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’Thromboseprophylaxe bei kritisch kranken Patienten

Die Häufigkeit von tiefen Beinvenenthrombosen bei Intensivpatienten wird in Abhängigkeit von der Grunderkrankung mit bis zu etwa 60 % angegeben. Bei Patienten mit schwerer Sepsis bzw. mit septischen Schock empfiehlt daher die Surviving Sepsis Campaign Richtlinie eine prophylaktische Antikoagulation solange keine Kontraindikationen vorliegen. Dieser Artikel beschäftigt sich mit thromboembolischen Risikofaktoren beim kritisch Kranken und mit Möglichkeiten der physikalischen und medikamentösen Antikoagulation, sowie deren Monitoring. Dabei wird u.a. die Applikationsart (intravenös, subkutan) beim Intensivpatienten hinterfragt, da durch peripheres Ödem und Vasokonstriktion, sowie eingeschränkte Organfunktion die Wirkung von subkutan verabreichten niedermolekularen Heparinen (LMWH) nicht sicher vorhersagbar ist. Bezüglich der Dosierung des direkten Thrombininhibitors Argatroban gilt, dass je ausgeprägter die Erkrankung bzw. je höher der SAPS-II Score, desto niedriger muss dosiert werden (10-fach unter Herstellerangabe).

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