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Intensiv- und Notfallmedizin 1. Dezember 2011

Giftige Schlangenbisse in der kroatischen Nord-Dalmatien Region

ZIEL DER STUDIE: Analyse der epidemiologischen, klinischen und labormäßigen Attribute von giftigen Schlangenbissen mit dem Ziel, die rechtzeitige und wirksame Behandlung vor Ort oder im klinischen Setting zu ermitteln. METHODEN: Es wurden die epidemiologischen und klinischen Daten sowie die Laborergebnisse der Leute, die im Zeitraum von 11 Jahren (1999–2009) von giftigen Schlangen gebissen und im Allgemeinen Krankenhaus von Zadar behandelt worden waren, retrospektiv analysiert. ERGEBNISSE: Im untersuchten Zeitraum sind 93 Leute (57 (62 %) Männer und 36 (38 %) Frauen) von giftigen Schlangen gebissen worden. In 82 Fällen (90 %) war der Biss auf den Extremitäten der Patienten lokalisiert. Die restlichen 11 Patienten wurden an anderen Stellen gebissen. Bei 31 Patienten (33 %) erfolgte der Biss bei der Ausübung von Freizeitaktivität, bei 44 (47,3 %) während der Arbeit. Die häufigsten lokalen Zeichen des Schlangenbisses sind Schwellung und Schmerz an der Biss-Stelle (bei 100 %) sowie Hämatome und Ekchymosis (87 Patienten = 89 %). Acht der gebissenen Patienten erlitten ein Kompartment Syndrom und eine Person (0,97 %) verstarb. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Gegengift-Behandlung zur Vorbeugung möglicher allergischer Reaktionen eines Schlangenbisses sollte in der medizinischen Institution, in die das Opfer gebracht wird, stattfinden. Wenn aber der Transport nicht gleich möglich ist oder das Opfer bereits Zeichen der Vergiftung zeigt, sollte die Gegengift-Behandlung sofort (vor Ort) erfolgen, da ihre Wirkung schwächer ist, wenn das Gift bereits wirkt.

Robert Karlo, Boris Dželalija, Božidar Župančić , Ivan Bačić , Tihomir Dunatov, Ante Kanjer, Rade Škarica, Srećko Sabalić, Nado Bukvic, Harry Nikolić, Goran Augustin, Wiener klinische Wochenschrift 23/24/2011

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