zur Navigation zum Inhalt
 
Pulmologie 15. Februar 2016

Zwischen Atemnot und Angst

Expertenbericht: Psychologische Einflussgrößen auf den Erfolg von pneumologischen Rehabilitationsmaßnahmen. , W. Rief und N.M. Stenzel

Als multidisziplinärer Behandlungsansatz für Patienten mit chronischer obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) hat sich die pneumologische Rehabilitation (PR) bewährt. Patienten ziehen jedoch unterschiedlich stark Nutzen von diesen Maßnahmen und ein nicht zu vernachlässigender Anteil profitiert nicht nachhaltig. Im Zuge der bewährten Komponenten von PR-Maßnahmen können potenzielle psychologische Einflussfaktoren auf den Rehabilitationserfolg verändert und so die Behandlung von COPD-Patienten weiter optimiert werden.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) verläuft progredient und ist in ihrem Verlauf durch zunehmende respiratorische Symptome sowie weitere Auswirkungen auf den Körper, z. B. in Form von Muskelabbau, kardiovaskulären Erkrankungen oder Osteoporose, gekennzeichnet.

Steigerung der Lebensqualität

Eine effektive Behandlung der COPD verlangt folglich einen multidisziplinären Ansatz, der durch Maßnahmen zur pneumologische Rehabilitation (PR) realisiert werden kann. Übergeordnetes Ziel der PR ist die Steigerung der Lebensqualität. Trotz der generell erwiesenen Effektivität der PR gibt es aber auch Patienten, die weniger oder nicht nachhaltig von einer PR profitieren. Da körperliche Faktoren (z. B. Erkrankungsstadium, komorbide körperliche Erkrankungen) und Eigenschaften der Maßnahme (z. B. Behandlungsdauer und -umfang) diese Unterschiede im Erfolg der PR nicht vollständig erklären, liegt es nahe, dass andere interindividuelle Faktoren einen Einfluss auf den Behandlungserfolg haben (Tab. 1). In der Forschung werden daher verschiedene psychologische Einflussgrößen auf den Rehabilitationserfolg diskutiert.

Komorbide Symptomatik

COPD-Patienten leiden häufig unter einer komorbiden psychischen Symptomatik. Eine Metaanalyse von Yohannes et al. ergab Prävalenzraten von 40 Prozent für Depressionen und 36 Prozent für Angststörungen. Komorbide psychische Störungen bleiben häufig unentdeckt und unbehandelt, haben jedoch einen Einfluss auf den Erfolg der Rehabilitation.

Eine depressive Symptomatik wird übereinstimmend als zusammenhängend mit der Wahrnehmung und Intensität von Atemnot berichtet. Zum Beispiel konnten von Leupoldt et al. zeigen, dass Depressivität zu Beginn und Ende einer intensiven ambulanten PR mit Atemnot assoziiert war (z. B. in Ruhe, bei Aktivitäten des alltäglichen Lebens). Weiterhin erreichen Patienten mit Depression während der PR eine geringere Reduktion von Atemnot als Patienten ohne Depression. Die Wahrscheinlichkeit, dass depressive Patienten überhaupt eine klinisch relevante Reduktion von Atemnot während der Rehabilitation erreichen, ist deutlich geringer als bei nichtdepressiven Patienten.

Bezüglich des Zusammenhangs zwischen depressiver Symptomatik und Leistung im 6-Minuten-Gehtest (6MWT) gibt es nach wie vor uneindeutige Befunde. So konnten von Leupoldt et al. einen Zusammenhang zwischen Depressivität und Leistung im 6MWT sowohl am Beginn als auch am Ende der PR feststellen, wohingegen dies von Fischer et al. nicht bestätigt werden konnte.

Allerdings besteht ein Zusammenhang zwischen einer depressiven Symptomatik und der Lebensqualität. Von Leupoldt et al. konnten zeigen, dass eine Depressivität sowohl zu Beginn als auch bei Abschluss der PR eine schlechtere körperliche und psychische Lebensqualität vorhersagt. Dies konnte auch im Setting einer stationären PR für die psychische Lebensqualität bestätigt werden.

Ängstliche Symptomatik

Auch zwischen Ängstlichkeit und der Wahrnehmung und Intensität von Atemnot werden übereinstimmend Zusammenhänge berichtet. Zum Beispiel konnten von Leupoldt et al. zeigen, dass Patienten mit ängstlicher Symptomatik sowohl am Beginn als auch am Ende der PR eine stärkere Atemnot in Ruhe, beim 6MWT und bei Aktivitäten des täglichen Lebens empfanden als Patienten ohne ängstliche Symptomatik. Weiterhin erreichen Patienten mit Angstsymptomen während der PR auch eine geringere Reduktion von Atemnot als Patienten ohne ängstliche Symptomatik. Die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten mit ängstlicher Symptomatik eine klinisch relevante Differenz in der Veränderung der Atemnotsymptomatik erreichen, ist deutlich geringer als bei Patienten ohne ängstliche Symptomatik.

Neben allgemeiner Ängstlichkeit findet mittlerweile auch das Konzept der krankheitsspezifischen Ängste zunehmend mehr Beachtung. Krankheitsspezifische Ängste beschreiben Ängste vor der Symptomatik und deren Konsequenzen, z. B. Angst vor Atemnot oder Angst vor Progredienz. Insbesondere die Angst vor Atemnot scheint bei COPD im Kontext von PR relevant zu sein. So konnten Janssens et al. feststellen, dass Angst vor Atemnot am Beginn der PR mit einer größeren Atemnot beim Training auf dem Ergometer zusammenhängt. Im Verlauf der PR zeigte sich jedoch, dass große Angst vor Atemnot mit einer stärkeren Reduktion von Atemnot beim Training auf dem Ergometer einherging als geringe Angst vor Atemnot.

Bezüglich des Zusammenhangs zwischen ängstlicher Symptomatik und der Leistung im 6MWT gibt es zum Teil widersprüchliche Befunde. Fischer et al. konnten ängstliche Symptome weder als Prädiktor für die Leistung im 6MWT noch als Prädiktor für eine Verbesserung im 6MWT durch PR bestätigen. Allerdings konnten Withers et al. zeigen, dass sich ängstliche Patienten in der Leistung eines Shuttle-Walk-Tests mehr verbesserten als Patienten ohne ängstliche Symptomatik. In einem systematischen Review, in den allerdings nur wenige Studien eingingen, berechneten Li et al. jedoch, dass Angstsymptomatik nach dem Charlson-Komorbiditätsindex (ein Maß für Anzahl und Schwere von Begleiterkrankungen) den größten Zusammenhang mit Leistung im 6MWT erreichte.

Angst und Lebensqualität

In Bezug auf krankheitsspezifische Ängste konnte festgestellt werden, dass hohe krankheitsspezifische Ängste (erfasst mit dem COPD-Angstfragebogen CAF) eine schlechtere Leistung im 6MWT am Ende der PR vorhersagten.

Schließlich ließ sich zeigen, dass eine ängstliche Symptomatik in Zusammenhang mit der Lebensqualität am Ende der PR steht. Von Leupoldt et al. stellten fest, dass ängstliche Patienten eine schlechtere körperliche und psychische Lebensqualität sowohl zu Beginn als auch am Ende der PR hatten. Darüber hinaus sagen krankheitsspezifische Ängste eine schlechtere körperliche Lebensqualität am Ende der PR vorher.

Studie zu Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit bezieht sich darauf, wie zuversichtlich man ist, auf eine bestimmte Art und Weise handeln zu können, um eine Situation zu bewältigen. Bentsen und Kollegen konnten einen positiven Einfluss von Selbstwirksamkeit im Zusammenhang mit der PR feststellen. In einer Längsschnittstudie erwies sich eine höhere Selbstwirksamkeit zu Behandlungsbeginn als Prädiktor für die Lebensqualität und den Gesundheitsstatus zum Behandlungsende. In einer anderen Studie wurden verschiedene Facetten von Selbstwirksamkeit betrachtet. Während der PR konnte die wahrgenommene Selbstwirksamkeit hinsichtlich der Symptomkontrolle gesteigert werden. Zusätzlich zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen steigender Selbstwirksamkeit beim Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit und dem sozialen und psychologischen Funktionsniveau.

Bonsaksen et al. wiederum fanden keinen direkten Einfluss der Selbstwirksamkeit auf die körperliche und psychische Lebensqualität. In ihrer Längsschnittstudie wiesen die Patienten mit höherer Selbstwirksamkeit zwar eine bessere psychische Lebensqualität zu Beginn auf, sie profitierten aber nicht in relevantem Ausmaß mehr von dieser Maßnahme als Patienten mit niedrigerer Selbstwirksamkeit. Hier wies die Gruppe von Patienten, die die PR abbrach, eine signifikant geringere Selbstwirksamkeit auf sowie ein niedrigeres Aktivitätsniveau, weniger Gesundheitssorgen und eine schlechtere psychische Lebensqualität.

Eine andere Beobachtung machten Garrod und Kollegen bei ihrer Untersuchung von 51 PR-Patienten mit COPD. Sie fanden, dass im Vergleich zum Rehabilitationsbeginn nach PR eine niedrigere Selbstwirksamkeit mit einer größeren Verbesserung im 6MWT assoziiert war. Bezüglich der Veränderung in der krankheitsbezogenen Lebensqualität gemessen mit dem St. George’s Respiratory Questionnaire zeigte sich die Selbstwirksamkeit jedoch nicht als statistisch signifikanter Prädiktor.

Während sich für chronische Erkrankungen im Allgemeinen zeigen lässt, dass Selbstwirksamkeit bzw. Steigerung der Selbstwirksamkeit positive Effekte auf die Lebensqualität, die Krankheitsbewältigung und den Therapieerfolg haben, ergibt sich bei der COPD noch kein klares Bild bezüglich der Bedeutung von Selbstwirksamkeit für den Behandlungserfolg der PR.

Krankheitsüberzeugungen

Unter dem Begriff Krankheitsüberzeugungen lassen sich Ansichten und Wahrnehmungen bezogen auf die Krankheit selbst zusammenfassen. Eine aktuelle Studie kam zu dem Ergebnis, dass Krankheitsüberzeugungen in einem deutlichen Zusammenhang mit der psychischen Lebensqualität standen. Je größer die Identifizierung mit der Erkrankung („Ich bin ein COPD-Patient“) bzw. je größer der wahrgenommene Einfluss der Erkrankung auf das Leben, desto schlechter war die berichtete Lebensqualität zum Erhebungszeitpunkt und bei der Nacherhebung nach zwölf Monaten. Bei der psychischen und körperlichen Lebensqualität ergaben sich zwischen der Patientenschulung und dem 12-Monats-Follow-up keine signifikanten Veränderungen.

In einer aktuellen Arbeit fanden Zöckler und Kollegen, dass negative Krankheitsüberzeugungen im Zusammenhang standen mit der Leistung im 6MWT nach einer PR, selbst wenn für die Leistung vor Beginn der Intervention statistisch kontrolliert wurde. Zusätzlich hatten geringer ausgeprägte Überzeugungen zu den COPD-Auswirkungen und stärker ausgeprägte Überzeugungen zur Behandlungskontrolle einen positiven Zusammenhang mit größerem körperlichem Wohlbefinden nach der PR (Tab. 2).

Coping & Krankheitsbewältigung

Unter dem Begriff Coping versteht man verschiedene kognitive, emotionale und Verhaltensstrategien im Umgang mit einem Stressor, die zur Stressreduktion eingesetzt werden. Im Kontext von Erkrankungen wird auch von Krankheitsbewältigung gesprochen. Entsprechend vielfältig sind die Befunde zu Coping-Strategien in Bezug auf PR bei COPD. In einer Studie wurde ein optimistischer Coping-Stil am häufigsten berichtet und am wirkungsvollsten eingeschätzt. In einer anderen Studie unterschieden sich die genutzten Coping-Strategien in Abhängigkeit davon, ob die Patienten eher ängstlich oder depressiv waren (Patienten mit Ängsten: weniger aktives Konfrontieren, mehr palliative Reaktion, Vermeidung, passives Reaktionsmuster, Emotionsausdruck; Patienten mit Depression: weniger aktives Konfrontieren, Suchen von sozialer Unterstützung, mehr Vermeidung, passives Reaktionsmuster). Ebenfalls zeigten sich mitunter Zusammenhänge zwischen Coping-Strategien wie aktives Konfrontieren (positive Auswirkung) und Vermeidung (negative Auswirkung) auf den 6MWT, jedoch nicht auf den krankheitsspezifischen Gesundheitsstatus nach der PR.

Büchi und Kollegen fanden, dass Bagatellisierung und Wunschdenken als einzige Skala des Freiburger Fragebogens zur Krankheitsverarbeitung zu signifikant weniger Verbesserungen im FEV1 bei Patienten nach einer 4-wöchigen PR führten. In einer anderen Studie fanden sich signifikante Korrelationen zwischen dem FEV1, dem 12-Minuten-Gehtest, Coping-Strategien und Lebensqualitätskomponenten wie Aktivität, Einfluss und Wohlbefinden. Vermeidung als Coping-Strategie war negativ korreliert mit Aktivität und Einfluss; emotionales Coping war positiv korreliert mit Einfluss und negativ mit Wohlbefinden. In einer weiteren Studie zeigte sich, dass solche Coping-Strategien wie Kampfgeist, Informationssuche und aktives Problemlösen, die eine aktive Auseinandersetzung mit der Erkrankung zeigen, zum besseren Umgang mit der Erkrankung beitragen. Negative Effekte hingegen fanden Kaiser und Mitarbeiter bei depressivem Coping und bei Tendenzen zum Verleugnen der Erkrankung.

Einstellungen zur PR

Wenige Studien beschäftigen sich mit spezifischen Einstellungen zu der PR an sich. Fischer und Kollegen fanden, dass pessimistische oder skeptische Einstellungen bezüglich der PR mit der Verweigerung bzw. einem „Drop-Out“ aus der PR zusammenhängen. Die gleiche Arbeitsgruppe um Fischer konnte in einer anderen Studie feststellen, dass Patienten mit größeren Bedenken bezüglich körperlicher Trainingsmaßnahmen schlechter auf die Therapie ansprachen.

Keating und Kollegen (2011) fanden einen Hinweis dafür, wie sich der wahrgenommene Sinn der Maßnahme auswirken kann: Patienten, die für sich keinen Vorteil in einer PR sahen, nahmen auch weniger an einer Maßnahme teil.

Soziale Unterstützung

Soziale Unterstützung außerhalb und innerhalb des PR-Kontexts stellt eine wichtige Einflussgröße auf den Rehabilitationserfolg dar. Qualitative Studien deuten darauf hin, dass die Unterstützung von Familie, Peer-Group, Mitpatienten und Mitarbeitern des Gesundheitssystems als hilfreich erlebt wird. Quantitative Auswertungen kamen zu dem Ergebnis, dass die Anzahl von sozial unterstützenden Personen im Umfeld des Patienten und seine Zufriedenheit mit dieser Unterstützung ebenfalls Einfluss auf den Erfolg der Rehabilitation haben. Bei Frauen mit COPD konnte sogar gezeigt werden, dass die Zufriedenheit mit der sozialen Unterstützung einen positiven Effekt auf die 6-Jahres-Überlebensrate hat.

Der korrespondierende Autor Dr. Daniel Keil ist als Diplom-Psychologe im Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg tätig.

Der Originalartikel „Psychologische Einflussgrößen auf den Erfolg von pneumologischen Rehabilitationsmaßnahmen“ ist erschienen in „Der Pneumologe“ 3/2015, DOI 10.1007/s10405-014-0847-z, © Springer Verlag.

 

Die Literaturhinweise zu diesem Artikel finden Sie auf www.springermedizin.at

Literatur 1. Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Di¬sease (2014) Global strategy for the diagnosis, ma¬nagement, and prevention of chronic obstructive pulmonary disease. http://www.goldcopd.org. Zu¬gegriffen: 01. Dez. 2014

2. Troosters T, Gosselink R, Decramer M (2011) Exer¬cise training in COPD: how to distinguish respon¬ders from nonresponders. J Cardiopulm Rehabil 21(1):10–17

3. Scott AS, Baltzan MA, Fox J, Wolkove N (2010) Suc¬cess in pulmonary rehabilitation in patients with chronic obstructive pulmonary disease. Can Respir J 17(5):219–223

4. Maurer J, Rebbapragada V, Borson S et al (2008) Anxiety and depression in COPD: current unders¬tandings, unanswered questions, and research needs. Chest 134(4):43–56

5. Leupoldt A von, Fritzsche A, Trueba AF et al (2012) Behavioral medicine approaches to chronic obst¬ructive pulmonary disease. Ann Behav Med 44(1):52–65

6. Leupoldt A von, Kenn K (2012) The psychology of chronic obstructive pulmonary disease. Curr Opin Pulm Med 26(5):458–463

7. Yohannes AM, Baldwin RC, Connolly MJ (2000) Mood disorders in elderly patients with chronic obstructive pulmonary disease. Rev Clin Gerontol 10(2):193–202

8. Kunik ME, Roundy K, Veazy C et al (2005) Surprising¬ly high prevalence of anxiety and depression in chro¬nic breathing disorders. Chest 127(4):1205–1211

9. Kim HFS, Kunik ME, Molinari VA et al (2000) Func¬tional impairment in COPD patients. Psychosoma¬tics 41(6):465–471

10. Leupoldt A von, Taube K, Lehmann K et al (2011) The impact of anxiety and depression on outcomes of pulmonary rehabilitation in patients with COPD. Chest 140(3):730–736

11. Carreiro A, Santos J, Rodrigues F (2013) Impact of comorbidities in pulmonary rehabilitation outco¬mes in patients with chronic obstructive pulmona¬ry disease. Rev Port Pneumol 19(3):106–113

12. Hornikx M, Van Remoortel H, Demeyer H et al (2013) The influence of comorbidities on outcomes of pulmonary rehabilitation programs in patients with COPD: a systematic review. Biomed Res Int 2013:146148

13. Li LSK, Caughey GE, Johnston KN (2014) The asso¬ciation between co-morbidities and physical per¬formance in people with chronic obstructive pul¬monary disease: a systematic review. Chron Respir Dis 11(1):3–13

14. Fischer MJ, Scharloo M, Abbink J et al (2012) Con¬cerns about exercise are related to walk test results in pulmonary rehabilitation for patients with COPD. Int J Behav Med 19(1):39–47

15. Zöckler N, Kenn K, Kühl K et al (2014) Illness per¬ceptions predict exercise capacity and psycholo-gical well-being after pulmonary rehabilitation in COPD patients. J Psychosom Res 76(2):146–151

16. Kühl K, Kuhn C, Kenn K, Rief W (2011) Der COPD-Angst-Fragebogen (CAF): Ein neues Instrument zur Erfassung krankheitsspezifischer Ängste bei COPD-Patienten. Psychother Psychosom Med Psychol 61(1):25–31

17. Keil DC, Stenzel NM, Kühl K et al (2014) The impact of chronic obstructive pulmonary disease-related fears on disease-specific disability. Chron Respir Dis 11(1):31–40

18. Janssens T, Peuter S de, Stans L et al (2011) Dy¬spnea perception in COPD: association between anxiety, dyspnea-related fear, and dyspnea in a pul¬monary rehabilitation program. Chest 140(3):618– 625

19. Withers NJ, Rudkin ST, White RJ (1999) Anxiety and depression in severe chronic obstructive pulmona¬ry disease: the effects of pulmonary rehabilitation. J Cardiopulm Rehabil 19(6):362–365

20. Bandura A (1997) Self-efficacy. The exercise of cont¬rol. W. H. Freeman and Company, New York

21. Bentsen SB, Wentzel-Larsen T, Henriksen AH et al (2010) Self-efficacy as a predictor of improvement in health status and overall quality of life in pulmo¬nary rehabilitation: an exploratory study. Patient Educ Couns 81(1):5–13

22. Arnold R, Ranchor AV, Koeter GH et al (2006) Chan¬ges in personal control as a predictor of quality of life after pulmonary rehabilitation. Patient Educ Couns 61(1):99–108

23. Bonsaksen T, Haukeland-Parker S, Lerdal A, Fager¬moen MS (2014) A 1-year follow-up study explo¬ring the associations between perception of illness and health-related quality of life in persons with chronic obstructive pulmonary disease. Int J Chron Obstruct Pulmon Dis 9:41–50

24. Garrod R, Marshall J, Barley E, Jones PW (2006) Pre¬dictors of success and failure in pulmonary rehabili¬tation. Eur Respir J 27(4):788–794

25. Marks R, Allegrante JP, Lorig K (2005) A review and synthesis of research evidence for self-efficacy-en¬hancing interventions for reducing chronic disabili¬ty: implications for health education practice (part I). Health Promot Pract 6(1):37–43

26. Marks R, Allegrante JP, Lorig K (2005) A review and synthesis of research evidence for self-efficacy-en¬hancing interventions for reducing chronic disabili¬ty: implications for health education practice (part II). Health Promot Pract 6(2):148–156

27. Lazarus RS, Folkman S (1984) Stress, appraisal and coping. Springer, New York

28. Frey JAI (2000) Gender differences in coping sty¬les and coping effectiveness in chronic obstructive pulmonary disease groups. Heart Lung 29(5):367– 377

29. Stoilkova A, Janssen DJA, Franssen FME et al (2013) Coping styles in patients with COPD befo¬re and after pulmonary rehabilitation. Resp Med 107(6):825–833

30. Stoilkova A, Wouters EFM, Spruit MA et al (2013) The relationship between coping styles and clinical outcomes in patients with COPD entering pulmo¬nary rehabilitation. COPD 10(3):316–323

31. Muthny FA (1989) Freiburger Fragebogen zur Krankheitsverarbeitung (FKV). Beltz, Weinheim

32. Büchi S, Villiger B, Sensky T et al (1997) Psychosoci¬al predictors of long-term success of in-patient pul¬monary rehabilitation of patients with COPD. Eur Respir J 10(6):1272–1277

33. Ketelaars CAJ, Schlosser MAG, Mostert R et al (1996) Determinants of health-related quality of li¬fe in patients with chronic obstructive pulmonary disease. Thorax 51(1):39–43

34. Kaiser U, Muthny FA, Schmitz M (1997) Psychoso¬cial aspects of chronic respiratory tract diseases (COPD): relevance and consequences for pulmona¬ry rehabilitation. Pneumologie 51(2):120–128

35. Fischer MJ, Scharloo M, Abbink JJ et al (2007) Parti¬cipation and drop-out in pulmonary rehabilitation: a qualitative analysis of the patient’s perspective. Clin Rehabil 21(3):212–221

36. Keating A, Lee A, Holland AE (2011) What prevents people with chronic obstructive pulmonary disea¬se from attending pulmonary rehabilitation? A sys¬tematic review. Chron Respir Dis 8(2):89–99

37. Sousa Pinto JM de, Martin-Nogueras AM, Mora¬no MTAP et al (2013) Chronic obstructive pulmona¬ry disease patients‘ experience with pulmonary re¬habilitation: a systematic review of qualitative rese¬arch. Chron Respir Dis 10(3):141–157

38. Halding A-G, Wahl A, Heggdal K (2010) ‚Belon¬ging‘. Patients‘ experiences of social relationships during pulmonary rehabilitation. Disabil Rehabil 32(15):1272–1280

39. Grodner S, Prewitt LM, Jaworski BA et al (1996) The impact of social support in pulmonary rehabilitati¬on of patients with chronic obstructive pulmonary disease. Ann Behav Med 18(3):139–145

Fazit für die Praxis

• In der bisherigen Forschung konnten zahlreiche psycho- logische Einflussgrößen für den Erfolg der PR identifiziert werden.

• Die dargestellten Faktoren bieten die Möglichkeit, die multimodale Behandlung der COPD im Kontext einer PR zu optimieren. So können psychische Komorbiditäten wie Angststörungen und Depression, aber auch krankheitsspezifische Ängste, Selbstwirksamkeit und Krankheitsüberzeugungen im Rahmen der PR gezielt thematisiert und verändert werden.

• Die Befundlage ist allerdings in vielen Forschungsbereichen bisher noch nicht eindeutig.

• Es ist daher notwendig, die Zusammenhänge zwischen psychologischen Faktoren und dem Erfolg der Rehabilitation detaillierter zu erforschen, um konkretere Handlungsempfehlungen ableiten zu können.

I. Vaske, D.C. Keil, Ärzte Woche 7/2016

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben