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Kinder- und Jugendheilkunde 9. Februar 2010

Wirbel um Dreifachimpfung: Studie zurückgezogen


Ein Artikel in The Lancet, der in der Folge viele Eltern davon abgehalten hatte, ihre Kinder gegen Masern, Mumps und Röteln impfen zu lassen, wurde nun zurückgezogen.

Nachdem vom britischen General Medical Council festgestellt worden war, dass mehrere Teile einer Studie aus dem Jahre 1998 (Lancet 1998; 351[9103]: 637-41 ) nicht korrekt waren, wurde die Arbeit nun von The Lancet offiziell zurückgezogen. Die Autoren um den Gastroenterologen Dr. Andrew Jeremy Wakefield (Royal Free Hospital and School of Medicine, London) hatten in der Arbeit zwölf Kinder beschrieben, die zuvor völlig unauffällig gewesen seien und mit Darmerkrankungen in die Klinik eingeliefert wurden. In der Studie wurde eine Verbindung zwischen zuvor verabreichten Dreifachimpfungen gegen Masern, Mumps und Röteln und einer verzögerten Entwicklung bzw. autistischen Symptomen suggeriert.

Quelle: The Lancet 2010; doi:10.1016/S0140-6736(10)60175-7

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