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Intensiv- und Notfallmedizin 2. Dezember 2011

Körperlagerung und Beatmungspneumonie

Nosokomiale Infektionen stellen noch immer eines der häufigsten Behandlungsprobleme auf Intensivstationen dar. Aktuelle Zahlen des Krankenhaus-Infektions-Surveillance-Systems (KISS) zeigen, dass unter den verschiedenen Infektionsarten die Beatmungspneumonie mit sechs bis zehn Episoden pro 1.000 Beatmungstage die größte Rolle spielt (www.nrz-hygiene.de). Sie kann bereits kurz nach Beginn der Beatmung auftreten und wird dann meist durch Keime verursacht, die bereits vor der Aufnahme ins Krankenhaus in der eigenen Rachenflora des Patienten vorhanden waren (sog. "Frühpneumonie"). Im späteren Verlauf spielen dagegen Erreger eine Rolle, die aus der Darmflora des Patienten über Magen und Speiseröhre nach oben in den Rachen gelangen. Von dort können sie durch Aspirationsvorgänge in die unteren Atemwege vordringen. Der Ballon ("Cuff") des Beatmungstubus stellt dabei kein Hindernis dar, da er meist feine Kanälchen aufweist, durch welche die Erreger mit dem Rachensekret in die unteren Atemwege einsickern. Typische Keime aus dieser Gruppe sind Escherichia coli, Enterobacter cloacae und Klebsiella pneumoniae.

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