zur Navigation zum Inhalt
© Fotolia
Frühes Beifüttern trägt dazu bei, das Sensibilisierungsrisiko zu senken.
 
Pulmologie 30. September 2016

Allergene Beikost – je früher, desto besser

Asthma. Kinder, die im ersten Lebenshalbjahr nur gestillt werden, entwickeln später häufiger allergische Sensibilisierungen gegen Nahrungsbestandteile als jene, die früh Beikost mit potenten Allergenen bekommen.

Pneumonews. Das ergab eine Subanalyse der CHILD („Canadian Healthy Infant Longitudinal Development“)-Studie, in die Daten von über 1.400 Kindern einer Geburtskohorte eingegangen sind. Die Studie untersuchte, wie der Zeitpunkt, an dem Umweltfaktoren auf ein Kind einwirken, das spätere Risiko für Asthma und Allergien beeinflusst.

Für die Substudie wurden drei Nahrungsmittel ausgewählt, die als besonders allergen gelten: Kuhmilch, Erdnuss und Hühnerei. Es zeigte sich, dass das Sensibilisierungsrisiko umso geringer ausfiel, je früher die Kinder diese Nahrungsmittel erhielten, berichtete Maxwell Tran von der McMaster University, Hamilton, Kanada. Ganz besonders deutlich wurde das beim Hühnerei. Kinder, die schon im ersten Lebensjahr eihaltige Beikost erhielten, entwickelten wesentlich seltener eine Sensibilisierung gegen eines der drei Nahrungsmittel (adjustierte Odds Ratio 0,33 bei Zufütterung in den ersten 6 Monaten, 0,47 bei Zufütterung in Monat 7 bis 12). Entgegen der landläufigen Meinung waren Kinder, die im ersten Halbjahr nur Muttermilch bekommen hatten, nicht besser geschützt – im Gegenteil: Sie entwickelten häufiger eine Sensibilisierung gegen Kuhmilch. „Sensibilisierung ist nicht Allergie“, betont Tran. „Aber sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin.“

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben