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Foto: www.kinderfuesse.com
Kleine Füße brauchen Spielraum.
 
Kinder- und Jugendheilkunde 17. November 2009

Ja zu gebrauchten Kinderschuhen

Secondhand-Ware schadet den Füßen nicht.

Seit Jahren wird Eltern ein schlechtes Gewissen eingeredet, wenn sie ihre Kinder mit gebrauchten Schuhen ausstatten – völlig zu Unrecht, meint ein Expertenteam.

Immer wieder sind Orthopäden mit der Frage konfrontiert, ob das Tragen gebrauchter Schuhe für Kinderfüße schädlich sein kann. Hartnäckig kursieren gutgemeinte Warnungen vor Fußverformungen und Fehlstellungen. Ungeachtet dessen greift fast jede zweite Mutter zu Secondhandware – und schämt sich dabei. Die Bedenken seien völlig unbegründet, beruhigt der deutsche Orthopäde Dr. Christian Klein: „Seit Jahrzehnten wird Eltern ein schlechtes Gewissen eingeredet. Behauptungen, nach denen ein Kind die Fußform oder gar den Gang des Vorbesitzers annehmen könnte, gehören aus wissenschaftlicher Sicht ins Reich der Märchen.“ Secondhand-Kinderschuhe haben nach Angaben des Forschungsteams „Kinderfüße – Kinderschuhe“ sogar zwei Vorteile. Es macht ökonomisch und ökologisch Sinn, weil Eltern Geld und Rohstoffe sparen.

Zwei Tipps der Forscher für die Auswahl der Schuhe: Sie sollten nicht einseitig abgelaufen sein und den kleinen Füßen 12 bis 17 Millimeter Spielraum bieten. Dazu müssen die Füße und die Innenlänge der Schuhe gemessen werden.

 

 Link: http://kinderfuesse.com

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