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Schlangenbiss-Versorgung in den Tropen – am Beispiel von Neu Guinea

Giftschlangenbisse sind ein weitgehend vernachlässigtes Problem, obwohl sie Ursache für hochgradige Gewebszerstörungen, lebensbedrohliche Situationen und zahlreiche Todesfälle darstellen. Letzteres hat seine Ursache meist im Mangel hochwertiger und prompter medizinischer Versorgung. Papua Neuguinea ist die Heimat einer der gefährlichsten Giftschlangen der Welt – des Taipan. Die medizinische Infrastruktur ist schlecht, das einzige Schwerpunktkrankenhaus des Landes befindet sich in der Hauptstadt Port Moresby. Transportmöglichkeiten für Patienten sind rar und langsam, die Straßen in einem schlechten Zustand mit Ausnahme des sogenannten "highway", der einigermaßen gut befahrbar ist. Die (oft lebensrettende) Behandlung von Giftschlangenbissen besteht neben den Maßnahmen der Ersten Hilfe (Kompression der Bissstelle und Immobilisation der betroffenen Extremität) in der ehestmöglichen Applikation von Gegengift. Dieses Antiserum ist fast unerschwinglich und steht aus diesem Grund nur sehr beschränkt (und hier meist als abgelaufenes Produkt) zur Verfügung. Da Antisera gekühlt gelagert werden stehen sie mangels Lagerungsmöglichkeit in weiten Bereichen nicht zur Verfügung. Somit dürfen die Gegebenheiten in Port Moresby nicht als Maßstab für das ganze Land genommen werden.

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