zur Navigation zum Inhalt
 

Hypopthermie und Hyperthermie vermindern die gerinnungshemmende Wirkung von niedrig molekularem Hepa

GRUNDLAGEN: Das antikoagulatorische Potential von niedrig molekularem Heparin (Low Molecular Weight Heparin – LMWH) ist ausreichend nachgewiesen. Ziel unserer Studie war es, den Einfluss von Hypo- und Hyperthermie auf die LMWH-Antikoagulation abzuschätzen. METHODIK: Es wurde Blut von 10 gesunden Freiwilligen vor und nach subkutaner Gabe von 5000 I.E. LMWH (Dalteparin) untersucht. Citrat-Blut, mit und ohne Heparinase, welches vor und während des Messvorganges in verschiedene Temperaturniveaus gebracht wurde, wurde mit dem Thomboelastographen untersucht. ERGEBNISSE: Vor der Verabreichung des LMWH war die Reaktionszeit r (18 ± 5,4 mm bei 37° C) im Normalbereich. Die Reaktionszeit verlängerte sich bei 37° Celsius nach LMWH-Gabe auf 35 mm. Bei hypothermen (28 mm bei 33° C und 33 mm bei 35° C) und hyperthermen Bedingungen (21 mm bei 38° C, 20 mm bei 41° C) war die Reaktionszeit verringert. Ähnliche Ergebnisse zeigen sich auch bei der Clot Formation Time, die bei 37° C noch 24 mm aufweist und bei 33° C und 35° C 19 bzw. 22 mm misst. Bei 38° C ist die Clot Formation Time mit 21 ebenfalls kürzer wie auch bei 41° C mit 20 mm (P < 0,05). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Reduktion des mittels TEG gemessenen antikoagulatorischen Effekts. Diese Ergebnisse könnten für den klinischen Alltag von großer Bedeutung sein.

M. Felfernig, V. Kubricht, M. Zimpfer, S. Kozek, K. Hoerauf, A. M. Blaicher, European Surgery

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben