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Prädiktiver Wert von Schädelultraschall und Analyse der

ZIEL DER STUDIE: Ziel dieser Studie war es, den prädiktiven Wert einerseits des Schädel-Ultraschalls (US) und andererseits der Analyse der "General Movements" (GM) für die Vorhersage der späteren neurologischen Entwicklung von Frühgeborenen der Region Marburg (Slowenien) zu erfassen. METHODEN: Die longitudinal vom Tag der Geburt bis zum chronologischen Alter von 3 Monaten erhobenen Ergebnisse des Schädel-US und die Ergebnisse der GM-Analyse im (bezüglich des errechneten Geburtstermins korrigierten) Alter von 3 Monaten wurden mit den Ergebnissen der traditionellen neurologischen Untersuchung und der Erhebung der psychomotorischen Entwicklung verglichen, die bei denselben Kindern im (korrigierten) Alter von 6 Jahren durchgeführt wurde. ERGEBNISSE: 112 Frühgeborene (37. Woche und darunter) wurden in die Studie eingeschlossen: Je nach Ergebnis der Schädel-US Untersuchung wurden die Kinder als "Hoch-" oder "Niedrigrisiko" in Bezug auf neurologische Schäden eingestuft. Von den 83 Kindern, die durch Schädel-US als "Niedrigrisiko" eingestuft wurden, hatten 74 (89%) tatsächlich eine völlig normale neurologische Entwicklung. Von den "Hochrisiko-" Kindern hatten 21 (72%) von 29 Kindern eine gestörte neurologische Entwicklung. Von 77 Kindern mit normalen GM hatten 73 (95%) ein normales neurologisches Ergebnis und 4 (5%) eine neurologische Störung. Von 35 Kindern mit abnormalen oder fehlenden GM hatten 26 (74%) eine abnormale und 9 (26%) eine normale neurologische Entwicklung. Von den insgesamt 30 Kindern mit pathologischer neurologischer Entwicklung zeigten 16 zerebrale Lähmungserscheinungen (ZL), ein Kind mentale Retardierung (MR), neun Kinder sowohl ZL als auch MR und 4 Kinder geringgradige komplexe neurologische Störungen. Die Schädel-US Untersuchung hatte also eine Richtigkeit von 85% mit einer Sensitivität von 70% und einer Spezifität von 90%; der positive Voraussagewert lag bei 72% der negative bei 89%. Die GM-Analyse hatte eine Richtigkeit von 88% mit einer Sensitivität von 87% und einer Spezifität von 89%, einen positiven Vorhersagewert von 74% bzw. einen negativen von 95%. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Sensitivität des Schädel-US war eindeutig niedriger als die der Analyse der GM. Die Spezifität beider Methoden ist in Bezug auf ihren Vorhersagewert bezüglich bleibender neurologischer Schäden von Frühgeborenen fast gleich.

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