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Intensiv- und Notfallmedizin 25. Oktober 2011

Türkei: Hilfe bei eisigen Nachttemperaturen

Nachbeben und eisige Temperaturen lassen die Überlebenschancen der Verschütteten sinken und erschweren die Arbeit der Helfer. In der türkischen Erdbebenregion liefen die Hilfsaktivitäten über Nacht weiter.

Um Verschüttete zu finden und zu bergen hat die türkische Regierung Such- und Rettungsteams und notfallmedizinische Teams aus 44 Provinzen in das betroffene Gebiet entsendet. Wissenschaftler haben acht schwere Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 5,6 registriert. 

Beschwerliche Umstände

Die nächtlichen Temperaturen sind nahe dem Gefrierpunkt, was die Überlebenszeit der Verschütteten zusätzlich verkürzt. Auch für die Helfer sind die Umstände beschwerlich. Bisher wurden 217 Todesopfer bestätigt und 1.090 Verletzte versorgt.

Es kommt weiterhin zu Unterbrechungen der Gas-, Wasser- und Elektrizitätsversorgung bzw. der Telekommunikationsverbindungen. Der Zugang zu entlegenen Teilen des betroffenen Gebiets gestaltet sich nach wie vor schwierig. Zahlreiche Nachbeben erschweren darüber hinaus die Hilfsaktivitäten.

Geschulte Katastrophenhelfer  

Der Türkische Rote Halbmond (TRCS) ist eine der größten Katastrophenhilfs-Gesellschaften Europas und ist auf Erdbeben gut vorbereitet. Seit dem Beben am Sonntag wurden 139 Spezialisten und 37 Fahrzeuge in das betroffene Gebiet entsendet.

Verteilung von Hilfsgüter

Der Transport von Hilfsgütern in die Region und ihre Verteilung laufen auf Hochtouren: Bisher wurden unter anderem 100 Tonnen Lebensmittel,
12.891 Zelte, 25.229 Decken, 3.812 Öfen, 2.000 Gasflaschen und 1.719 Küchensets verteilt. In den schwer betroffenen Städten Van und Ercis betreibt der Türkische Rote Halbmond 21 Feldküchen, zwei mobile Catering-Fahrzeuge und eine mobile Bäckerei.

www.roteskreuz.at/AN, springermedizin.at

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