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Mortalität, Morbidität und spezielle Probleme bei adipösen Intensivpatienten

Adipositas ist in den westlichen Industrienationen auf dem Vormarsch und daher auch für die Intensivmedizin zunehmend von Bedeutung. Entgegen der landläufigen Meinung, dass adipöse Intensiv-Patienten wohl eine erhöhte Mortalität haben dürften, zeigen überzeugende Meta-Analysen dass dem nicht so ist. Nichtsdestotrotz sind adipöse Intensiv-Patienten eine Herausforderung. Insbesondere die Beatmung dieser Patienten ist erwähnenswert: neben den anatomischen Besonderheiten, die die Intubation adipöser Patienten erschweren können, sind obstruktive Schlafapnoe, das Adipositas-Hypoventilations-Syndrom und der erhöhte intraabdominale Druck in Hinblick auf Beatmung, Entwöhnung und erfolgreiche Extubation zu nennen. Auch das Risiko für Infektionen ist bei adipösen Intensivpatienten erhöht, wenngleich damit kein erhöhtes Sepsisrisiko einherzugehen scheint. Unabhängig davon ist die mögliche Interaktion von Adipositas und Sepsis faszinierend, wenngleich die Rolle der Adipokine in der Sepsis des adipösen Patienten noch nicht aufgeklärt ist.

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