischen Kindern erst durch randomisierte plazebokontrollierte Studien belegt werden muss.

9. Wer sollte eine SIT bei Kindern durchführen?

Jeder Arzt mit praktischer Erfahrung in der Durchführung einer SIT sollte diese Therapieform bei entsprechender Indikation durchführen. Systemische Reaktionen nach SCIT sind selten und treten normalerweise innerhalb der ersten 30 Minuten nach Injektion auf. Daher sollen Patienten während dieses Zeitraums, also für mindestens eine halbe Stunde, in der ärztlichen Praxis überwacht werden. Der behandelnde Arzt soll in der Notfallsbehandlung einer anaphylaktische Reaktion geschult sein. Die Behandlung reicht, je nach Schweregrad der Reaktion, von der alleinigen Inhalation von Betamimetika bei milden Nebenwirkungen bis hin zur i. m. Applikation von Adrenalin, zum Legen eines venösen Zugangs zur Verabreichung von i.v. Flüssigkeit, Steroiden und Antihistaminika [121; 123-125]. Entsprechende Ausstattung der Praxisräumlichkeiten und regelmäßiges Notfallstraining für alle involvierten Ärzte und Pflegepersonen sind eine wesentliche Voraussetzung [116].

10. Welche Arten von SIT-Präparaten sind erhältlich?

SIT-Produkte umfassen sowohl unmodifizierte, native Allergenextrakte in wässriger oder physikalisch gebundener Form als auch chemisch modifizierte Extrakte (Allergoide) in physikalisch gebundener Form (Tabelle 1, abgeändert nach [130]). Die physikalisch gebundenen Präparate werden als Semidepotpräparate bezeichnet und haben den Vorteil einer langsameren Allergenfreisetzung und damit besseren Verträglichkeit. Die chemisch modifizierten Extrakte haben eine reduzierte B-Zell-Rezeptor und IgE-Bindungskapazität bei unveränderter T-Zell-Erkennung mit dem Ziel eines verminderten Nebenwirkungspotentials. Derzeit kann keine klare Empfehlung abgegeben werden, ob unmodifizierte oder modifizierte SIT-Präparate bevorzugt verwendet werden sollten, da keine direkt vergleichenden Studien existieren. Daten zu Sicherheit und Effektivität sind für die meisten, jedoch nicht für alle Produkte vorhanden. In einer kürzlich von uns durchgeführten Bestandsaufnahme aller in Österreich zugelassener SIT-Präparate führen wir für sämtliche Präparate die an Kindern durchgeführten klinischen Studien an [130]. Ziel dieser Konsensusgruppe ist die Förderung der Nutzung von SIT in Kindern bei adäquater Indikationsstellung sowie die Unterstützung jener Produkte mit in klinischen Studien nachgewiesener Wirksamkeit und Sicherheit [130] (Tabelle 2, abgeändert nach [130], Literatur in der Tabelle [7; 9; 15; 19; 20; 29; 34-37; 40; 41; 44; 54; 58; 59; 66; 71; 84; 85; 88; 89; 93; 94; 96; 97; 102; 107; 110; 111; 115; 134; 137; 138; 142; 144; 154]

Diskussion

Die Prävalenz allergischer Erkrankungen ist in den letzten Jahrzehnten in fast allen Altersgruppen und geographischen Regionen dramatisch gestiegen [8]. Die Gründe dafür sind nicht vollständig geklärt, jedoch besteht eine zunehmende Übereinstimmung dahingehend, das nicht ein einzelner Faktor sondern das Zusammenspielen mehrerer Parameter, wie Umwelteinflüsse, Ernährung, mikrobielle Exposition und Lebensgewohnheiten, in der Allergieentstehung zusammenwirken. Manche dieser Faktoren lenken das Immunsystem direkt in Richtung einer allergischen Überempfindlichkeit während andere wahrscheinlich eher epigenetische Veränderungen bewirken, und somit das Risiko erhöhen, eine allergische Erkrankung zu entwickeln.

 

Basierend auf der multifaktoriellen Natur dieses Krankheitsbildes haben sich auch die wissenschaftlichen Ansätze zur Untersuchung der Grundlagen der Allergienentstehung verändert. Da sich in interventionellen ‚single-factor‘ Studien kein alleinstehender Risiko- oder Präventionsfaktor identifizieren ließ, ist man zu komplizierteren ‚multi-variablen‘ Interventionsstudien übergegangen. Dennoch ist derzeit noch keine effektive und realisierbare Strategie zur Prävention von Allergien bekannt [4].

 

Die pharmakologische Therapie allergischer Erkrankungen wie allergischer Rhinitis, allergischer Konjunktivitis, Asthma bronchiale, Insektengiftallergien und Nahrungsmittelallergien mit oder ohne atopischem Ekzem verfolgt vereinfacht gesprochen zwei Ziele: die medikamentöse Unterdrückung der Endorganmanifestation der allergischen Erkrankung auf der einen Seite und die Modulation der zugrundeliegenden immunologischen Abweichungen auf der anderen Seite. [2; 17; 31]. Die SIT ist ein solcher immunmodulatorischer Ansatz: durch die Verabreichung schrittweise steigender Allergendosen soll klinische Toleranz gegenüber dem Allergen induziert werden. Dadurch verbessert eine SIT nicht nur die klinischen Symptome sondern führt auch zu tiefgreifenden immunologischen Verände- rungen.

In der SIT angewandte Allergene werden in verschieden Formen angeboten [69; 77]:

  • in nativer, wässriger Form
  • in Kombination mit Adjuvantien wie Aluminiumhydroxid oder L-Thyrosin
  • in chemisch modifizierter Form (Paraformaldehyd, Glutaraldehyd), sogenannte Allergoide [7; 19], um die IgE-Bindungs- und Mastzelldegra- nulationskapazität zu vermindern.

SIT-Präparate werden entweder subkutan oder sublingual verabreicht, bei beiden Applikationsformen haben klinische Studien Sicherheit und Wirksamkeit gezeigt. Folgende neue Allergenzubereitungen und -Applikationsformen sind in Entwicklung, aber im klinischen Alltag noch nicht erhältlich: hypoallergene Allergenfragmente [47; 99; 135; 140], intralymphatische Immuntherapie [62] und rekombinante allergene Moleküle [98; 105].

 

Trotz oder vielleicht gerade wegen der langen Tradition der Verwendung von SIT gibt es keine allgemein gültige gemeinsame Empfehlung zu Applikationsweg oder Behandlungsschema (Aufdosierungs- und Erhaltungsphase der höchsten tolerierten Dosis). Die Aufdosierungsschemata variieren beträchtlich zwischen den einzelnen Produkten. Die subkutanen Präparate sind meist in langsamen, mittelschnellen, schnell und ultra-schnell Aufdosierungsschemata erhältlich. Traditionelle Schemata, vor allem die langsame Dosissteigerung subkutan über 2-3 Monate sind empirisch entwickelt worden und haben sich als sehr wirksam und sicher erwiesen. Die später auf den Markt gebrachten sublingualen Produkte haben im Gegensatz dazu sehr schnelle oder ultra-schnelle Dosierungschemata (innerhalb einer Woche). Das neueste sublinguale Präparat lässt die Aufdosierung überhaupt aus und beginnt mit einer hochdosierten Allergenapplikation [20; 147].

 

Unsere Schlussfolgerung aus den verschiedenen erfolgreich angewandten Applikationsarten und Dosierungsschemata ist, dass die der Allergie zugrundeliegende immunologische Dysregulation offensichtlich über mehrere Wege behandelt werden kann. Eine allgemein gültige Empfehlung für die Wahl des Immuntherapeutikums ist daher eventuell gar nicht möglich.

Allerdings sollten für alle erhältlichen immuntherapeutischen Präparate Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit bei Erwachsenen und Kindern vorliegen. Da dies nicht für alle in Europa lizensierte Produkte der Fall ist, sollten sich Ärzte, die eine SIT verschreiben, jener Präparate, die in kontrollierten klinischen Studien an Kindern und Jugendlichen getestet wurden, bewusst sein. In einer kürzlich durchgeführten Übersichtsarbeit zu allen in Österreich zugelassenen allergenspezifischen Immuntherapeutika, heben wir diese Präparate hervor, mit dem Ziel Ärzte in der Wahl des Immuntherapie-Präparats zu unterstützen [130].

Die Schwierigkeiten, die sich aufgrund der unterschiedlichen Verfügbarkeit, Wirksamkeit und Vorteile der einzelnen SIT-Produkte in Europa ergeben, sollten nicht von der Anwendung einer allergenspezifischen Immuntherapie bei allergischen Erkrankungen abhalten. Die SIT stellt zweifellos die potenteste immunmodulatorische Intervention von IgE-vermittelten Allergien, ganz besonders im Kindesalter, dar.

1 Univ. Klinik für Kinder und Jugendheilkunde, Abt. für Pädiatrische Pulmologie, Allergologie und Endokrinologie, Medizinische Universität Wien

1. Regulation of (EC) No 1901/2006 the Euopean Parliament and of the Council of December 2006 on medicinal products for paediatric use and amending Regulation (EEC) No 1768/92, Directive 2001/20/EC, Directive 2001/83/EC and Regulation (EC) No 726/2004. http://eceuropaeu/enterprise/pharmaceuticals/eudralex/vol1/reg_2006_1901/reg_2006_1901_enpdf

2. Abramson MJ, Puy RM, Weiner JM (2003) Allergen immunotherapy for asthma. Cochrane Database Syst Rev:CD001186

3. Akdis CA, Blesken T, Akdis M, Wuthrich B, Blaser K (1998) Role of interleukin 10 in specific immunotherapy. J Clin Invest 102:98-106

4. Akdis M (2009) Immune tolerance in allergy. Curr Opin Immunol 21:700-707

5. Akdis M, Akdis CA (2007) Mechanisms of allergen-specific immunotherapy. J Allergy Clin Immunol 119:780-791

6. Akdis M, Verhagen J, Taylor A, Karamloo F, Karagiannidis C, Crameri R, Thunberg S, Deniz G, Valenta R, Fiebig H, Kegel C, Disch R, Schmidt-Weber CB, Blaser K, Akdis CA (2004) Immune responses in healthy and allergic individuals are characterized by a fine balance between allergen-specific T regulatory 1 and T helper 2 cells. J Exp Med 199:1567-1575

7. Ariano R, Kroon AM, Augeri G, Canonica GW, Passalacqua G (1999) Long-term treatment with allergoid immunotherapy with Parietaria. Clinical and immunologic effects in a randomized, controlled trial. Allergy 54:313-319

8. Asher MI, Montefort S, Bjorksten B, Lai CK, Strachan DP, Weiland SK, Williams H (2006) Worldwide time trends in the prevalence of symptoms of asthma, allergic rhinoconjunctivitis, and eczema in childhood: ISAAC Phases One and Three repeat multicountry cross-sectional surveys. Lancet 368:733-743

9. Bahceciler NN, Isik U, Barlan IB, Basaran MM (2001) Efficacy of sublingual immunotherapy in children with asthma and rhinitis: a double-blind, placebo-controlled study. Pediatr Pulmonol 32:49-55

10. Bellinghausen I, Metz G, Enk AH, Christmann S, Knop J, Saloga J (1997) Insect venom immunotherapy induces interleukin-10 production and a Th2-to-Th1 shift, and changes surface marker expression in venom-allergic subjects. Eur J Immunol 27:1131-1139

11. Bernardini R, Campodonico P, Burastero S, Azzari C, Novembre E, Pucci N, Massai C, De Martino M, Vierucci A (2006) Sublingual immunotherapy with a latex extract in paediatric patients: a double-blind, placebo-controlled study. Curr Med Res Opin 22:1515-1522

12. Bernardini R, Pecora S, Milani M, Burastero SE (2008) Natural rubber latex allergy in children: clinical and immunological effects of 3-years sublingual immunotherapy. Eur Ann Allergy Clin Immunol 40:142-147

13. Beyer K, Wahn U (2008) Oral immunotherapy for food allergy in children. Curr Opin Allergy Clin Immunol 8:553-556

14. Bohle B (2007) The impact of pollen-related food allergens on pollen allergy. Allergy 62:3-10

15. Bordignon V, Parmiani S (2003) Variation of the skin end-point in patients treated with sublingual specific immunotherapy. J Investig Allergol Clin Immunol 13:170-176

16. Bousquet J, Lockey R, Malling HJ (1998) Allergen immunotherapy: therapeutic vaccines for allergic diseases. A WHO position paper. J Allergy Clin Immunol 102:558-562

17. Bousquet J, Lockey R, Malling HJ, Alvarez-Cuesta E, Canonica GW, Chapman MD, Creticos PJ, Dayer JM, Durham SR, Demoly P, Goldstein RJ, Ishikawa T, Ito K, Kraft D, Lambert PH, Lowenstein H, Muller U, Norman PS, Reisman RE, Valenta R, Valovirta E, Yssel H (1998) Allergen immunotherapy: therapeutic vaccines for allergic diseases. World Health Organization. American academy of Allergy, Asthma and Immunology. Ann Allergy Asthma Immunol 81:401-405.

18. Bousquet J, Van Cauwenberge P, Khaltaev N (2001) Allergic rhinitis and its impact on asthma. J Allergy Clin Immunol 108:S147-334

19. Brewczynski PZ, Kroon AM (1999) Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Immuntherapie mit modifizierten Gräserpollenallergenen. Allergologie 22:411-420

20. Bufe A, Eberle P, Franke-Beckmann E, Funck J, Kimmig M, Klimek L, Knecht R, Stephan V, Tholstrup B, Weisshaar C, Kaiser F (2009) Safety and efficacy in children of an SQ-standardized grass allergen tablet for sublingual immunotherapy. J Allergy Clin Immunol 123:167-173 e167

21. Bufe A, Ziegler-Kirbach E, Stoeckmann E, Heidemann P, Gehlhar K, Holland-Letz T, Braun W (2004) Efficacy of sublingual swallow immunotherapy in children with severe grass pollen allergic symptoms: a double-blind placebo-controlled study. Allergy 59:498-504

22. Businco L, Zannino L, Cantani A, Corrias A, Fiocchi A, La Rosa M (1995) Systemic reactions to specific immunotherapy in children with respiratory allergy: a prospective study. Pediatr Allergy Immunol 6:44-47

23. Cadario G, Galluccio AG, Pezza M, Appino A, Milani M, Pecora S, Mastrandrea F (2007) Sublingual immunotherapy efficacy in patients with atopic dermatitis and house dust mites sensitivity: a prospective pilot study. Curr Med Res Opin 23:2503-2506

24. Cady CT, Powell MS, Harbeck RJ, Giclas PC, Murphy JR, Katial RK, Weber RW, Hogarth PM, Johnson S, Bonvini E, Koenig S, Cambier JC IgG antibodies produced during subcutaneous allergen immunotherapy mediate inhibition of basophil activation via a mechanism involving both FcgammaRIIA and FcgammaRIIB. Immunol Lett 130:57-65

25. Calderon MA, Alves B, Jacobson M, Hurwitz B, Sheikh A, Durham S (2007) Allergen injection immunotherapy for seasonal allergic rhinitis. Cochrane Database Syst Rev:CD001936

26. Caminiti L, Passalacqua G, Barberi S, Vita D, Barberio G, De Luca R, Pajno GB (2009) A new protocol for specific oral tolerance induction in children with IgE-mediated cow‘s milk allergy. Allergy Asthma Proc 30:443-448

27. Canonica GW, Baena-Cagnani CE, Bousquet J, Bousquet PJ, Lockey RF, Malling HJ, Passalacqua G, Potter P, Valovirta E (2007) Recommendations for standardization of clinical trials with Allergen Specific Immunotherapy for respiratory allergy. A statement of a World Allergy Organization (WAO) taskforce. Allergy 62:317-324

28. Clark AT, Islam S, King Y, Deighton J, Anagnostou K, Ewan PW (2009) Successful oral tolerance induction in severe peanut allergy. Allergy 64:1218-1220

29. Clavel R, Bousquet J, Andre C (1998) Clinical efficacy of sublingual-swallow immunotherapy: a double-blind, placebo-controlled trial of a standardized five-grass-pollen extract in rhinitis. Allergy 53:493-498.

30. Coifman RE, Cox LS (2007) 2006 American Academy of Allergy, Asthma & Immunology member immunotherapy practice patterns and concerns. J Allergy Clin Immunol 119:1012-1013

31. Compalati E, Penagos M, Tarantini F, Passalacqua G, Canonica GW (2009) Specific immunotherapy for respiratory allergy: state of the art according to current meta-analyses. Ann Allergy Asthma Immunol 102:22-28

32. de Blay F, Barnig C, Kanny G, Purohit A, Leynadier F, Tunon de Lara JM, Chabane H, Guerin L (2007) Sublingual-swallow immunotherapy with standardized 3-grass pollen extract: a double-blind, placebo-controlled study. Ann Allergy Asthma Immunol 99:453-461

33. Des Roches A, Paradis L, Menardo JL, Bouges S, Daures JP, Bousquet J (1997) Immunotherapy with a standardized Dermatophagoides pteronyssinus extract. VI. Specific immunotherapy prevents the onset of new sensitizations in children. J Allergy Clin Immunol 99:450-453

34. Di Rienzo V, Marcucci F, Puccinelli P, Parmiani S, Frati F, Sensi L, Canonica GW, Passalacqua G (2003) Long-lasting effect of sublingual immunotherapy in children with asthma due to house dust mite: a 10-year prospective study. Clin Exp Allergy 33:206-210

35. Dolz I, Martinez-Cocera C, Bartolome JM, Cimarra M (1996) A double-blind, placebo-controlled study of immunotherapy with grass-pollen extract Alutard SQ during a 3-year period with initial rush immunotherapy. Allergy 51:489-500

36. Drachenberg KJ, Heinzkill M, Urban E, Woroniecki SR (2003) Efficacy and tolerability of short-term specific immunotherapy with pollen allergoids adjuvanted by monophosphoryl lipid A (MLP) for children and adolecents. Allergol et Immunopathol 31:270-277

37. Drachenberg KJ, Pfeiffer P, Urban E (2001) Sublinguale Immuntherapie. Ergebnisse einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Multicenterstudie mit einem standardisierten Birken- und Gräser-/Roggenpollenextrakt. Allergologie 24:525-534

38. Dreborg S, Agrell B, Foucard T, Kjellman NI, Koivikko A, Nilsson S (1986) A double-blind, multicenter immunotherapy trial in children, using a purified and standardized Cladosporium herbarum preparation. I. Clinical results. Allergy 41:131-140

39. Eifan AO, Akkoc T, Yildiz A, Keles S, Ozdemir C, Bahceciler NN, Barlan IB Clinical efficacy and immunological mechanisms of sublingual and subcutaneous immunotherapy in asthmatic/rhinitis children sensitized to house dust mite: an open randomized controlled trial. Clin Exp Allergy 40:922-932

40. Eng PA, Borer-Reinhold M, Heijnen IA, Gnehm HP (2006) Twelve-year follow-up after discontinuation of preseasonal grass pollen immunotherapy in childhood. Allergy 61:198-201

41. Eng PA, Reinhold M, Gnehm HP (2002) Long-term efficacy of preseasonal grass pollen immunotherapy in children. Allergy 57:306-312.

42. Evans R, Pence H, Kaplan H, Rocklin RE (1976) The effect of immunotherapy on humoral and cellular responses in ragweed hayfever. J Clin Invest 57:1378-1385

43. Faith A, Richards DF, Verhoef A, Lamb JR, Lee TH, Hawrylowicz CM (2003) Impaired secretion of interleukin-4 and interleukin-13 by allergen-specific T cells correlates with defective nuclear expression of NF-AT2 and jun B: relevance to immunotherapy. Clin Exp Allergy 33:1209-1215

44. Feliziani V, Lattuada G, Parmiani S, Dall‘Aglio PP (1995) Safety and efficacy of sublingual rush immunotherapy with grass allergen extracts. A double blind study. Allergol Immunopathol (Madr) 23:224-230.

45. Fontana V, Holt LJ, Mainland D (1966) Effectiveness of hyposensitization therapy in ragweed hay-fever in children. JAMA 195:985-992

46. Francis JN, Till SJ, Durham SR (2003) Induction of IL-10+CD4+CD25+ T cells by grass pollen immunotherapy. J Allergy Clin Immunol 111:1255-1261

47. Gafvelin G, Thunberg S, Kronqvist M, Gronlund H, Gronneberg R, Troye-Blomberg M, Akdis M, Fiebig H, Purohit A, Horak F, Reisinger J, Niederberger V, Akdis CA, Cromwell O, Pauli G, Valenta R, van Hage M (2005) Cytokine and antibody responses in birch-pollen-allergic patients treated with genetically modified derivatives of the major birch pollen allergen Bet v 1. Int Arch Allergy Immunol 138:59-66

48. Gillissen A, Bergmann KC, Kleine-Tebbe J, Schultze-Werninghaus G, Virchow JC, Jr., Wahn U, Graf von der Schulenburg JM (2003) [Specific immunotherapy in allergic asthma]. Dtsch Med Wochenschr 128:204-209

49. Gleich GJ, Zimmermann EM, Henderson LL, Yunginger JW (1982) Effect of immunotherapy on immunoglobulin E and immunoglobulin G antibodies to ragweed antigens: a six-year prospective study. J Allergy Clin Immunol 70:261-271

50. Glover MT, Atherton DJ (1992) A double-blind controlled trial of hyposensitization to Dermatophagoides pteronyssinus in children with atopic eczema. Clin Exp Allergy 22:440-446

51. Golden DB (2006) Insect allergy in children. Curr Opin Allergy Clin Immunol 6:289-293

52. Golden DB, Kagey-Sobotka A, Norman PS, Hamilton RG, Lichtenstein LM (2004) Outcomes of allergy to insect stings in children, with and without venom immunotherapy. N Engl J Med 351:668-674

53. Gotzsche PC, Johansen HK (2008) House dust mite control measures for asthma: systematic review. Allergy 63:646-659

54. Grosclaude M, Bouillot P, Alt R, Leynadier F, Scheinmann P, Rufin P, Basset D, Fadel R, Andre C (2002) Safety of various dosage regimens during induction of sublingual immunotherapy. A preliminary study. Int Arch Allergy Immunol 129:248-253

55. Hedlin G, Heilborn H, Lilja G, Norrlind K, Pegelow KO, Schou C, Lowenstein H (1995) Long-term follow-up of patients treated with a three-year course of cat or dog immunotherapy. J Allergy Clin Immunol 96:879-885

56. Hofmann AM, Scurlock AM, Jones SM, Palmer KP, Lokhnygina Y, Steele PH, Kamilaris J, Burks AW (2009) Safety of a peanut oral immunotherapy protocol in children with peanut allergy. J Allergy Clin Immunol 124:286-291, 291 e281-286

57. Horst M, Hejjaoui A, Horst V, Michel FB, Bousquet J (1990) Double-blind, placebo-controlled rush immunotherapy with a standardized Alternaria extract. J Allergy Clin Immunol 85:460-472

58. Inal A, Altintas DU, Yilmaz M, Karakoc GB, Kendirli SG, Sertdemir Y (2007) Prevention of new sensitizations by specific immunotherapy in children with rhinitis and/or asthma monosensitized to house dust mite. J Investig Allergol Clin Immunol 17:85-91

59. Ippoliti F, De Santis W, Volterrani A, Lenti L, Canitano N, Lucarelli S, Frediani T (2003) Immunomodulation during sublingual therapy in allergic children. Pediatr Allergy Immunol 14:216-221

60. Itoh N, Itagaki Y, Kurihara K Rush specific oral tolerance induction in school-age children with severe egg allergy: one year follow up. Allergol Int 59:43-51

61. Jacobsen L, Niggemann B, Dreborg S, Ferdousi HA, Halken S, Host A, Koivikko A, Norberg LA, Valovirta E, Wahn U, Moller C (2007) Specific immunotherapy has long-term preventive effect of seasonal and perennial asthma: 10-year follow-up on the PAT study. Allergy 62:943-948

62. Johansen P, Haffner AC, Koch F, Zepter K, Erdmann I, Maloy K, Simard JJ, Storni T, Senti G, Bot A, Wuthrich B, Kundig TM (2005) Direct intralymphatic injection of peptide vaccines enhances immunogenicity. Eur J Immunol 35:568-574

63. Jones SM, Pons L, Roberts JL, Scurlock AM, Perry TT, Kulis M, Shreffler WG, Steele P, Henry KA, Adair M, Francis JM, Durham S, Vickery BP, Zhong X, Burks AW (2009) Clinical efficacy and immune regulation with peanut oral immunotherapy. J Allergy Clin Immunol 124:292-300, 300 e291-297

64. Jutel M, Akdis M, Budak F, Aebischer-Casaulta C, Wrzyszcz M, Blaser K, Akdis CA (2003) IL-10 and TGF-beta cooperate in the regulatory T cell response to mucosal allergens in normal immunity and specific immunotherapy. Eur J Immunol 33:1205-1214

65. Jutel M, Pichler WJ, Skrbic D, Urwyler A, Dahinden C, Muller UR (1995) Bee venom immunotherapy results in decrease of IL-4 and IL-5 and increase of IFN-gamma secretion in specific allergen-stimulated T cell cultures. J Immunol 154:4187-4194

66. Keskin O, Tuncer A, Adalioglu G, Sekerel BE, Sackesen C, Kalayci O (2006) The effects of grass pollen allergoid immunotherapy on clinical and immunological parameters in children with allergic rhinitis. Pediatr Allergy Immunol 17:396-407

67. Kinaciyan T, Jahn-Schmid B, Radakovics A, Zwolfer B, Schreiber C, Francis JN, Ebner C, Bohle B (2007) Successful sublingual immunotherapy with birch pollen has limited effects on concomitant food allergy to apple and the immune response to the Bet v 1 homolog Mal d 1. J Allergy Clin Immunol 119:937-943

68. Kleine-Tebbe J, Bergmann KC, Friedrichs F, Fuchs T, Jung K, Klimek L, Kühr J, Lässig W, Lepp U, Niggemann B, Rakoski J, Rebien W, Renz H, Saloga J, Simon J, Sitter H, Virchow C, Worm M (2006) Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen. Allergo J 15:56-74

69. Kleine-Tebbe J, Bufe A, Ebner C, Eigenmann P, Friedrichs F, Fuchs T, Huttegger I, Jung K, Klimek L, Kopp M, Lässig W, Merk HF, Niggemann B, Rabe U, Saloga J, Schmid-Grendelmeier P, Sitter H, Virchow C, Wagenmann M, Wedi B, Worm M (2009) Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen. Allergo J 18:508-537

70. Kopp MV, Niggemann B, Forster J (2009) House dust mite allergy: complete removal of the provoking allergen is a primary therapeutic approach. Allergy 64:1402-1403; author reply 1405

71. La Rosa M, Ranno C, Andre C, Carat F, Tosca MA, Canonica GW (1999) Double-blind placebo-controlled evaluation of sublingual-swallow immunotherapy with standardized Parietaria judaica extract in children with allergic rhinoconjunctivitis. J Allergy Clin Immunol 104:425-432.

72. Larche M, Akdis CA, Valenta R (2006) Immunological mechanisms of allergen-specific immunotherapy. Nat Rev Immunol 6:761-771

73. Leroy B, Lachapelle JM, Jacquemin MG, Saint-Remy JM (1993) Immunotherapy of atopic dermatitis by injections of antigen-antibody complexes. Dermatology 186:276-277

74. Leynadier F, Herman D, Vervloet D, Andre C (2000) Specific immunotherapy with a standardized latex extract versus placebo in allergic healthcare workers. J Allergy Clin Immunol 106:585-590

75. Ling EM, Smith T, Nguyen XD, Pridgeon C, Dallman M, Arbery J, Carr VA, Robinson DS (2004) Relation of CD4+CD25+ regulatory T-cell suppression of allergen-driven T-cell activation to atopic status and expression of allergic disease. Lancet 363:608-615

76. Longo G, Barbi E, Berti I, Meneghetti R, Pittalis A, Ronfani L, Ventura A (2008) Specific oral tolerance induction in children with very severe cow‘s milk-induced reactions. J Allergy Clin Immunol 121:343-347

77. Löwer J, Becker W-M, Vieths S (2003) Regulatory control and standardization of allergenic extracts. Frankfurt/Main: Druck- und Verlagshaus Sperlich Arb Paul Ehrlich Inst Bundesamt Sera Impfstoffe:65-115

78. Lüderitz-Püchel U, Keller-Stanislawski B, Haustein D (2001) Neubewertung des Risikos von Test- und Therapieallergenen. Eine Analyse der UAW-Meldungen von 1991 bis 2000. Bundesgesundheitsbl Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz 44:709-718

79. Madonini E, Agostinis F, Barra R, Berra A, Donadio D, Pappacoda A, Stefani E, Tierno E (2003) Long-term and preventive effects of sublingual allergen-specific immunotherapy: a retrospective, multicentric study. Int J Immunopathol Pharmacol 16:73-79

80. Madsen F (2007) EAACI ‚Standards for practical allergen-specific immunotherapy‘. Allergy 62:332

81. Malling HJ (1999) [WHO position paper (summary)--allergen-immunotherapy: therapeutic vaccines for allergic diseases]. Wien Med Wochenschr 149:410-414

82. Malling HJ (2000) Minimising the risks of allergen-specific injection immunotherapy. Drug Saf 23:323-332

83. Marcotte GV, Braun CM, Norman PS, Nicodemus CF, Kagey-Sobotka A, Lichtenstein LM, Essayan DM (1998) Effects of peptide therapy on ex vivo T-cell responses. J Allergy Clin Immunol 101:506-513

84. Marcucci F, Sensi L, Di Cara G, Incorvaia C, Frati F (2005) Dose dependence of immunological response to sublingual immunotherapy. Allergy 60:952-956

85. Marcucci F, Sensi L, Frati F, Bernardini R, Novembre E, Barbato A, Pecora S (2003) Effects on inflammation parameters of a double-blind, placebo controlled one-year course of SLIT in children monosensitized to mites. Allergy 58:657-662

86. Mastrandrea F, Serio G, Minelli M, Minardi A, Scarcia G, Coradduzza G, Parmiani S (2000) Specific sublingual immunotherapy in atopic dermatitis. Results of a 6- year follow-up of 35 consecutive patients. Allergol Immunopathol (Madr) 28:54-62.

87. Menardo JL, Bousquet J, Ville G, Michel FB (1983) [Desensitisation with hymenoptera venom in children]. Arch Fr Pediatr 40:543-547

88. Moller C, Dreborg S, Ferdousi HA, Halken S, Host A, Jacobsen L, Koivikko A, Koller DY, Niggemann B, Norberg LA, Urbanek R, Valovirta E, Wahn U (2002) Pollen immunotherapy reduces the development of asthma in children with seasonal rhinoconjunctivitis (the PAT-study). J Allergy Clin Immunol 109:251-256.

89. Mortemousque B, Bertel F, De Casamayor J, Verin P, Colin J (2003) House-dust mite sublingual-swallow immunotherapy in perennial conjunctivitis: a double-blind, placebo-controlled study. Clin Exp Allergy 33:464-469

90. Muller U, Akdis CA, Fricker M, Akdis M, Blesken T, Bettens F, Blaser K (1998) Successful immunotherapy with T-cell epitope peptides of bee venom phospholipase A2 induces specific T-cell anergy in patients allergic to bee venom. J Allergy Clin Immunol 101:747-754.

91. Niggemann B, Beyer K (2007) Pitfalls in double-blind, placebo-controlled oral food challenges. Allergy 62:729-732

92. Nouri-Aria KT, Wachholz PA, Francis JN, Jacobson MR, Walker SM, Wilcock LK, Staple SQ, Aalberse RC, Till SJ, Durham SR (2004) Grass pollen immunotherapy induces mucosal and peripheral IL-10 responses and blocking IgG activity. J Immunol 172:3252-3259

93. Novembre E, Galli E, Landi F, Caffarelli C, Pifferi M, De Marco E, Burastero SE, Calori G, Benetti L, Bonazza P, Puccinelli P, Parmiani S, Bernardini R, Vierucci A (2004) Coseasonal sublingual immunotherapy reduces the development of asthma in children with allergic rhinoconjunctivitis. J Allergy Clin Immunol 114:851-857

94. Pajno GB, Barberio G, De Luca F, Morabito L, Parmiani S (2001) Prevention of new sensitizations in asthmatic children monosensitized to house dust mite by specific immunotherapy. A six-year follow-up study. Clin Exp Allergy 31:1392-1397

95. Pajno GB, Caminiti L, Vita D, Barberio G, Salzano G, Lombardo F, Canonica GW, Passalacqua G (2007) Sublingual immunotherapy in mite-sensitized children with atopic dermatitis: a randomized, double-blind, placebo-controlled study. J Allergy Clin Immunol 120:164-170

96. Pajno GB, Peroni DG, Barberio G, Boner AL (2003) Efficacy of sublingual immunotherapy in asthma and eczema. Chem Immunol Allergy 82:77-88

97. Passalacqua G, Durham SR (2007) Allergic rhinitis and its impact on asthma update: allergen immunotherapy. J Allergy Clin Immunol 119:881-891

98. Pauli G, Larsen TH, Rak S, Horak F, Pastorello E, Valenta R, Purohit A, Arvidsson M, Kavina A, Schroeder JW, Mothes N, Spitzauer S, Montagut A, Galvain S, Melac M, Andre C, Poulsen LK, Malling HJ (2008) Efficacy of recombinant birch pollen vaccine for the treatment of birch-allergic rhinoconjunctivitis. J Allergy Clin Immunol 122:951-960

99. Pauli G, Purohit A, Oster JP, De Blay F, Vrtala S, Niederberger V, Kraft D, Valenta R (2000)  Comparison of genetically engineered hypoallergenic rBet v 1 derivatives with rBet v 1 wild-type by skin prick and intradermal testing: results obtained in a French population. Clin Exp Allergy 30:1076-1084

100. Piconi S, Trabattoni D, Saresella M, Iemoli E, Schenal M, Fusi A, Borelli M, Chen L, Mascheri A, Clerici M (2007) Effects of specific immunotherapy on the B7 family of costimulatory molecules in allergic inflammation. J Immunol 178:1931-1937

101. Plewako H, Wosinska K, Arvidsson M, Bjorkander J, Hakansson L, Rak S (2006) Production of interleukin-12 by monocytes and interferon-gamma by natural killer cells in allergic patients during rush immunotherapy. Ann Allergy Asthma Immunol 97:464-468

102. Pradalier A, Basset D, Claudel A, Couturier P, Wessel F, Galvain S, Andre C (1999) Sublingual-swallow immunotherapy (SLIT) with a standardized five-grass- pollen extract (drops and sublingual tablets) versus placebo in seasonal rhinitis. Allergy 54:819-828.

103. Przybilla B, Rueff F (1999) [Desensitization of allergy to hymenoptera venoms]. Wien Med Wochenschr 149:421-428

104. Purello-D‘Ambrosio F, Gangemi S, Merendino RA, Isola S, Puccinelli P, Parmiani S, Ricciardi L (2001) Prevention of new sensitizations in monosensitized subjects submitted to specific immunotherapy or not. A retrospective study. Clin Exp Allergy 31:1295-1302.

105. Purohit A, Niederberger V, Kronqvist M, Horak F, Gronneberg R, Suck R, Weber B, Fiebig H, van Hage M, Pauli G, Valenta R, Cromwell O (2008) Clinical effects of immunotherapy with genetically modified recombinant birch pollen Bet v 1 derivatives. Clin Exp Allergy 38:1514-1525

106. Reha CM, Ebru A (2007) Specific immunotherapy is effective in the prevention of new sensitivities. Allergol Immunopathol (Madr) 35:44-51

107. Rienzo VD, Minelli M, Musarra A, Sambugaro R, Pecora S, Canonica WG, Passalacqua G (2005) Post-marketing survey on the safety of sublingual immunotherapy in children below the age of 5 years. Clin Exp Allergy 35:560-564

108. Ring J (1982) Successful hyposensitization treatment in atopic eczema: results of a trial in monozygotic twins. Br J Dermatol 107:597-602

109. Roder E, Berger MY, de Groot H, Gerth van Wijk R (2008) Sublingual immunotherapy in youngsters: adherence in a randomized clinical trial. Clin Exp Allergy 38:1659-1667

110. Rodriguez F, Boquete M, Ibanez MD, de la Torre-Martinez F, Tabar AI (2006) Once daily sublingual immunotherapy without updosing--A new treatment schedule. Int Arch Allergy Immunol 140:321-326

111. Rolinck-Werninghaus C, Hamelmann E, Keil T, Kulig M, Koetz K, Gerstner B, Kuehr J, Zielen S, Schauer U, Kamin W, Von Berg A, Hammermann J, Weinkauf B, Weidinger G, Stenglein S, Wahn U (2004) The co-seasonal application of anti-IgE after preseasonal specific immunotherapy decreases ocular and nasal symptom scores and rescue medication use in grass pollen allergic children. Allergy 59:973-979

112. Rolinck-Werninghaus C, Staden U, Mehl A, Hamelmann E, Beyer K, Niggemann B (2005) Specific oral tolerance induction with food in children: transient or persistent effect on food allergy? Allergy 60:1320-1322

113. Rueff F, Przybilla B (2004) Venom immunotherapy: adverse reactions and treatment failure. Curr Opin Allergy Clin Immunol 4:307-311

114. Rueff F, Wenderoth A, Przybilla B (2001) Patients still reacting to a sting challenge while receiving conventional Hymenoptera venom immunotherapy are protected by increased venom doses. J Allergy Clin Immunol 108:1027-1032

115. Sabbah A, Hassoun S, Le Sellin J, Andre C, Sicard H (1994) A double-blind, placebo-controlled trial by the sublingual route of immunotherapy with a standardized grass pollen extract. Allergy 49:309-313.

116. Sampson HA, Munoz-Furlong A, Bock SA, Schmitt C, Bass R, Chowdhury BA, Decker WW, et al. (2005) Symposium on the definition and management of anaphylaxis: summary report. J Allergy Clin Immunol 115:584-591

117. Savolainen J, Jacobsen L, Valovirta E (2006) Sublingual immunotherapy in children modulates allergen-induced in vitro expression of cytokine mRNA in PBMC. Allergy 61:1184-1190

118. Schafer T, Ring J (1997) Epidemiology of allergic diseases. Allergy 52:14-22; discussion 35-16.

119. Schuetze GE, Forster J, Hauk PJ, Friedl K, Kuehr J (2002) Bee-venom allergy in children: long-term predictive value of standardized challenge tests. Pediatr Allergy Immunol 13:18-23

120. Secrist H, Chelen CJ, Wen Y, Marshall JD, Umetsu DT (1993) Allergen immunotherapy decreases interleukin 4 production in CD4+ T cells from allergic individuals. J Exp Med 178:2123-2130

121. Sheikh A, Shehata YA, Brown SG, Simons FE (2009) Adrenaline for the treatment of anaphylaxis: cochrane systematic review. Allergy 64:204-212

122. Sicherer SH, Sampson HA (2007) Peanut allergy: emerging concepts and approaches for an apparent epidemic. J Allergy Clin Immunol 120:491-503; quiz 504-495

123. Simons FE (2003) H1-Antihistamines: more relevant than ever in the treatment of allergic disorders. J Allergy Clin Immunol 112:S42-52

124. Simons FE (2004) First-aid treatment of anaphylaxis to food: focus on epinephrine. J Allergy Clin Immunol 113:837-844

125. Simons FE, Gu X, Johnston LM, Simons KJ (2000) Can epinephrine inhalations be substituted for epinephrine injection in children at risk for systemic anaphylaxis? Pediatrics 106:1040-1044

126. Sopo SM, Onesimo R, Giorgio V, Fundaro C Specific oral tolerance induction (SOTI) in pediatric age: clinical research or just routine practice? Pediatr Allergy Immunol 21:e446-449

127. Staden U, Rolinck-Werninghaus C, Brewe F, Wahn U, Niggemann B, Beyer K (2007) Specific oral tolerance induction in food allergy in children: efficacy and clinical patterns of reaction. Allergy 62:1261-1269

128. Stelmach I, Kaczmarek-Wozniak J, Majak P, Olszowiec-Chlebna M, Jerzynska J (2009) Efficacy and safety of high-doses sublingual immunotherapy in ultra-rush scheme in children allergic to grass pollen. Clin Exp Allergy 39:401-408

129. Stewart GE, 2nd, Lockey RF (1992) Systemic reactions from allergen immunotherapy. J Allergy Clin Immunol 90:567-578

130. Szepfalusi Z, Emminger W, Eitelberger F, Gotz M, Grillenberger A, Horak E, Huttegger I, Koller D, Litscher H, Schmitzberger R, Varga EM, Riedler J (2009) [Allergen-specific Immunotherapy for children and adolescents - a review on available products in Austria]. Wien Klin Wochenschr 121:648-660

131. Szepfalusi Z, Gruber S, Eiwegger T, Dehlink E (2010) Allergen-specific immunotherapy in children: facts and FAQs. Eur J Pediatr 169

132. Tabar AI, Anda M, Bonifazi F, Bilo MB, Leynadier F, Fuchs T, Ring J, Galvain S, Andre C (2006) Specific immunotherapy with standardized latex extract versus placebo in latex-allergic patients. Int Arch Allergy Immunol 141:369-376

133. Tabar AI, Lizaso MT, Garcia BE, Gomez B, Echechipia S, Aldunate MT, Madariaga B, Martinez A (2008) Double-blind, placebo-controlled study of Alternaria alternata immunotherapy: clinical efficacy and safety. Pediatr Allergy Immunol 19:67-75

134. Tari MG, Mancino M, Monti G (1990) Efficacy of sublingual immunotherapy in patients with rhinitis and asthma due to house dust mite. A double-blind study. Allergol Immunopathol (Madr) 18:277-284.

135. Thalhamer T, Dobias H, Stepanoska T, Proll M, Stutz H, Dissertori O, Lackner P, Ferreira F, Wallner M, Thalhamer J, Hartl A Designing hypoallergenic derivatives for allergy treatment by means of in silico mutation and screening. J Allergy Clin Immunol 125:926-934 e910

136. Till S, Walker S, Dickason R, Huston D, O‘Brien F, Lamb J, Kay AB, Corrigan C, Durham S (1997) IL-5 production by allergen-stimulated T cells following grass pollen immunotherapy for seasonal allergic rhinitis. Clin Exp Immunol 110:114-121.

137. Tonnel AB, Scherpereel A, Douay B, Mellin B, Leprince D, Goldstein N, Delecluse P, Andre C (2004) Allergic rhinitis due to house dust mites: evaluation of the efficacy of specific sublingual immunotherapy. Allergy 59:491-497

138. Ullrich D, Thum-Oltimer S, Mussler S, Jaeschke B (2007) Successful specific subcutaneous immunotherapy (SCIT) with non-modified semi-depot pollen and mite preparations. Allergo J:193-198

139. Urbanek R, Forster J, Kuhn W, Ziupa J (1985) Discontinuation of bee venom immunotherapy in children and adolescents. J Pediatr 107:367-371

140. Valenta R, Vrtala S, Focke-Tejkl M, Twardosz A, Swoboda I, Bugajska-Schretter A, Spitzauer S, Kraft D (2002) Synthetic and genetically engineered allergen derivatives for specific immunotherapy of type I allergy. Clin Allergy Immunol 16:495-517

141. Valentine MD, Schuberth KC, Kagey-Sobotka A, Graft DF, Kwiterovich KA, Szklo M, Lichtenstein LM (1990) The value of immunotherapy with venom in children with allergy to insect stings. N Engl J Med 323:1601-1603

142. Valovirta E, Jacobsen L, Ljorring C, Koivikko A, Savolainen J (2006) Clinical efficacy and safety of sublingual immunotherapy with tree pollen extract in children. Allergy 61:1177-1183

143. van Neerven RJ, Arvidsson M, Ipsen H, Sparholt SH, Rak S, Wurtzen PA (2004) A double-blind, placebo-controlled birch allergy vaccination study: inhibition of CD23-mediated serum-immunoglobulin E-facilitated allergen presentation. Clin Exp Allergy 34:420-428

144. Vourdas D, Syrigou E, Potamianou P, Carat F, Batard T, Andre C, Papageorgiou PS (1998) Double-blind, placebo-controlled evaluation of sublingual immunotherapy with standardized olive pollen extract in pediatric patients with allergic rhinoconjunctivitis and mild asthma due to olive pollen sensitization. Allergy 53:662-672.

145. Wachholz PA, Nouri-Aria KT, Wilson DR, Walker SM, Verhoef A, Till SJ, Durham SR (2002) Grass pollen immunotherapy for hayfever is associated with increases in local nasal but not peripheral Th1:Th2 cytokine ratios. Immunology 105:56-62.

146. Wachholz PA, Soni NK, Till SJ, Durham SR (2003) Inhibition of allergen-IgE binding to B cells by IgG antibodies after grass pollen immunotherapy. J Allergy Clin Immunol 112:915-922

147. Wahn U, Tabar A, Kuna P, Halken S, Montagut A, de Beaumont O, Le Gall M (2009) Efficacy and safety of 5-grass-pollen sublingual immunotherapy tablets in pediatric allergic rhinoconjunctivitis. J Allergy Clin Immunol 123:160-166 e163

148. Warner JO, Price JF, Soothill JF, Hey EN (1978) Controlled trial of hyposensitisation to Dermatophagoides pteronyssinus in children with asthma. Lancet 2:912-915

149. Weisnagel J (1979) Nouvel agent hyposensibilisant dans le traitement de la rhinite allergique saisonniere (fievre des foins) a l´herbe a poux chez lnfant: le MRTA (modified ragweed tyrosine adsorbate). Union Med Can 108:685-690

150. Wenzel J, Meissner-Kraemer M, Bauer R, Bieber T, Gerdsen R (2003) Safety of rush insect venom immunotherapy. The results of a retrospective study in 178 patients. Allergy 58:1176-1179

151. Werfel T, Aberer W, Augustin M, Biedermann T, Fölster-Holst R, Friedrichs F, Gieler U, Heratizadeh A, Kapp A, Przybilla B, Rietschel E, Schlaeger M, Schmid-Grendelmeier P, Sitters H, Staab D, Szczepanski R, Vieluf D, Voigtmann I, Worm M (2008) Leitlinien: Neurodermitis. AWMW online

152. Werfel T, Breuer K, Rueff F, Przybilla B, Worm M, Grewe M, Ruzicka T, Brehler R, Wolf H, Schnitker J, Kapp A (2006) Usefulness of specific immunotherapy in patients with atopic dermatitis and allergic sensitization to house dust mites: a multi-centre, randomized, dose-response study. Allergy 61:202-205

153. Wilson DR, Lima MT, Durham SR (2005) Sublingual immunotherapy for allergic rhinitis: systematic review and meta-analysis. Allergy 60:4-12

154. Zielen S, Metz D, Sommer E, Scherf H-P (2007) Kurzzeit-Immuntherapie mit Allergoiden und dem Adjuvans Monophosphoryl-Lipid-A. Allergologie 30:S1-S8

Tabelle 1 Physikalisch-chemische Beschaffenheit von Allergenextrakten
   Impfstoff Zuordnungphysikalisch gebundenVerabreichungsform s.c. = subkutan s.l. = sublingualProdukt - Handelsname
nicht modifiziertwässrig s.c. ALK wässrig® (Bienen/Wespengift)
s.c. Venomenhal® (Bienen/Wespengift)
s.l. Oralvac plus® (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilz)
s.l. Sublivac® (Pollen, Milbe,...)
s.l. Staloral 300® (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilz)
s.l. PangraminSLIT® (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilz)
s.l. Novo-Helisen® oral (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilz)
s.l. SLIT®one (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilz)
s.l. Grazax® (Gräserpollen)
 Semi-depot L-Tyrosin s.c. Tyro-SIT® (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilz)
aluminium-hydroxyde s.c. Depot-HAL® F.I.T. (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilz)
  s.c. Alutard SQ® (Pollen, Milbe, Tierhaare, Biene/Wespengift)
  s.c. Novo-Helisen® Depot (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilz)
  s.c. Pangramin® (Pollen, Milbe)
chemisch modifiziertForm- aldehyd s.c. Acaroid® (Milbe)
  s.c. Allergovit® (Pollen)
Glutar- aldehyd L-Tyrosin + Mono phosphoryl-Lipid-A s.c. Pollinex Quattro® (Pollen)
s.c. Purethal® (Pollen, Milbe)
Tabelle 3 In Österreich erhältliche SIT-Präparate per Stichjahr 2009    
 Produkt - Handelsnamezugelassen abKinderstudieStudie mit Kinder/JugendlicheStudienpopulationIndikationKontrollgruppeAllergen-quelleStudienaussage
sublingual Sublivac® (Pollen, Milbe,...) 5J              
Staloral300® (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilze) 5J Vourdas, Allergy 1998   Kinder n=49, 7-17y, ξ=49 R, A P.k. Olivenpollen verträglich, wirksam
    La Rosa, J Allergy Clin Immunol 1999   Kinder n=41, 6-14y, ξ=41 R P.k. Glaskrautpollen verträglich, wirksam
    Bahceciler, Ped Pulmonol 2001   Kinder n=15, 7-18y, ξ=15 R, A P.k. Hausstaubmilbe wirksam
      Sabbah, Allergy 1994 Kinder n=?, 13-51y, ξ=58 R P.k. Gräserpollen wirksam
      Clavel, Allergy 1998 Kinder n=?, 8-55y, ξ=120 R P.k. Gräserpollen verträglich, wirksam
      Pradalier, Allergy 1999 Kinder n=17, 7-58y, ξ=123 R P.k. Gräserpollen verträglich, wirksam
      Grosclaude, Int Arch Allergy Immunol 2002 Kinder n=30, ?, ξ=64 R P.k. Gräserpollen ?
      Bousquet, Allergy 1999 Kinder n=?, 7-42y, ξ=85 A P.k. Hausstaubmilbe verträglich, wirksam
      Mortemousque, Clin Exp Allergy 2003 Kinder n=?, 6-60y, ξ=60 C P.k. Hausstaubmilbe wirksam
      Tonnel, Allergy 2004 Kinder n=?, 9-38y, ξ=32 R P.k. Hausstaubmilbe wirksam
PangraminSLIT® (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilze) 5J Novembre, J Allergy Clin Immunol 2004   Kinder n=113, 5-14y, ξ=113 R, A P.k. Gräserpollen verträglich, wirksam
    Rolinck-Werninghaus, Allergy 2004   Kinder n=97, 3-14y, ξ=97 R P.k. Gräserpollen verträglich, wirksam
    Di Rienzo, Clin Exp Allergy 2005   Kinder n=126, 3-5y, ξ=126 R, A n.k. Gräserpollen wirksam
    Pajno, Clin Exp Allergy 2003   Kinder n=38, 8-14y, ξ=38 R, A P.k. Parietaria Pollen verträglich, wirksam
    Marcucci, Allergy 2003   Kinder n=24, 4-16y, ξ=24 R, A P.k. Hausstaubmilbe verträglich, wirksam
    Di Rienzo, Clin Exp Allergy 2003   Kinder n=60, 3-17y, ξ=60 R, A P.k. Hausstaubmilbe verträglich, wirksam
    Pajno, Allergy 2004   Kinder n=30, 8-14y, ξ=30 A P.k. Parietaria Pollen verträglich, wirksam
      Feliziani, Allergol et Immunopathol 1995 Kinder n=?, 14-48y, ξ=34 R, A n.k. Gräserpollen verträglich, wirksam
sublingual       Bordignon, J Invest Allergol Clin Immunol 2003 Kinder n=?, 3-50y, ξ=90 R, A n.k. Gräserpollen verträglich
    Pajno, Allergy 2000   Kinder n=24, 8-15y, ξ=24 A P.k. Hausstaubmilbe verträglich, wirksam
    Valovirta, Allergy 2006   Kinder n=98, 8-15y, ξ=98 R, A P.k. Baumpollen verträglich, wirksam
    Marcucci, Ped Allergy Immunol 2005   Kinder n=24, 4-16y, ξ=24 R, A P.k. Hausstaubmilbe verträglich, wirksam
    Tari, Allergol Immunopathol 1990   Kinder n=66, 5-12y, ξ=66 R P.k. Hausstaubmilbe verträglich, wirksam
    Ippoliti, Ped Allergy Immunol 2003,   Kinder n=86, 5-12y, ξ=86 R, A P.k. Hausstaubmilbe verträglich, wirksam
    Wüthrich, J Invest Allergol Clin Invest 2003   Kinder n=28, 4-11y, ξ =28 R, A P.k. Gräserpollen verträglich, wirksam
Novo-Helisen® oral (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilze) 5J Giovane, Clin Exp Allergy 1994   Kinder n=18, 3-13y, ξ=18 A P.k. Hausstaubmilbe verträglich, wirksam
SLIT®one (Pollen, Milbe, Tierhaare, Schimmelpilze) 5J Passalacqua, Ped Allergy Immunol 2007   Kinder n=71, 2-13y, ξ=71 R, A n.k. ? gute Compliance
      Rodriguez, Int Allergy Clin Immunol 2006 Kinder n=40, 7-55y, ξ=135 R, A P.k. Hausstaubmilbe und Gräserpollen verträglich
Grazax® (Gräserpollen) 5J Bufe, J Allergy Clin Immunol 2009   Kinder n=253, 5-16y, ξ=253 R, A P.k. Hausstaubmilbe und Gräserpollen verträglich, wirksam
Pädiatrische Studien und Studien unter Einschluss von Kindern und Jugendlichen zu den jeweiligen Präparaten sind angeführt. A= Asthma bronchiale, R= allergische Rhinitis, Ana= Anaphylaxie, C= Conjunctivitis, o.k.= offen kontrolliert, P.k.= Plazebo-kontrolliert, n.k.= nicht-kontrolliert
Zur Person
Univ.-Prof. Dr. Zsolt Szépfalusi
Immunologische Ausbildung am Inst. für Pathophysiologie Wien, Wechsel an die Univ. Klinik für Kinder und Jugendheilkunde Wien (Ausbildung, Habilitation, Forschungsprofessur), Interimistische Leitung der klin. Abt. Allgemeine Pädiatrie, Leitung eines Forschungslabors für päd. Allergologie und Pulmologie, Einbindung in namhafte EU-Projekte (ALLERGEST, REDALL, GALEN, EUROPREVALL, GLOFAL) und FWF-Projekte, Internat. Gutachter für Top Journale der Pädiatrie und Allergologie/Pneumologie. Betreuung von Dissertanten, Diplomanden und Habilitanten. Ausbildungs- und Weiterbildungsreferent für päd. Allergologie.

Zsolt Szépfalusi, Saskia Gruber, Eiwegger Thomas, Eleonora Dehlink1, Pädiatrie & Pädologie 6/2010

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben