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Foto: photos.com
Kinder lassen sich von TV-Bildern besonders leicht beeinflussen.
 
Kinder- und Jugendheilkunde 14. Jänner 2010

Geschickt platzierte Markenware

Britische Ärzte gehen gegen Product Placement auf die Barrikaden.

Pläne der britischen Regierung, das Product Placement für TV-Produktionen freizugeben, haben wegen potenzieller Gesundheitsgefährdung zu heftiger Kritik geführt.

Speziell zeigt sich die British Medical Association (BMA) laut einem Bericht des Guardian bezüglich von Platzierungen im Zusammenhang mit Alkohol, Glücksspiel oder Nahrungsmitteln mit hohem Salz-, Zucker- oder Fettgehalt besorgt. Product Placements zuzulassen „wird den Schutz junger Menschen vor schädlichen Marketingeinflüssen mindern und die Volksgesundheit negativ beeinflussen“, warnt die BMA. Befürworter wiederum verweisen auf das hohe Einnahmenpotenzial für Rundfunkanstalten. „Studien belegen, dass Kinder besonders empfänglich für eingebettete Markenbotschaften sind“, so die Ärztevereinigung. Kinderprogramme werbefrei zu halten, bringt nach Ansicht der Kritiker wenig, wenn Platzierungen etwa bei Castingshows auftauchen.

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