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Kinder- und Jugendheilkunde 11. September 2009

8,8 Mio. Kinder sterben vor fünftem Geburtstag

Im Jahr 2008 sind weltweit 8,8 Millionen Kinder unter fünf Jahren gestorben, um 3,9 Millionen weniger als noch 1990. Anders ausgedrückt: 1990 erlebten 90 von 1.000 Mädchen und Buben ihren fünften Geburtstag nicht, im vergangenen Jahr waren es 65. Diese Zahlen legte nun das UNO-Kinderhilfswerk Unicef vor.

"Verglichen mit 1990 sterben täglich 10.000 Kinder weniger", hielt Unicef-Direktorin Ann M. Veneman fest. Experten führen das Sinken der Sterberate auf Maßnahmen im Gesundheitsbereich zurück, zum Beispiel Impfschutz, imprägnierte Moskitonetze zum Schutz vor Malaria und Vitamin-A-Kapseln.

Unicef führte in einer Aussendung Malawi an, ursprünglich eines der zehn Länder mit der höchsten Kindersterblichkeit: 1990 starben in dem afrikanischen Staat 225 von 1.000 Unter-Fünfjährigen, 2008 waren es 100. Malawi ist damit auf dem Weg, eines der von der UNO gesteckten Millenniumsziele zu erreichen, nämlich die Verringerung der Kindersterblichkeit um zwei Drittel im Zeitraum von 1990 bis 2015.

40 Prozent der weltweiten Sterbefälle von Kindern bis vier entfallen auf drei Staaten: Indien, Nigeria und die Demokratische Republik Kongo."Solange die Sterblichkeit in diesen Ländern nicht deutlich reduziert wird, können die Millenniumsziele nicht erreicht werden", erklärte Unicef-Direktorin Veneman. 93 Prozent der Todesfälle von Unter-Fünfjährigen werden in Afrika und Asien registriert. In einzelnen Ländern wie zum Beispiel Südafrika ist die Sterblichkeit sogar gestiegen, verantwortlich dafür ist die Aids-Epidemie. In dem Staat leben die meisten HIV-Infizierten Frauen weltweit.

Neben weiteren gesundheitlichen Maßnahmen wie Impfungen gegen Pneumokokken-Lungenentzündung und Rotaviren könnte auch bessere Ernährung die Kindersterblichkeit verringern. Ein Drittel der 8,8 Millionen Todesfälle im Jahr 2008 waren nämlich auf Unterernährung zurückzuführen. Unicef-Österreich widmet seine diesjährige Herbstkampagne daher dem Kampf gegen die Hungerkrise und bittet um Spenden auf das PSK-Konto 15-16-500, BLZ 60.000, Stichwort "Kampf gegen den Hunger", oder online unter http://www.unicef.at/spenden.

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