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Kinder- und Jugendheilkunde 7. Februar 2008

Fiebermessen in der Achselhöhle am ungenauesten

Den Eltern immer wieder die richtige Art des Fiebermessens nahezulegen und sie darauf hinzuweisen, die Kinder mit dem Thermometer nicht allein zu lassen, empfehlen Pädiater den Hausärzten.

Fiebermessen in der Achselhöhle ist bei kleineren Kindern die ungenaueste Methode zur Bestimmung der Körpertemperatur. Daher sollte sie nur bei älteren Kindern oder Jugendlichen mit verlässlichem Verschluss der Achselhöhle bei der Messung angewandt werden, rät der Sprecher des deutschen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Ulrich Fegeler. Auch Messungen im Mund sollten erst ab einem Alter von fünf Jahren vorgenommen werden – und zwar am besten 20 bis 30 Minuten nach einem Essen oder Trinken. Die Spitze des Thermometers solle dabei unter der Zunge platziert sein und das Kind während des Messvorgangs durch die Nase atmen.
Am exaktesten misst laut Fegeler ein Thermometer im Darmausgang. Zum Einführen sollte die Spitze mit weißer Vaseline beschmiert werden, damit das Metall leichter gleite. Das Kind solle bäuchlings auf den Schoß oder mit hochgezogenen Beinen seitlich ins Bett gelegt werden, damit es sich nicht verkrampfe. „Sobald ein Widerstand spürbar wird oder nach etwa zwei bis zweieinhalb Zentimetern, sollte man stoppen.“

Hohes Fieber schon bei einfacher Erkältung

Auch sei Eltern ans Herz zu legen, dass sie ihre kleinen Kinder nicht allein mit dem Thermometer lassen, sondern das Thermometer halten, bis das Signal ertönt, rät der Kinderarzt.
„Eine einfache Erkältung kann bei Kindern bereits Temperaturen über 39 Grad Celsius verursachen“, erklärt Fegeler. Wenn das Kind sich nicht ungewöhnlich verhalte, genügend trinke und weiter spiele, solle die Temperatur nicht mit
Medikamenten gesenkt werden.

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