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Intensiv- und Notfallmedizin 14. November 2014

Diagnostikhilfe bei Brustschmerz

Schwer kranke Patienten verziehen keine Miene

Wie stark Patienten mit ihrem Gesichtsausdruck auf visuelle Stimuli reagieren, lässt sich offenbar als Gradmesser für die Schwere einer Erkrankung einsetzen.

Als Entscheidungshilfe im Notfallsetting propagieren US-Ärzte nun das sogenannte Facial Action Coding System (FACS). Dabei handelt es sich um ein computergestütztes System, das Veränderungen im Gesichtsausdruck der Patienten mithilfe einer numerischen Skala misst. Jeffrey Kline und Kollegen von der Indiana School of Medicine in Indianapolis haben den Score an 50 Patienten getestet, die sich zwischen Mai und September 2011 mit akutem Brustschmerz und Atemnot in der Notaufnahme vorgestellt hatten. Wie Kline und sein Team berichten, konnte man anhand des Scores relativ gut sehen, bei wem – wie spätere Untersuchungen ergaben – eine ernste Erkrankung vorlag und bei wem die Beschwerden eher harmlos waren. Insbesondere die Fähigkeit der Patienten, ein überraschtes Gesicht zu zeigen, war dabei prädiktiv: Wer schwer erkrankt war, reagierte im Allgemeinen nur schwach, bei leichterer Erkrankung war die Reaktion deutlicher.

Springermedizin.de

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