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Abb. 1: Neue Ansätze zu den Krankheitsmechanismen von Sinusitis und Bronchitis und deren Konsequenzen für die Therapie. Im Bild v.l.n.r.: Kristina Schulte-Herweling (G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, Hohenlockstedt, Deutschland), Prof. Dr. Wolfgang Petro
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Abb. 2: Kinder und Jugendliche erleben besonders in der kalten Jahreszeit zahlreiche Infekte der oberen Atemwege.

 
Kinder- und Jugendheilkunde 11. November 2010

United Airways



Die oberen und unteren Atemwege dürfen nicht isoliert betrachtet werden.

Die oberen Atemwege (Nase, Nasennebenhöhlen, Rachen, Kehlkopf) und die unteren Atemwege (Trachea, Bronchien, Bronchioli, Alveolen) bilden eine anatomische und funktionelle Einheit. Die sich daraus ergebenden pathophysiologischen Aspekte und klinischen Konsequenzen entzündlicher Erkrankungen werden unter dem Begriff „United Airways“ subsumiert, berichtete Univ.-Prof. Dr. Andreas Temmel im September in Wien.

Rhinitis, Sinusitis

Gerade Kinder und Jugendliche erleben zahlreiche Infekte, in erster Linie viraler Natur, welche die oberen Atemwege als Eintrittspforte benützen und zu akuten entzündlichen Reaktionen führen. Die Symptome entzündlicher Erkrankungen der Nase und ihrer Nebenhöhlen sind vielfältig und in ihren Ausprägungen äußerst variabel. Tatsache ist, dass Patienten aller Altersstufen durch derartige Erkrankungen unter einen beachtlichen Leidensdruck mit einer wesentlichen Einschränkung der Lebensqualität geraten. Die Erkrankung ist in der Regel selbstlimitiert, wiewohl die Schädigung des Epithels Wegbereiter einer bakteriellen Besiedelung sein kann, was zu Komplikationen führt: Eine Sinusitis entsteht, später bei manchen Patienten auch eine Bronchitis. Der Etagenwechsel ist somit vollzogen, wie Prof. Dr. Wolfgang Petro beschrieb.

Bronchitis

Bronchitis ist insbesondere in den Wintermonaten weit verbreitet und zählt zu den häufigsten Erkrankungen. Auf 100.000 Einwohner kommen pro Woche ca. 80 Erkrankte mit einer Verdoppelung der Erkrankungsrate in der kalten Jahreszeit. Kinder und Jugendliche sind durch erleichterte Infektionswege (Tröpfcheninfektion, Kontaktintensität durch Kindergarten, Schule) häufiger betroffen, so Petro.

Eine akute Bronchitis beginnt meist mit Symptomen des oberen Respirationstraktes und ist zunächst viral ausgelöst. Hierbei handelt es sich um häufig wechselnde Influenza- und Parainfluenzaviren, Echoviren, Rhinoviren, RS-Viren und Coxsackieviren. Die Symptomatik ist meist so wenig eindrucksvoll, dass sie vom Patienten als „normal“ oder als „leichte“ Erkältung eingestuft wird. Meist handelt es sich um trockenen Reizhusten, sehr schnell jedoch in Kombination mit Bildung eines vermehrten, meist hellen, zähen Schleims. So lange eine virale Entzündung führend ist, bleibt der Auswurf klar bis gräulich. Bereits zu diesem Zeitpunkt bestehen Zeichen der unspezifischen bronchialen Hyperreaktivität mit Überempfindlichkeit gegenüber kalter Luft und weiteren inhalativen chemischen und physikalischen Reizen. Begleitsymptome im Sinne der typischen Erkältungssymptome sind häufig.

Aus einer akuten Bronchitis kann sich eine chronische Bronchitis entwickeln. Sie besteht, wenn in zwei aufeinander folgenden Jahren jeweils für ein viertel Jahr Husten mit oder ohne Auswurf besteht. Leider gibt es keine epidemiologischen Daten über die Häufigkeit, wie viele Patienten mit akuter Bronchitis in die chronische Form wechseln.

Therapie

Die Behandlung entzündlicher Erkrankungen der Atemwege richtet sich nach der Symptomatik und dem vermuteten Erreger. Die Behandlung einer viralen Rhinitis zielt bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen darauf ab, die blockierten Atemwege wieder frei zu bekommen: Dies erfolgt in der Regel mit abschwellenden Nasentropfen, deren Anwendung allerdings auf die Dauer einer Woche zu beschränken ist.

Mukosekretolytika haben stets das Ziel einer Verflüssigung des Sekretes und einer Verstärkung des Abtransportes des Schleims aus den Atemwegen und haben ihren Stellenwert bei verschleimenden Entzündungen. Sie finden Verwendung bei Sinusitiden und Bronchitiden.

 

Die Pharmakotherapie zielt in erster Linie darauf ab, die Mukostase zu behandeln und die gestörte Klärfunktion der Bronchien wiederherzustellen. Würde dies rechtzeitig und in jedem Falle gelingen, wäre eine bakterielle Superinfektion weniger häufig und die Verläufe würden weniger lang anhalten. Übergangsformen im Sinne der rezidivierenden Bronchitis und chronische Verläufe bzw. chronisch obstruktive Bronchitis wären seltener.

Klassische Maßnahmen zur Verbesserung der Klärfunktion sind das Zuführen von ausreichend Flüssigkeitsmengen sowie körperliche Bewegung. Unterstützt werden kann dies pharmakotherapeutisch mit Mukosekretolytika. Diese führen zur vermehrten Absonderung eines dünnflüssigeren Schleims (Viskositätssenkung) sowie zu einer leichteren Ablösung des Schleims von den Bronchialwänden (Adhäsionssenkung). Sie verbessern die ziliäre Clearance und somit die Sekretomotorik.

Phytotherapie

Die Wirkung ätherischer Öle ist hinsichtlich dieser Prämissen herausragend; insbesondere GeloMyrtol® 300 mg-Kapseln, mit dem Wirkstoff Myrtol, besitzen weitere wichtige therapeutische Kompetenzen. Hierzu zählt die antioxidative Kompetenz mit Verminderung der Anzahl freier Radikale u.a. durch Verminderung ihrer Freisetzung, die antimikrobielle Wirkung, die das Wachstum von Bakterien hemmen kann sowie eine generelle antiinflammatorische und spasmolytische Wirkung.

Myrtol ist in Kapselform in der Apotheke erhältlich (GeloMyrtol® 300 mg-Kapseln vor allem für Erwachsene, 120 mg-Kapseln vor allem für Kinder). Das Besondere: Die Therapie mit Myrtol wirkt in den gesamten Atemwegen, in den oberen gegen Sinusitis und gleichzeitig in den unteren gegen Bronchitis.

Entscheidend für die Wirkung eines Medikaments ist die Patientencompliance. Sie ist direkt korreliert mit der Art und der Häufigkeit der Applikation. Die einfache orale Anwendung von GeloMyrtol® -Kapseln ist in diesem Zusammenhang sehr hilfreich. Die Kapseln machen den Patienten die Anwendung sehr angenehm, und das trägt zur konsequenten Einnahme während der Therapiedauer bei.

Insofern können Phytotherapeutika wie GeloMyrtol® 300 mg-Kapseln die generellen therapeutischen Bemühungen unterstützen und den Einsatz weiterer therapeutischer Verfahren wie antivirale Therapie, antibiotische und/oder bronchospasmolytische Behandlung zeitlich begrenzen oder gar verhindern.

Quelle: Pressegespräch „Das sinubronchiale Syndrom – Neue Ansätze zu den Krankheitsmechanismen von Sinusitis und Bronchitis“, 7. 9. 2010, Wien

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