zur Navigation zum Inhalt
 
Kinder- und Jugendheilkunde 1. September 2010

Mütterliche Autoimmunthyreoiditis und angeborene Missbildungen des Neugeborenen in einer Kohorte von slowakischen Frauen

GRUNDLAGEN: Ziel dieser Studie war, den Schilddrüsen-Status von Müttern, die ein Kind mit Fehlbildungen geboren hatten, mit Müttern von gesunden Neugeborenen zu vergleichen.

METHODIK: Wir untersuchten 129 Mütter von Neugeborenen mit angeborenen Fehlbildungen und 228 Mütter von gesunden Kindern. Die Untersuchung umfasste Anamnese, körperliche Untersuchung, Ultraschall der Schilddrüse, die Bestimmung von fT4, TSH und anti-TPO-Antikörpern bei den Müttern und die Geburtsparameter der Neugeborenen.

ERGEBNISSE: Das Gesamtvolumen der Schilddrüse und die anti-TPO-Spiegel bei den Müttern der Kinder mit angeborenen Fehlbildungen war signifikant höher als in der Kontrollgruppe (p < 0,001, p < 0,01). In Bezug auf die TSH- sowie die fT4-Konzentrationen fanden sich zwischen beiden Gruppen keine statistisch signifikanten Unterschiede (p = 0,2 und p = 0,1). Das Geburtsgewicht und die Länge waren im Vergleich zur Kontrollgruppe in der Gruppe mit angeborenen Fehlbildungen deutlich niedriger (p < 0,0001 und p < 0,001).

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Obwohl bisher kein direkter Zusammenhang zwischen Schilddrüsen-Autoantikörper-Konzentrationen und kongenitalen Missbildungen beschrieben wurde, legen die Ergebnisse unserer Studie einen Zusammenhang zwischen Erkrankungen der Schilddrüse der Mutter und angeborenen Missbildungen der Neugeborenen nahe.

Viola Vargová, Marek Pytliak, Viola Mechírová, Marek Felšöci, Wiener Medizinische Wochenschrift 17/18/2010

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben